Notebooks: HP ruft wegen Brandgefahr Millionen Netzteilkabel zurück

Hewlett-Packard (HP) hat eine Rückrufaktion für Netzteilkabel bekanntgegeben. Wie der US-Computerhersteller am Abend des 26. August 2014 erklärte(öffnet im neuen Fenster) , sei die "weltweite, freiwillige Rückruf- und Austauschaktion in Zusammenarbeit mit verschiedenen staatlichen Aufsichtsbehörden" erfolgt.
Betroffen seien Kabel an HP- und Compaq-Notebooks und Mininotebooks sowie Dockingstations, deren Stecker an der Netzteilanschlussseite des Kabels die Markierung LS-15 haben. "Bei diesen Netzkabeln besteht die Möglichkeit einer Überhitzung und dadurch eine Feuer- und Verbrennungsgefahr" , erklärte Hewlett-Packard.
Angaben dazu, wie viele Netzteilkabel betroffen seien, machte Hewlett-Packard nicht. Die Verbraucherschutzorganisation CPSC (Consumer Product Safety Commission) erklärte(öffnet im neuen Fenster) , dass allein in den USA und Kanada sechs Millionen Kunden betroffen seien. In den USA betreffe der Rückruf rund 5,6 Millionen, in Kanada annähernd 450.000 Netzteile.
Hewlett-Packard habe laut den Angaben der Behörde 29 Berichte erhalten, nach denen Kabel überhitzt, geschmolzen oder verkohlt seien, was in zwei Fällen leichte Verbrennungen und 13-mal geringfügigen Sachschaden verursacht habe, erklärte die US Consumer Product Safety Commission. Die Kabel, die von einem chinesischen Hersteller stammen, seien in der Zeit von September 2010 bis Juni 2012 verkauft worden.
Die Behörde forderte die Verbraucher auf, die Kabel nicht mehr zu nutzen und beim Hersteller kostenlosen Ersatz anzufordern. HP-Sprecherin Eleonore Körner erklärte Golem.de, dass ihr keine Angaben darüber vorliegen, wie viele Kunden in Deutschland von der Rückrufaktion betroffen sind.