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Nothing Ear (3a) klingen toll und überzeugen auch sonst

In den Ear (3a) verwendet Nothing wie beim Ear 3 einen 12-mm-Treiber. Das führt bei beiden zu einer guten Klangqualität, die sich in Nuancen unterscheidet. In Musikstücken ohne enormen Tiefbassanteil klingen die Ear 3a etwas wärmer, weil der Bassbereich stärker als bei den Ear 3 betont wird. Beide liefern einen dynamischen Mittenbereich sowie gut betonte Höhen und schaffen im Tiefbassbereich eine Menge.

Erfreulich: Wie bei den Ear 3 gibt es auch bei den Ear (3a) keine Probleme mit Schritthall. Wir können beim Spazierengehen Musik hören, ohne dass jeder Schritt als dumpfes Auftreten im Ohr zu hören ist.

Bei den Ear (3a) bekommen wir auch bei abgeschaltetem ANC-Betrieb oder im Transparenzmodus das gleiche Klangbild; mit den Ear 3 verschlechtert sich der Klang, wenn wir sie nicht im ANC-Modus verwenden. Das ist ein enormer Vorteil für die Ear (3a) und weiterhin einer der großen Nachteile der Ear 3.

Spatial Audio liefert schwache Ergebnisse

Wie die Ear 3 bieten die Ear (3a) Spatial Audio. Dabei wird Stereomaterial nachträglich per Softwareanpassungen in ein 3D-Klangbild verwandelt. Anders als beim Headphone 1 von Nothing gibt es bei den Ear (3a) kein Head-Tracking, um Kopfbewegungen zu registrieren. Der Hersteller begründet das mit Platzproblemen in den Hörstöpseln.

Durch Spatial Audio sollen Songs so klingen, als wären sie für Dolby Atmos aufgenommen. Im Spatial-Audio-Modus klingen viele Musikstücke hohler und halliger, der Gesang verliert meist an Präzision, das gefällt uns nicht. Bei Filmen, etwa in Actionszenen, funktioniert es besser, dass die Räumlichkeit etwas zunimmt.

Gute ANC-Leistung und guter Transparenzmodus

Bei der aktiven Geräuschunterdrückung schneiden die Ear (3a) so ab wie die Ear 3 und liegen damit im guten Mittelfeld. Die ANC-Leistung genügt, damit Musik in lauten Umgebungen nicht lauter gestellt werden muss. Im ANC-Betrieb gibt es kein Grundrauschen, und Windgeräusche werden draußen wirksam unterdrückt. Das ist vorbildlich und längst noch keine Selbstverständlichkeit.

Der Transparenzmodus klingt angenehm natürlich, auch in diesem Modus gibt es bei moderatem Wind keine Pfeifgeräusche, das ist beides längst nicht üblich. Als kleine Einschränkung gibt es beim Ear (3a) ein leises Grundrauschen, das aber verschwindet, wenn wir telefonieren oder Musik hören.

Sehr gelungen finden wir die akustische Rückmeldung, wenn wir zwischen ANC- und Transparenzmodus wechseln. Letzterer wird durch ein Hauchen signalisiert und ist so eindeutig wie bei keinem anderen ANC-Produkt, das ebenfalls Signaltöne zum Moduswechsel nutzt.

Die Ear (3a) sind optisch nicht von den Ear 3 zu unterscheiden, und beide sitzen bei uns angenehm und fest im Ohr. Wir können sie mehrere Stunden tragen, ohne dass es unangenehm wird, was auch daran liegt, dass sie mehr ins Ohr gehangen als gedreht werden. Wie beim Ear 3 gibt es auch beim a-Modell vier Aufsätze, so dass sie in mehr Ohren passen sollten. Beim Finden des passenden Aufsatzes hilft ein praktischer Tragetest in der App.

Tolle Sprachqualität

Die Nothing-Stöpsel sind mützentauglich: Es gibt fast keine Schabgeräusche, und sie werden nicht unangenehm ins Ohr gedrückt. Außerdem können wir mit den Ear (3a) im Ohr auf einem Kissen auf der Seite liegen, ohne dass es schmerzt.

