Nothing Phone (3a) im Hands-on: Neue Nothing Phones kommen mit Tele und KI-Planer
Nothing hat auf der Mobilfunkmesse MWC 2025 das Nothing Phone (3a) und das Nothing Phone (3a) Pro vorgestellt. Ein Nothing Phone (3) gibt es noch nicht, was den Hersteller jedoch nicht daran hindert, bereits die eigentlich technisch etwas reduzierte A-Serie zu präsentieren. Golem.de hat die beiden neuen Modelle vor der offiziellen Vorstellung bereits ausprobieren können: Neu sind unter anderem eine dritte Kamera, ein KI-Planer und ein neues Kameradesign beim Pro-Modell – sowie ein längerer Updatezeitraum.
Technisch unterscheiden sich das Phone (3a) und das Phone (3a) Pro lediglich in unterschiedlichen Telekameras und Rückseitendesigns. Beide Smartphones haben jeweils einen 6,77 Zoll großen AMOLED-Bildschirm mit 2.392 x 1.080 Pixeln, einer maximalen Bildrate von 120 Hz und einer maximalen Helligkeit im Automatikmodus bei 1.300 cd/m². Die maximale Peak-Helligkeit für HDR-Inhalte liegt bei 3.000 cd/m².
Damit sind beide Displays wesentlich heller als das des Nothing Phone (2a). Beide Bildschirme sind blickwinkelstabil und ausreichend scharf. Unterschiede können wir – wenig überraschend – nicht feststellen.
Design der Rückseite ist etwas schlichter
Auf der Rückseite ist wieder ein Muster unter dem Rückglas zu erkennen, das etwas schlichter gehalten ist als bei den vorigen Nothing-Smartphones . Das Flachbandkabel ist etwas dezenter, aber vor allem in der silbernen Version des Pro-Modells sehr gut zu erkennen. Auf der Rückseite wird nun auch Glas verwendet und kein Kunststoff mehr, der Rahmen ist bei beiden Smartphones aus Aluminium.
Der einzige deutliche Unterschied zwischen den beiden Modellen ist das Kameramodul: Während beim Phone (3a) das an das Phone (2a) erinnernde, mittig verbaute Modul verwendet wird, hat das Pro-Modell ein rundes Kameramodul bekommen. Es erinnert auf den ersten Blick an eine Waschmaschine und ist gewöhnungsbedürftig, da es sich recht stark von den bisherigen Kameramodulen unterscheidet.
Neue Telekameras und Essential Space
Die Hauptkamera hat bei beiden Modellen 50 Megapixel und verwendet einen Samsung-Sensor. Anders als beim Phone (2a) haben die Superweitwinkelkameras nicht ebenfalls 50 Megapixel, sondern nur noch 8 Megapixel. Dafür gibt es nun Telekameras – unterschiedliche bei beiden Geräten.
Das Phone (3a) verwendet eine 50-Megapixel-Telekamera mit zweifacher Vergrößerung. Das Phone (3a) Pro kommt mit einer 50-Megapixel-Telekamera mit dreifacher Vergrößerung, die in Periskopbauweise eingebaut ist. Entsprechend der optischen Vergrößerungen sind auch unterschiedliche digitale Zooms möglich – beim Phone (3a) bis zu 30x, beim Pro-Modell bis zu 60x.
Wir konnten die Kameras noch nicht eingehend testen, der erste Eindruck ist aber gut. Die beiden Hauptkameras unterscheiden sich wenig überraschend kaum voneinander, ebenso die beiden Superweitwinkelkameras. Das Pro-Modell bietet dank der dreifachen Telekamera mehr optische Vergrößerung und entsprechend auch einen qualitativ hochwertigeren Digitalzoom. Auf höchster Stufe ist dieser aber – wie bei Smartphones anderer Hersteller – nur noch für Dokumentationszwecke zu gebrauchen.
Neuer Button für KI-Planer
Beide Smartphones haben an der rechten Seite unter dem Einschalter einen etwas kleineren, abgerundeten Button verbaut. Er dient dazu, den sogenannten Essential Space aufzurufen beziehungsweise Inhalte darin abzulegen. Der Essential Space ist eine Art KI-Planer, in dem wir Screenshots und Audio-Notizen ablegen können. Sie werden anschließend ausgewertet.
So wird beispielsweise anhand eines Screenshots einer Veranstaltung ein Termin-Reminder auf der Hauptseite des Essential Space generiert. Der Screenshot eines Hotels wird auf die Kosten pro Nacht heruntergebrochen, der des Wetterberichts warnt uns vor schlechter Luftqualität.
Die Screenshots können auch zu Sammlungen hinzugefügt werden. Nothing zufolge erfolgt die Bearbeitung der Notizen auf Servern in Frankreich, Audio-Dateien werden immer auf dem Gerät selbst verarbeitet. Welchen KI-Dienst Nothing verwendet, gibt das Unternehmen nicht preis.
Glyph-Beleuchtung und längerer Updatezeitraum
Beide Smartphones verwenden wieder Nothings Glyph-Interface, ein Muster aus drei LED-Leisten, mit denen sich Klingeltöne visualisieren lassen. Ausgeliefert werden beide Geräte mit Android 15 und der minimalistischen Benutzeroberfläche Nothing OS. Kurz vor der Veröffentlichung der beiden Smartphones hat Nothing bekanntgegeben, dass die Softwareunterstützung deutlich verlängert wird – zumindest, was die Sicherheitsupdates betrifft.
Das Nothing Phone (3a) und das Pro-Modell sollen sechs Jahre lang Sicherheitsupdates erhalten. Versionsupgrades gibt es immerhin drei Jahre lang – hier hinkt Nothing der hochpreisigen Konkurrenz hinterher. Bisher gab es drei Jahre lang neue Android-Versionen und vier Jahre lang Sicherheitspatches.
Beide Smartphones haben Akkus mit einer jeweiligen Nennladung von 5.000 mAh. Beide lassen sich mit bis zu 50 Watt laden, einen Laufzeittest konnten wir noch nicht durchführen. Als SoCs verwenden die beiden Geräte Qualcomms Snapdragon 7s Gen 3, ein 4-nm-Chipset mit einer Taktrate von bis zu 2,5 GHz und einer Hexagon-NPU. In unserem Kurztest reagieren beide Modelle flink auf unsere Eingaben.
Fazit
Nothing bietet mit dem Phone (3a) und dem Phone (3a) Pro zwei interessante neue Smartphones, die sich sehr ähnlich sind, gleichzeitig aber einiges im Vergleich zu den bisherigen Nothing-Modellen besser machen. Endlich gibt es Telekameras, auch der verlängerte Updatezeitraum ist löblich. Unser erster Eindruck der beiden Smartphones ist gut.
Der Essential Space ist interessant, wenngleich wir – wie bei vielen KI-Anwendungen – ad hoc etwas Probleme haben, Anwendungsszenarien dafür zu finden. Nothing will den KI-Planer in Zukunft noch ausbauen, mal sehen, was dem Hersteller noch einfällt.
Das Nothing Phone (3a) kostet mit 8 GByte RAM und 128 GByte Flash-Speicher 330 Euro, die Version mit 12 GByte Arbeitsspeicher und 256 GByte Flash-Speicher 380 Euro. Das Pro-Modell ist nur in der größeren Speicherversion verfügbar und kostet 460 Euro.
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