Nothing Phone (1) im Test: Hype mit Substanz

Das Phone (1) von Nothing ist eines der gefragtesten Smartphones des Jahres. Im Test erweist sich das Gerät als gut durchdacht und zeigt wenige Schwächen.

Ein Test von veröffentlicht am
Das Nothing Phone (1)
Das Nothing Phone (1) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Carl Pei ist mit einem Smartphone zurück: Nachdem sich der Oneplus-Mitgründer aus dem Unternehmen zurückgezogen und seine eigene Firma Nothing gegründet hat, ist mit dem Phone (1) das erste Smartphone des Herstellers erschienen. Vor der Veröffentlichung machte Pei das, was in den Anfangstagen von Oneplus schon gut funktioniert hat: einen Hype erzeugen.

Scheibchenweise zeigte Nothing Details des Phone (1), vor allem die LED-beleuchtete Rückseite und die Präsentation auf der Kunstmesse Art Basel haben Eindruck gemacht. Das Einladungssystem, über das sich das Phone (1) kaufen lässt, erinnert stark an Oneplus vor ein paar Jahren. Bei all dem Hype dürften sich viele die Frage gestellt haben: Ist der Rummel berechtigt?

Im Hands-on hat das Phone (1) bereits einen guten Eindruck hinterlassen - nun folgt der ausführliche Test. Dabei zeigt sich, dass Nothing bei den Komponenten zwar nicht das Rad neu erfindet, aber eine sehr gute Mischung aus Hardware und Software bietet. Ganz ohne Schwächen ist das Smartphone aber nicht.

Rückseite ist nicht nur Zierde

Das auffälligste Merkmal des Phone (1) ist die Rückseite mit ihrem Muster aus LED-Streifen und den Einblicken in bestimmte Teile der Technik. Der Schwerpunkt liegt im Design, wirklich viel von den internen Bauteilen ist nicht zu sehen. Dafür sieht ein Teil in der unteren rechten Ecke aus wie ein Elefant - wenn man das einmal bemerkt hat, sieht man es immer wieder.

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Die LED-Streifen bilden die sogenannte Glyph-Beleuchtung, die - bei aller PR rund um das Design - einen Zweck erfüllt. Die insgesamt zehn verschiedenen Beleuchtungsmuster mit passendem Sound und teils sehr starker Vibration können wir verschiedenen Kontakten und Kontaktgruppen zuordnen. So lässt sich recht schnell erkennen, wer einen da gerade anruft - auch wenn das Klingeln und die Vibration deaktiviert sind. Um das Phone (1) schnell stummzuschalten, können wir es einfach auf die Displayseite legen.

  • Das Phone (1) ist das erste Smartphone von Nothing. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die sogenannte Glyph-Rückseite verwendet LED-Muster, um Benachrichtigungen anzuzeigen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Design mit dem Gehäuse aus Aluminium und dem Rahmen um das Display erinnert an ein iPhone. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Display ist 6,55 Zoll groß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Frontkamera ist in einem Loch verbaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite ist eine Dualkamera verbaut, beide Kameras verwenden 50-Megapixel-Sensoren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Rückseite gehört zu den Highlights des Phone (1). (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Phone (1) ist das erste Smartphone von Nothing. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Schade finden wir bei diesem Stummschaltmodus, dass er ein standardisiertes Leuchtmuster mitbringt. Haben wir für unterschiedliche Kontakte verschiedene Klingeltöne und Leuchtmuster eingestellt, werden diese im Glyph-Stummschaltmodus durch das einheitliche Blinken ersetzt. Die einzige Alternative ist, den Modus nicht zu verwenden und das Smartphone manuell auf stumm zu schalten. Drehen wir es dann auf die Rückseite, erstrahlen die LEDs in den von uns gewählten Mustern.

Nothing Phone (1) - 8 GB RAM + 256 GB, Glyph Interface, 50-MP-Dualkamera, Nothing OS, OLED-Display (6,55 Zoll, 120 Hz), weiß

Die Glyph-Beleuchtung kann beim Fotografieren auch als Lichtquelle genutzt werden. Die LED-Leisten erzeugen ein wesentlich weicheres Licht als das Blitzlicht, was in bestimmten Situationen angenehm sein kann. Bei Videoaufnahmen leuchtet übrigens eine kleine rote LED auf der Rückseite, ein schöner Effekt, der an alte Camcorder erinnert.

Die Lichtleiste nahe am USB-C-Anschluss lässt sich als Ladeanzeige verwenden, was wir praktisch finden. Wer die Glyph-Beleuchtung grundsätzlich nicht mag, kann sie übrigens auch komplett deaktivieren. Wer sich nur nachts nicht durch das Blinken stören lassen will, kann sie zeitgesteuert ausschalten. So verwandelt sich das Zimmer bei eingehenden nächtlichen Benachrichtigungen nicht in eine Disko. Die von Nothing angebotene Schutzhülle für das Phone (1) ist übrigens komplett durchsichtig - so sieht man die Glyph-Beleuchtung auch weiterhin.

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Gutes Display, Prozessor nicht aus dem Topsegment 
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Kein Kostverächter 11. Aug 2022 / Themenstart

Wie geagt, ein simpler Übersetzungsfehler: englisch "Portrait" ist auf deutsch je nach...

spitfire_ch 01. Aug 2022 / Themenstart

Danke, bin dazu leider auch etwas zu ungeschickt - aber cool, dass es grundsätzlich...

Steffo 20. Jul 2022 / Themenstart

Wenn du Energiesparen aktivieren musst, dann hast das Smartphone ein Hitzeproblem

debattierer 18. Jul 2022 / Themenstart

Hallo, meinen Sie die zwei herangezoomten Ausschnitte? Ein mal Pixel 6 Pro und ein mal...

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