Glyph-Interface mit mehr Möglichkeiten

Die Glyph-Rückseite funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die des Phone (1): Bekommen wir einen Anruf oder eine Benachrichtigung, leuchten die LED-Streifen auf der Rückseite in verschiedenen Mustern. Nothing hat die Streifen aufgeteilt und mehr Beleuchtungszonen eingerichtet, das grundsätzliche Muster ist aber gleich geblieben. Insgesamt gibt es jetzt 33 Zonen statt wie vorher zwölf. Gut gefallen uns auch die etwas stärker schimmernden Zierelemente und die an den Rändern abgerundete Rückseite – das Phone (2) liegt dadurch angenehmer in der Hand als sein Vorgänger.

Wir können für bestimmte Apps nicht nur ein Muster festlegen, sondern auch einstellen, dass ein Element so lange leuchtet, bis wir die Benachrichtigung gelesen haben. Durch die größere Anzahl der Beleuchtungszonen, vor allem beim großen Halbkreis in der Mitte, gibt es ebenfalls neue Nutzungsmöglichkeiten.

So können wir beispielsweise einen Timer auf der Rückseite darstellen lassen. Dieser verwendet das rechte Segment des Halbkreises in der Mitte, um die Zeit darzustellen – so wird die Restzeit visualisiert. Entwickler sollen auf diese Art der Hinweise Zugriff erhalten. Uber nutzt das Glyph-Interface bereits, um die Entfernung des bestellten Fahrers darzustellen. Wie beim ersten Nothing Phone wird beim Laden der Akkustand im unteren Leuchtsegment dargestellt.

Schräge Klingeltöne mit dem Glyph-Composer selbst erstellen

Auch beim Phone (2) können wir einstellen, dass sich das Smartphone stummschaltet, wenn wir es auf das Display legen. Dann wird nur noch das Glyph-Interface für Benachrichtigungen verwendet. Nutzer können wie beim Phone (1) zwischen verschiedenen, teilweise sehr ungewöhnlichen Glyph-Klingeltönen samt passender Beleuchtung wählen. Alternativ können wir über den Glyph-Composer auch unseren eigenen Klingelton zusammenbasteln.

  • Das Nothing Phone (2) hat wie das Phone (1) eine halbtransparente Rückseite und das Glyph-Interface. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die LED-Elemente hat Nothing weiter unterteilt, außerdem gibt es mehr Beleuchtungszonen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Leuchtelemente des Phone (2) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die sichtbaren Bauteile hat Nothing so gestaltet, dass sie mehr reflektieren und dadurch stärker im Licht schimmern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auf der Rückseite ist eine Dualkamera eingebaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Launcher von Nothing ist fast komplett in Schwarz-Weiß gehalten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Display des Phone (2) ist 6,7 Zoll groß, das Smartphone liegt dank der abgerundeten Rückseite gut in der Hand. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Rahmen ist aus Aluminium gefertigt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Unser Testgerät ist dunkelgrau, das Phone (2) gibt es auch mit ungetönter Rückseite. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Ränder auf der Rückseite hat Nothing abgerundet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auf dem Sperrbildschirm von Nothing OS können Widgets abgelegt werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Hauptkamera des Phone (2) macht gut belichtete Aufnahmen mit durchschnittlicher Schärfe. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Bildeindruck bei der Superweitwinkelkamera ist sehr ähnlich. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein Teleobjektiv hat das Nothing Phone nicht, die zweifache Digitalvergrößerung ist aber sehr gut nutzbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Bei maximal möglicher zehnfacher digitaler Vergrößerung ist die Bildqualität nicht mehr besonders gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Kamera des Phone (2) hat auch einen Makromodus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein weiteres mit dem Makromodus aufgenommenes Bild (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit der Hauptkamera aufgenommenes Bild (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Die Hauptkamera des Phone (2) macht gut belichtete Aufnahmen mit durchschnittlicher Schärfe. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Auf der Rückseite findet sich neben der auffälligen Beleuchtung eine Dualkamera. Die Hauptkamera hat 50 Megapixel, die Superweitwinkelkamera ebenfalls. Bei der Hauptkamera hat Nothing den Sensor verglichen mit dem Phone (1) ausgetauscht (Sony IMX890), bei der Superweitwinkelkamera kommt wieder Samsungs JN1 zum Einsatz. Standardmäßig macht die Kamera Bilder in 12 Megapixeln, wir können bei beiden Kameras aber auch die vollen 50 Megapixel verwenden.

