Nothing Phone (1): Verfügbarkeit und Fazit
Das Nothing Phone (1) ist auf der Webseite des Herstellers, bei T-Mobile und bei zahlreichen Onlinehändlern bestellbar. Die Auslieferung soll ab dem 21. Juli 2022 erfolgen. Das Modell mit 8 GByte Arbeitsspeicher und 128 GByte Flash-Speicher kostet 470 Euro, die Variante mit 8 GByte RAM und 256 GByte Speicher 500 Euro. Das teuerste Modell kommt mit 12 GByte RAM und 256 GByte Speicher und kostet 550 Euro.
Fazit
Nothing hat mit seinem ersten Smartphone Phone (1) sehr viel richtig gemacht. Die Positionierung im Mittelklassesegment halten wir für schlau, da dort eine Menge Smartphones abgesetzt werden. Natürlich ist dafür auch die Konkurrenz stärker, das Phone (1) bietet mit dem minimalistischen Design, der transparenten Rückseite und der Glyph-Beleuchtung aber Alleinstellungsmerkmale.
Manche mögen die Beleuchtung als unnötige Spielerei abtun. Sie leistet aber zwei Dinge: Zum einen gibt sie Nothing die vor allem zu Beginn sehr notwendige Aufmerksamkeit, um sich gegen Konkurrenten durchsetzen zu können. Zum anderen kann die Beleuchtung verwendet werden, um unterschiedliche Nachrichten und Anrufer zu erkennen. Diese Funktion erfüllte bei vielen früheren Smartphones eine Nachrichten-LED, die aus der Mode gekommen ist.
| Nothing Phone (1) | |
|---|---|
| Display | 6,55 Zoll OLED, 2.400 x 1.080 Pixel, 12 Hz, HDR10+ |
| Prozessor | Qualcomm Snapdragon 778G+ |
| Speicher | 8/12 GByte LPDDR5, 128/256 GByte UFS 3.1 |
| Kamera | 50 Megapixel Hauptkamera mit f/1.88 und OIS (Sony IMX766), 50 Megapixel Superweitwinkelkamera mit bis zu 114 Grad Bildwinkel (Samsung Isocell JN1), f/2.2 |
| Frontkamera | 16 Megapixel (Sony IMX471) |
| Akku | 4.500 mAh, Laden mit 33 Watt, drahtlos Laden mit 15 Watt |
| Netzwerk | 5G, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.2 |
| Größe | 159,2 x 75,8 x 8,3 mm |
| Gewicht | 193,5 Gramm |
| Betriebssystem | Android 12 mit drei Jahren Versionsupgrades, vier Jahren Sicherheitsupdates |
| Besonderheiten | Glyph-Beleuchtung auf der Rückseite |
Die restliche Hardware des Phone (1) ist gut, ohne Aufsehen zu erregen. Was uns gefällt, ist die Mischung: Nothing hat bewährte Komponenten zu einem Paket zusammengefügt, das vor allem beim günstigsten Modell interessant ist. Verglichen mit gleich teuren Konkurrenten wie der Mittelklasse von Samsung macht das Phone (1) bessere Bilder, verglichen mit Xiaomi-Smartphones gefällt uns die Bloatware-freie Software bei Nothing wesentlich besser. Dazu kommt das Design des Phone (1), das es so auf dem Markt nicht gibt. Verbessern muss Nothing allerdings noch die Software - vor allem der Bug bei Google Pay nervt.
Natürlich lässt sich darüber streiten, ob einem die Glyph-Beleuchtung und die Rückseite des Phone (1) gefällt. Nothing hat allerdings das gemacht, was viele andere, deutlich größere Hersteller seit einigen Jahren nicht getan haben: Der Anbieter hat einem Smartphone in klassischer Bauart einen wirklichen Wiedererkennungswert gegeben. Dieser wird sicherlich Liebhaber finden - so ein Hype wie der ums Phone (1) entsteht schließlich auch und gerade deshalb, weil sich Leute dafür begeistern.
Mit dem Phone (1) folgt Nothing seiner bisherigen Designphilosophie, die bereits bei den Kopfhörern Ear (1) zu sehen gewesen ist. Es bleibt abzuwarten, was Nothing noch einfällt - das Phone (1) ist in jedem Fall ein gelungenes Smartphone-Erstlingswerk.
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