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Die Nothing-Steuerung begeistert einfach

Besonders angetan sind wir von dem als Roller bezeichneten klickbaren Drehrad. Mittels Drehbewegungen justieren wir die Lautstärke bequem und können so auch große Änderungen vornehmen. Viel besser lässt sich eine Lautstärkeregelung an einem Kopfhörer kaum umsetzen.

Ein Druck hält die Musikwiedergabe an oder setzt sie fort; längeres Drücken wechselt zwischen ANC- und Transparenzbetrieb. Direkt darunter befindet sich die Paddle-Taste, um zwischen Songs zu wechseln oder darin zu spulen. Letzteres funktioniert leider nicht in allen Musik-Apps. Dennoch können wir damit alles rund um die Musik komfortabel steuern. Die Paddle-Taste dient auch zur Anrufsteuerung.

Aufgrund der Tastensteuerung lässt sich der Kopfhörer vorzüglich auch mit Handschuhen steuern. Bei Modellen mit einer Sensorsteuerung ist das nicht unbedingt möglich. Uns fehlt am H1 Pro eigentlich nur die praktische Sony-Handauflegegeste zur vorübergehenden Aktivierung des Transparenzmodus.

Gelungene Tastensteuerung am Headphone (1) Pro

Die Kopplungstaste ist weiterhin auf der Innenseite der rechten Hörmuschelseite, aber jetzt nach oben gewandert. Die Position der Außentaste ist geblieben, weiterhin lässt nur sie sich anders belegen. Aus unserer Sicht ist folgende Belegung besonders praktisch: die ANC-Steuerung mit einem Tastendruck und eine Mikrofonsteuerung für Telefonate.

Alternativ können wir einen digitalen Assistenten aufrufen oder eine Smartphonekamera auslösen. Dafür muss die Kamera-App aktiv geöffnet sein. Die beiden Optionen Räumliches Audio und Equalizer-Voreinstellungen wurden entfernt. Als weitere Neuerung gibt es an der Innenseite der linken Hörmuschel einen Schiebeschalter, um die Funktion Flat EQ zu aktivieren. Damit wird ein möglichst neutrales Klangbild eingestellt und die üblichen Equalizer-Einstellungen werden ergänzt.

Generell kennt der Nothing-Kopfhörer keine Sprachbefehle, sondern quittiert Befehle mit Signaltönen, die sich nicht abschalten lassen. Die akustischen Signale bei der Umschaltung zwischen ANC-Modus und Transparenzbetrieb sind sehr gelungen, weil sie eindeutig sind. Daran könnten sich viele andere Hersteller orientieren, die das nicht so gut hinbekommen. Leider gilt das nicht für die Mikrofonumschaltung, die eher uneindeutig ist, wie bei anderen Kopfhörern.

Trageerkennung miserabel umgesetzt

Das neue Modell hat wieder eine Trageerkennung, die zwar minimal korrigiert wurde, aber weiterhin nicht praxistauglich ist. Die Musik pausiert bei Abnahme und läuft nur weiter, wenn wir den Kopfhörer nach spätestens drei Minuten wieder aufgesetzt haben. Zum Vergleich: Sony-Kopfhörer haben dafür nicht so kurze Fristen.

Nothing verbesserte die ANC-Leistung für den H1 Pro massiv. Damit gehört der Kopfhörer zum absoluten Spitzenfeld, während der H1 lediglich im gehobenen Mittelfeld liegt. Den H1 Pro können wir wie die Sony-Spitzenmodelle auch dazu nutzen, um in lauten Umgebungen für konzentriertes Arbeiten möglichst viel Stille zu erzeugen. Auffällig: Der H1 Pro benötigt immer ein paar Sekunden, bis die maximale ANC-Leistung erreicht wird. Das stört zwar im Alltag kaum, fällt aber auf.

Nothing-Kopfhörer unterdrückt sehr viel Krach

Dabei wird der Krach der Umgebung deutlich verringert, die Nothing-Neuvorstellung kann sogar Stimmen wirksam reduzieren, was viele andere ANC-Produkte in der Intensität nicht schaffen. Wenn uns das Gerede von anderen stört, müssen wir uns nicht mit Musik ablenken, sondern können die Geräuschkulisse so leise bekommen, dass es nicht mehr ablenkt. Wir vergleichen die ANC-Leistung immer ohne Musikzuspielung, um die Unterschiede bemerken zu können.

Wer bisher keinen Kopfhörer mit einem so leistungsfähigen ANC getragen hat, kann das anfangs ungewohnt finden und muss sich womöglich erst an die Stille darunter gewöhnen. Positiv: Die ANC-Umschaltung verändert den Klang nicht, und der ANC ist rauschfrei.

Nothing integriert sehr wirksame Maßnahmen gegen pfeifende Windgeräusche. Das Ergebnis ist so gut wie beim WH-1000XM6 und damit im Spitzenfeld. Besonders angenehm: Wir müssen nichts einstellen, alles passiert automatisch. Schade, dass der H1 Pro nicht so frei von Schritthall ist wie die Sony-Konkurrenz. Bei uns dröhnt es beim Herumlaufen im Kopf, das kann bei anderen aber auch weniger schlimm sein.

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Immerhin reduzierte sich der ANC-Schritthall im Vergleich zum H1, und im Transparenzmodus gibt es beim H1 Pro im Unterschied zum H1 keinen mehr. Der H1 hat im Transparenzmodus mit enormen Windgeräuschen zu kämpfen und ist in diesem Modus draußen so gut wie unbenutzbar.

Die Anti-Windgeräuschtechnik des ANC-Betriebs des H1 Pro funktioniert auch im Transparenzmodus und liegt ebenfalls auf dem vorzüglichen Niveau des WH-1000XM6.


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