Warum der T430 - und mit welchen Modifizierungen?

Im Laufe der Jahre habe ich mich von den verschiedensten Modifizierungen inspirieren lassen, die den Menschen bei /r/thinkpad so eingefallen sind. Eine kurze Übersicht als Inspirationsquelle lässt sich im definitiven Modifizierungshandbuch für das T430 finden.

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Um dieses Gerät auch heute brauchbar zu machen, sind zumindest Upgrades von CPU, RAM und SSD erforderlich.

Hier eine Liste der Upgrades, die ich vorgenommen habe:

  • CPU-Upgrade auf den Quad-Core-Prozessor Intel i7-3820QM (45W TDP).
  • RAM-Upgrade auf einen DDR3-Speicher mit 16 Gigabyte.
  • Speicher: 250 Gigabyte mSATA für das Betriebssystem, zwei SATA-SSD mit einem Terabyte für Daten, für die Umsetzung ein HDD-Caddy, der das optische Laufwerk ersetzt.
  • Neuer Akku eines Drittanbieters mit neun Zellen. Damit habe ich unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Der, den ich jetzt habe, scheint ausreichend.
  • Ich habe den Kühlkörper und die Lüfterbaugruppe durch eine Baugruppe mit einem Delta-Lüfter (FRU 04W3270) ersetzt. Diese ist leiser und ohne die hohen Heulgeräusche, die der Toshiba-Lüfter von sich gibt.
  • In einer bestimmten Phase habe ich eine externe Grafikkarte über den ExpressCard34-Slot angeschlossen.
  • Und 1vyrain installiert, um ärgerliche Einschränkungen wie die WLAN-Whitelist loszuwerden.
  • Ich habe bei meiner WLAN-Karte ein Upgrade auf Intel Wireless-AC 7260 vorgenommen.

  • Delta-Lüfter (oben) im Vergleich zum ärgerlich lauten Toshiba-Lüfter (unten) (Bild: Herman Õunapuu)
  • eGPU-Set-up, das ich 2017 mit erstaunlich guten Ergebnissen genutzt habe (Bild: Herman Õunapuu)
  • Mein Thinkpad T430 in voller Pracht (Bild: Herman Õunapuu)
Delta-Lüfter (oben) im Vergleich zum ärgerlich lauten Toshiba-Lüfter (unten) (Bild: Herman Õunapuu)
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Dann gibt es ein paar Dinge, an denen ich noch herumtüfteln möchte:

  • Ich will das Display durch ein kompatibles 1600x900-Panel mit besserer Bildqualität ersetzen. Der aktuelle Bildschirm ist schrecklich.
  • Dann will ich noch was Lustiges mit dem ExpressCard34-Slot anfangen. Eigentlich gibt es den SSD-Adapter von thinkmods.store für ExpressCard34, aber den habe ich noch nirgends zu kaufen gefunden.

  • Delta-Lüfter (oben) im Vergleich zum ärgerlich lauten Toshiba-Lüfter (unten) (Bild: Herman Õunapuu)
  • eGPU-Set-up, das ich 2017 mit erstaunlich guten Ergebnissen genutzt habe (Bild: Herman Õunapuu)
  • Mein Thinkpad T430 in voller Pracht (Bild: Herman Õunapuu)
eGPU-Set-up, das ich 2017 mit erstaunlich guten Ergebnissen genutzt habe (Bild: Herman Õunapuu)

Mit diesen Modifizierungen fühlt sich das Gerät wieder wie ein brauchbarer Laptop an.

Aber warum?