Die Ear (3a) erreichen eine tolle Sprachqualität in allen möglichen Situationen, dabei werden Windgeräusche wirksam unterdrückt. Beim Telefonieren in einer lauten Umgebung gibt es anfangs beim Sprechen ein kurzes Störgeräusch und eine minimale Verschlechterung der Sprachqualität. Aber abgesehen davon werden Umgebungsgeräusche wirksam unterdrückt.

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Gelungene Steuerung

Wie bei den ANC-Stöpseln von Nothing üblich, gibt es eine Drucktastensteuerung im Stiel, so dass auch eine Bedienung mit Handschuhen möglich ist. Nothing ist damit einer der wenigen Hersteller, die auf eine Sensorsteuerung verzichten. Das a-Modell kennt fünf Gesten, wobei sich die Hauptgesten Einfachtipp und Doppeltipp auch beim neuen Modell nur stark eingeschränkt anpassen lassen.

Mehr Anpassungsmöglichkeiten gibt es für die Gesten, bei denen der Tastenbereich gedrückt gehalten werden muss. Dafür gibt es eine Lautstärkeregelung und eine Mikrofonstummschaltung, so dass wir erfreulicherweise alle wichtigen Funktionen ohne Griff zum Smartphone steuern können. Leider ist schwer zu erkennen, wenn das Mikrofon ausgeschaltet ist.

Ohrerkennung bringt nicht viel

Die Ear (3a) haben eine Ohrerkennung, die noch immer nicht überzeugt. Sobald wir einen oder beide Stöpsel aus dem Ohr nehmen, wird die Musikwiedergabe unterbrochen und fortgesetzt, sobald wieder beide Stöpsel im Ohr sind. Allerdings dürfen sie nicht länger als drei Minuten aus dem Ohr raus sein, dann wird die Musikwiedergabe nicht fortgesetzt. Das ist eine für uns unnötige und unpraktische Beschränkung.

Die Ear (3a) arbeiten mit Bluetooth 6.0 und unterstützen die Bluetooth-Codecs SBC, AAC und den HD-Codec LDAC. Mittels Bluetooth-Multipoint können die Stöpsel an zwei Geräten parallel verwendet werden, um nahtlos zwischen den Geräten zu wechseln. Wir können die App sogar auf beiden Geräten nutzen, was andere Hersteller nicht erlauben. Die Stöpsel sind gemäß IP54 gegen Spritzwasser und Staub geschützt.

Ear (3a) hat eine tolle App

Zur Konfiguration der Ear (3a) gibt es Nothings X-App für Android und iOS. Diese benötigt weder eine GPS-Aktivierung noch ein Nutzerkonto, ist schnell gestartet und verbindet sich zügig mit den Stöpseln. Das alles ist nicht selbstverständlich und daher lobenswert.

Die App ist gut strukturiert. Wir können den Klang mittels Equalizer samt mehrerer Voreinstellungen anpassen und bei Bedarf einige Funktionen abschalten. Firmwareupdates können auch manuell vorgenommen werden und sind rasch innerhalb weniger Minuten installiert. Generell wird der Ladestand von Stöpseln und Ladeetui in Fünferschritten angezeigt, eine größere Genauigkeit gibt es nicht.

Ear (3a) bieten eine gute Akkulaufzeit

Die Ear (3a) sollen mit einer Akkuladung bei aktiviertem ANC sechs Stunden durchhalten, was ein sehr guter Wert ist. Leere Stöpselakkus müssen zehn Minuten geladen werden, um sie wieder eine Stunde nutzen zu können.

Das Ladeetui kann die Stöpselakkus dreimal aufladen, so dass sich eine Gesamtakkulaufzeit von 25 Stunden ergibt. Das Etui hat einen USB-C-Anschluss, drahtlose Ladetechnik gibt es nicht. Das ist aber in Anbetracht des Preises absolut akzeptabel. Das Etui ist ebenfalls nach IP54 gegen Spritzwasser sowie Staub geschützt.

Der Umgang mit dem Ladeetui und die Größe sind angenehm. Das Etui punktet mit einer Drei-Segment-LED, die den Ladestatus genauer als bei anderen Nothing-Stöpseln anzeigt.


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