Die mit der Hauptkamera bei Tageslicht gemachten Bilder haben eine durchschnittliche Schärfe und einen recht hohen Kontrast. Die Bilddynamik ist nicht ganz so ausgeglichen wie etwa bei Googles Pixel-Smartphones. Die Farben sind relativ neutral und nicht zu kräftig, grundsätzlich gehen die Bilder leicht ins Grünspektrum – aber nicht unangenehm.

Der Bildeindruck zwischen Haupt- und Superweitwinkelkamera unterscheidet sich nicht nennenswert. Das Phone (2) hat kein Teleobjektiv, in der Kamera-App wird uns aber eine zweifache Vergrößerung angezeigt. Diese ist digital, aber sehr gut nutzbar – die Qualität finden wir sehr gut. Maximal ist eine zehnfache digitale Vergrößerung möglich; diese eignet sich aber eher nur noch für Dokumentationszwecke.

Volle 50 Megapixel ohne nennenswerte Verbesserung der Schärfe

Interessanterweise bringt die volle Auflösung bei der Hauptkamera keine Verbesserung der Schärfe. Bilder, die wir mit der Superweitwinkelkamera gemacht haben, sind etwas schärfer – der Unterschied ist aber auch nicht besonders groß. Erklären können wir uns das nicht, andere Smartphone-Hersteller erreichen in vergleichbaren Fällen eine wesentlich bessere Schärfe.

Die Frontkamera hat 32 Megapixel und macht ansprechende Selbstporträts. Videos kann das Phone (2) mit bis zu 4K und 60 fps aufnehmen. Die Stabilisierung gleicht auch stärkere Wackler aus. Insgesamt ist die Kamera des Phone (2) durchschnittlich gut. Aus der Masse der Konkurrenten kann Nothing mit der Kamera seines neuen Smartphones nicht hervorstechen.

Der Akku des Phone (2) hat eine Nennladung von 4.700 mAh. Er lässt sich mit maximal 45 Watt aufladen, ein Ladegerät ist im Lieferumfang nicht beigelegt. Drahtlos kann das Smartphone mit bis zu 15 Watt geladen werden, außerdem kann das Phone (2) andere drahtlose Geräte mit maximal 5 Watt aufladen.

Starke Akkulaufzeit

Das Phone (2) hat in unserem Test eine überdurchschnittlich gute Akkulaufzeit gezeigt. Wenn wir Filme mit einer Auflösung von 1080p und 60 fps bei bei maximaler Helligkeit anschauen, hält der Akku gut 17 Stunden durch. Auch bei stärkerer Nutzung reicht der Akku problemlos einen Tag lang aus.

Das Phone (2) unterstützt 5G mit zwei SIM-Karten und Wi-fi 6. Bluetooth läuft in der Version 5.3, ein NFC-Chip ist eingebaut. Der Fingerabdrucksensor sitzt im Display und funktioniert zuverlässig – für unseren Geschmack ist er aber etwas zu weit unten eingebaut.

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 Nothing Phone (2) im Test: Vorne und hinten eine AugenweideNothing Phone (2): Verfügbarkeit und Fazit 
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zZz 16. Jul 2023

Find es ja gut, wenn Medien unterschiedliche Sichtweisen in ihren Reviews vertreten, aber...

Herr Jehmineh64 16. Jul 2023

- dass man "das" ab und zu mal mit zwei "s" schreibt?

Herr Jehmineh64 16. Jul 2023

Cool, man kann also mit einer Hülle das Handy dünner machen? Das ist ja geil! ;-)

interlingueX 15. Jul 2023

Das ist tatsächlich ein Punkt, den ich mit unterschiedlichen Bankangestellten zu...



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