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Notebook Prozessoren: Intel zeigt Meteor Lake mit On-Package-Memory

In Notebooks zählen Effizienz und platzsparendes Design mehr als anderswo. Intel geht dabei einen Weg, der uns bekannt vorkommt.
/ Martin Böckmann
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Ein Quad-Tile Meteor-Lake-Prozessor mit On-Package-LPDDR5X von Samsung (Bild: Intel)
Ein Quad-Tile Meteor-Lake-Prozessor mit On-Package-LPDDR5X von Samsung Bild: Intel

Intel hat am Rande einer aktuellen Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) zum Advanced Packaging einen Meteor-Lake-Prozessor gezeigt, auf dem zwei Samsung-LPDDR5X-Chips verbaut sind. Ähnlich dem Aufbau von Apple-Prozessoren ist der Speicher direkt auf dem Substrat der CPU verbaut und nicht auf dem Mainboard oder in extra Slots.

Kompaktes Packaging bringt gleich mehrere Vorteile. Zum einen ermöglicht die Bauform deutlich kleinere Mainboards, da kein Platz mehr für Speicherchips benötigt wird. Auch die Komplexität der Platine ist dadurch geringer, was weitere Kosten spart. Die Signalverarbeitung bei besonders kurzen Distanzen braucht außerdem weniger Strom.

Wichtig dürfte besonders für die Grafikeinheit die höhere Durchsatzrate sein. Der gezeigte LPDDR5X(öffnet im neuen Fenster) -7500 soll 120 GByte pro Sekunde schaffen, was mit extern verbautem Speicher in Notebooks bisher nicht möglich ist. Hauptgrund ist die abnehmende Signalqualität mit höherer Distanz, die solch hohe Frequenzen verhindert.

Speicher kann nicht mehr ausgetauscht werden

Desktop-Mainboards, die solche Geschwindigkeiten offiziell unterstützen, besitzen deshalb meistens nur zwei Speicherslots, die zudem sehr nahe am CPU-Sockel verbaut sind. Durch die kurzen Signalwege können dann ebenfalls hohe Speichertaktraten erreicht werden. 120 GByte/s schaffen auch im Desktop-Bereich nur die schnellsten Speicherkits.

Nachteile gibt es allerdings auch, der größte dürfte gerade aus Kundensicht die fehlende Modularität sein. Der Speicher lässt sich später nicht austauschen oder erweitern, was gerade bei Apple Notebooks ein häufiger Kritikpunkt ist. Es bleibt daher abzuwarten, ob und in welchem Umfang Notebook-Hersteller On-Package-Arbeitsspeicher nutzen werden.


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