Die Gründe, warum ich wieder zum T430 zurückgekehrt bin, sind relativ einfach:

  • Hohe Qualität: Das Gerät hat einen blöden Sturz überlebt und überlebt wahrscheinlich auch noch weitere.
  • Die CPU-Leistung ist unter Dauerlast ungefähr gleich wie beim T480.
  • Es gibt keine dedizierte Grafikkarte, die wertvollen Platz einnimmt und Strom verbraucht.
  • Die Lebensdauer des Akkus mit neun Zellen ist bei realen Szenarien vergleichbar mit dem oder sogar besser als beim T480.
  • Absurde Speicherkonfigurationen wie Dual- oder Triple-Boot-Systeme, RAID1-Set-ups, mehr als 16 Terabyte SSD - auf diesem alten Laptop ist alles möglich!
  • Ordentliche Auswahl an Anschlüssen, darunter VGA und Gigabit-Ethernet.
  • Docking-Stationen gibt es so richtig billig, teilweise sind sie für unter 10 Euro (gebraucht) erhältlich.
  • Ich habe jede Menge ältere Ladestecker für Lenovo, aber nur ein Lenovo-Ladegerät für USB-C. Ich wollte nicht noch mehr Ladegeräte kaufen, wo ich doch schon viele gut funktionierende hatte.

Aber es gibt natürlich auch Nachteile:

  • Kein HDMI: Damit das funktioniert, brauche ich einen Adapter von Mini-Displayport auf HDMI.
  • Kein USB-C: Das könnte ein Problem darstellen, wenn die Arbeitsumgebung für diesen Standard optimiert ist.
  • Das Gerät wird heiß, hat aber keinen so guten Hitzeschutzmechanismus auf dem Chip wie der T480. Deshalb habe ich 2018 diese spezielle Software geschrieben.

Diese Nachteile sind aber in keiner Weise mit der Unzuverlässigkeit zu vergleichen, die ich mit dem T480 erlebt habe. Einmal ist mir die Tastatur kaputt gegangen. Das Motherboard musste zweimal ausgetauscht werden, einmal wegen Ladeproblemen und das andere Mal wegen zufällig auftretender Systemabstürze und Bildschirmfehler.

Lenovo ThinkPad E14 G4 - 14" FHD, Ryzen 5 5625U, 8GB RAM, 256GB SSD, Win11 Pro

Abschließendes Urteil

Ich nutze dieses Set-up jetzt seit einer Weile und es passt überraschend gut. Ja, wenn ich Java-Projekte in IntelliJ öffne, wird alles langsam, und wenn ich eine Desktopaufzeichnung mit OBS mit annehmbarer Leistung vornehmen will, muss ich meine Bildschirmauflösung auf 720 Pixel verringern. Ich kann natürlich nicht erwarten, dass auf diesem Computer alles super funktioniert. Aber für einen Rechner, der vor fast zehn Jahren auf den Markt kam, hält er noch erstaunlich gut mit.

Ich möchte an dieser Stelle Intel dafür danken, dass dies möglich ist. Die Stagnation bei CPU-Innovationen zwischen 2012 und 2017 hat dazu geführt, dass auch Anfang 2022 vier Kerne für einen preisgünstigen Prozessor noch ausreichen. Anderenfalls wäre mein Laptop inzwischen wahrscheinlich nicht mehr zu gebrauchen.

Dieser Beitrag ist inspiriert von diesem Artikel im Low-tech Magazine, dessen Lektüre ich ebenfalls sehr empfehlen kann.

Herman Õunapuu ist ein estnischer Softwareentwickler. Sein Blog findet sich hier.

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 Notebook: Warum ich jetzt wieder ein Thinkpad von 2012 nutze
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DJravingMonkey 12. Sep 2022 / Themenstart

Ich bin vor fast zwei Jahrzehnten auf Z Books (damals Elitebook XXXXw) gekommen und bin...

Lachser 11. Sep 2022 / Themenstart

Ich hatte lange ein T430 und das war für die damalige Zeit echt gut. Irgendwann wurde...

freekymachine 11. Sep 2022 / Themenstart

Schön zu lesen. Persönlich mag ich alles nach dem T61p nicht mehr, halt kein IBM mehr...

Skaalian 11. Sep 2022 / Themenstart

Tja...andere können es. Sie auch? Wenn ich mir das OS Bashing so durchlese, sind Sie...

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