Notebook: Eine zweite Chance für ein 2007er Macbook Pro

"Du kannst doch sicher noch was damit anfangen?" Mit dieser Frage überreicht mir die Familie gern ihren Elektroschrott, diesmal ein Macbook Pro von 2007. Die Antwort: aber ja!

Artikel von Udo Pütz veröffentlicht am
Ja, es ist ein altes Macook - aber deswegen muss man es doch nicht gleich wegwerfen.
Ja, es ist ein altes Macook - aber deswegen muss man es doch nicht gleich wegwerfen. (Bild: Udo Pütz)

Als der IT-Berater in der Familie habe ich schon öfter einen älteren Rechner bekommen. Kürzlich wurde mir von der werten Verwandtschaft ein richtiges Schätzchen überlassen: ein Macbook Pro von 2007 - mit 4 GB RAM und einem Core2-Duo-Prozessor ("Ich würde es wegschmeißen, aber du kannst es doch sicher noch brauchen, oder?").

Selbst wenn man sonst am Puls der Zeit ist und über Apples M1 und die Intelschen Seen Bescheid weiß, drängt sich die Frage auf: Was soll ich damit? Kann ein so altes Macbook auch heutzutage noch sinnvoll genutzt werden?

Tl;dr: Ja, es kann, bei der entsprechenden Aufgabenstellung.

Software im grün-grauen Sicherheitsbereich

Alt mag die Hardware sein, sie ist aber trotzdem noch schick. Als erstes stellt sich die Frage, welches Betriebssystem noch darauf laufen kann. Nach etwas Recherche stelle ich fest: Wäre es das Macbook Pro (MBP) von 2008, hätte man es mit einigen Tricks mindestens bis zu Catalina (MacOS 10.15) hochbringen können. So ist leider bei OS X 10.11 (El Capitan) Schluss. Das Betriebssystem MacOS ist damit auf dem Stand von 2015, das letzte Sicherheitsupdate von 2018. Es ist also alt, aber (in Grenzen) nutzbar.

  • Macbook Pro 3,1 (Bild: Udo Pütz)
  • Aufruf der Schlüsselbundverwaltung (Screenshot: Udo Pütz)
  • Das heruntergeladene isrgrootx1.pem wurde in den "System"-Teil gezogen. (Screenshot: Udo Pütz)
  • Den Status des gerade eingefügten Zertifikats auf "immer vertrauen" ändern. (Screenshot: Udo Pütz)
  • Jetzt wird dem Zertifikat für alle Anwendungen, also Browser, Betriebssystem etc. immer vertraut. (Screenshot: Udo Pütz)
Macbook Pro 3,1 (Bild: Udo Pütz)
Stellenmarkt
  1. (Senior) ABAP-Entwickler (w/m/d)
    ITARICON Gesellschaft für IT-Architektur und Integrationsberatung mbH, Dresden (Home-Office möglich)
  2. Java-Entwickler / Software Developer, z. B. Informatiker / Fachinformatiker (w/m/d)
    emsys VPP GmbH, Oldenburg
Detailsuche

Wenn man aktuelle Programme verwendet, befindet man sich sicherheitstechnisch in einem grün-grauen Bereich, weil es eben keine aktuellen Sicherheitsupdates für das Betriebssystem gibt. Hauptsächliche Einfallstore für Schadsoftware sind der Browser, E-Mails oder heruntergeladene Programme.

Wenn der Browser oder das Mailprogramm, obwohl sie selbst aktuell sind, eine unsichere Funktion des Betriebssystems verwenden (zum Beispiel um Bilder darzustellen), dann kann das ein Problem sein. Macs sind in dieser Hinsicht zwar nicht unbescholten, aber generell eher selten betroffen. Daher grün-grau.

2022 Apple MacBook Pro Laptop mit M2 Chip

Wenig Auswahl beim Browser

Die Basis fürs Surfen im Internet ist der Browser. Nur: Mit dem integrierten Safari (11) von 2015 ist heute nicht mehr so viel anzufangen, zumal sich Safari schwertut mit modernen Standards (WebP, WebM, AV1, TLS 1.3). Daher muss ein anderer Browser installiert werden.

