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Notebooks: Stabile SSD-Größe durch Knappheit bei NAND-Flash

Notebook-Hersteller werden die SSD-Kapazitäten aufgrund steigender Preise für NAND-Flash nicht ausbauen können.
/ Robert Kern
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Eine Samsung 960 Evo im M.2-Format (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Eine Samsung 960 Evo im M.2-Format Bild: Martin Wolf/Golem.de

Die Marktforscher von Dramexchange(öffnet im neuen Fenster) berichten von steigenden SSD-Preisen für Notebook- und PC-Hersteller. Zwischen 12 und 16 Prozent liege der Preisanstieg im ersten Quartal 2017 gegenüber dem vierten Quartal des Vorjahres. Für das folgende Quartal soll die Preissteigerung moderater ausfallen.

Betroffen seien MLC-Speicherchips (Multi Level Cell, 2 Bit pro Zelle) im Allgemeinen, für TLC (Triple Level Cell) reicht die Spanne der Mehrkosten von 10 bis 16 Prozent, was PC-Hersteller an die Grenze für eingeplante SSD-Kosten bringe und eine Steigerung der Kapazitäten unwahrscheinlich erscheinen lasse.

Sinkende Stückzahlen, gesteigerter Bedarf

Sowohl PC- als auch Smartphone-Hersteller zeigen eine starke Nachfrage für die Speicherchips. Deren Hersteller allerdings haben die Verfügbarkeit vom planaren 2D-MLC-NAND durch den Wechsel zum aufwendiger zu fertigenden, vertikal geschichteten 3D-TLC-NAND drastisch reduziert. Der Preisanstieg fiele daher bei den Chips mit 2 Bit pro Zelle auch gravierender aus.

In diesem Jahr sollen dreiviertel aller Consumer-SSDs auf dem günstigeren TLC-NAND basieren, deren Produktion als 3D-NAND jedoch teurer wird als die von planaren Speicherzellen.

Samsung führend im SSD-Markt

Die Stückzahlen für 2D-NAND-MLC-SSDs sinken rapide, die planaren NAND-Flash-Zellen sollen nur noch in High-End-SSDs mit PCIe-Schnittstelle zu finden sein. Die Adoption der Schnittstelle soll ebenfalls auf 25 Prozent ausgebaut werden, SATA-III-Interfaces sollen 2017 aber noch die Mehrheit ausmachen. Im 3D-NAND-Segment, was höhere Kapazitäten auf weniger Chipfläche bedeutet, ist Samsung noch immer führender Hersteller. Mit V-NAND (Vertical) begann das südkoreanische Unternehmen 2013 die Massenproduktion.

Der Einsatz von SSDs wird für 45 Prozent aller Notebooks prognostiziert (Q4 2016: 35-36 %), deren übliche Kapazitäten sollen jedoch bei 128 GByte und 256 GByte verharren. Die Versorgungslücke verursache im ersten Quartal 2017 zudem einen Rückgang der insgesamt verkauften SSDs um 7 bis 8 Prozent, nachdem sie im vorangegangen Quartal um 2 bis 3 Prozent auf 33,2 Millionen Stück anwuchsen. Diese Stückzahl beinhalte sowohl die OEM-Varianten für Notebooks als auch Desktop-SSDs für Endkunden.


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