Browserhersteller gibt es viele: Google mit seinem Chrome, Microsoft mit Edge, Mozilla mit Firefox, Opera, Brave, Apple mit Safari und diverse kleinere Browser. Leider sieht die Vielfalt nur oberflächlich gut aus. Der Kern der Browser, welcher die Webseiten darstellt, ist nicht so vielfältig: Da gibt es nur noch drei Kern-Hersteller: Google mit dem Renderer-Kern Blink, Mozilla mit Gecko und Apple mit Webkit.

Fast alle Browser nutzen Blink: Google, Microsoft für Edge, Opera, Brave und so weiter. Deren gesammelte Marktanteile kommen zusammen auf über 80 Prozent. Firefox gibt es immerhin noch auf fast allen Betriebssystemen, Desktops wie Handys. Safari nur noch auf Macs und iOS.

Für OS X 10.11 gibt es keinen Firefox mehr, dessen Anforderung an das Betriebssystem beginnt bei 10.12. Da Safari nur in der alten Version vorhanden ist, bleiben die besagten Chromium-Varianten Edge, Opera, Chrome (vielleicht in der von Google-Diensten entschlackten Version Ungoogled-chromium oder Nischenbrowser wie Roccat.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
HTTPS: Zertifikat mit Hilfe der Kommandozeile erneuern 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6.  


gan 20. Jun 2022 / Themenstart

Und auch jede Malware, die Interesse hat, darauf zu laufen. Mit einem supportetem...

gan 20. Jun 2022 / Themenstart

Und Pegasus un Co. laufen auch problemlos.

Das Original 17. Jun 2022 / Themenstart

ob und was man mit einem alten rechner noch machen kann, hängt immer nur von der...

robos 14. Jun 2022 / Themenstart

NVidia-legacy-340 (meint meine Suchhistorie bei packages .ubuntu .com) ist schon länger...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Klima-Ticket
Bund plant Nachfolger für Neun-Euro-Ticket

Das Neun-Euro-Ticket könnte als Klimaticket weiterlaufen. Das geht aus einem Vorschlag für ein neues Klimaschutzsofortprogramm hervor.

Klima-Ticket: Bund plant Nachfolger für Neun-Euro-Ticket
Artikel
  1. Vitali Klitschko: Zweifel an Giffeys Deepfake-These
    Vitali Klitschko
    Zweifel an Giffeys Deepfake-These

    Die Berliner Staatskanzlei spricht von einem Deepfake beim Gespräch zwischen Bürgermeisterin Franziska Giffey und dem falschen Klitschko. Nun gibt es eine neue These.

  2. Feuerwehr: E-Auto-Brand zerstört Haus - Photovoltaik erschwert Löschen
    Feuerwehr
    E-Auto-Brand zerstört Haus - Photovoltaik erschwert Löschen

    Feuerwehrleute in Hessen hatten Probleme, einen Elektroauto-Brand, der auf ein Wohngebäude übergriff, zu löschen. Auf dem Dach befand sich Photovoltaik.

  3. Studie VW ID.Aero vorgestellt: Elektrischer Passat soll 620 km weit kommen
    Studie VW ID.Aero vorgestellt
    Elektrischer Passat soll 620 km weit kommen

    Nach der elektrischen Kompaktklasse und SUVs legt VW nun mit einer Limousine nach. Die Studie ID.Aero erinnert sehr stark an ein Verbrennermodell.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MSI 32" WQHD 165 Hz günstig wie nie: 399€ • Saturn-Fundgrube: Restposten zu Top-Preisen • MindStar (AMD Ryzen 9 5900X 375€, Gigabyte RX 6900 XT 895€) • Samsung Galaxy Watch 4 Classic 46 mm 205€ [Werbung]
    •  /