Münchner mögen Musks Macken

"Wenn man anderswo erzählt: 'Wir wollen eine Tunnelbohrmaschine bauen', dann werden die meisten den Kopf schütteln", sagt Marvin von Hagen, der BWL und Informatik studiert. "In München glaubt man daran, dass so etwas zustande kommen kann, dass man eine Riesensache baut, nach Kalifornien verschifft und damit auch gewinnt."

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Grund ist die Vorarbeit, die ein weiteres, an der TUM gegründetes Team in einem anderen Wettbewerb aus dem Musk-Universum geleistet hat: Das Team Hyperloop TUM hat mehrfach an dem von Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX ausgeschriebenen Wettbewerb teilgenommen, bei dem es darum ging, ein Fahrzeug für das Verkehrsmittel Hyperloop zu entwickeln. Dabei war Hyperloop TUM, anfangs Team Warr genannt, sehr erfolgreich.

Hyperloop-Team berät Tunnelbohrer

Das Team hatte Sponsoren, was ihm einen wichtigen Wettbewerbsvorteil verschaffte, etwa weil es seine Hyperloop-Kapsel aus High-Tech-Materialien bauen konnte. Die Tunnelbohrer von TUM Boring können von diesen Kontakten profitieren, ebenso wie von den Erfahrungen, welche die Hyperlooper sammelten: Die Hyperloop-Gründerin Mariana Avezum sei als Coach bei Problemen im Team behilflich, sagt von Hagen. Daneben sucht TUM Boring aktiv selbst nach Sponsoren.

Andererseits hat Team Hyperloop die Messlatte hoch gelegt: Vier Mal hätten junge Talente aus verschiedenen TUM-Fachbereichen die Hyperloop Pod Competition von SpaceX gewonnen. "Da ist der Erwartungsdruck beim neuen Wettbewerb Musks natürlich groß", sagte Thomas F. Hofmann, Präsident der TU München und Schirmherr von TUM Boring - und wünschte dem Team "maximalen Erfolg".

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Über ihr Wettkampfgerät wollen Schmid und von Hagen nicht gern sprechen - aus naheliegenden Gründen: "Wir wollen unserer Konkurrenz keine Hinweise geben", sagt Schmid. Einen Prototyp gebe es schon. Er sei kleiner als die Maschine für den Wettbewerb - der Durchmesser sei 20 Zentimeter, das Gewicht rund 30 Kilogramm. Aber die Prinzipien und auch die eingesetzten Fertigungsmethoden seien die gleichen wie beim späteren 50-Zentimeter-Bohrer.

Handelsübliche Maschinen sind zu langsam

Ein Blick auf bestehende Maschinen auf dem Markt hilft bei der Entwicklung - aber nur bedingt. "Wir orientieren uns natürlich an dem, was in der Industrie funktioniert und was nicht", sagt Schmid. "Gleichzeitig haben wir sehr besondere Wettbewerbsanforderungen. Bestehende Tunnelbohrmaschinen sind viel zu langsam für den Wettbewerb."

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Wichtigste Erkenntnis nach der Fertigstellung des Prototyps: Er funktioniert. Das Team habe ihn nämlich schon getestet und damit bereits zwei Meter Tunnel gegraben, erzählt Schmid. "Da haben wir einige Erfahrungen gesammelt, wie sich so ein Boden verhält, wenn man da durchbohrt, und was die Challenges an der Maschine sind."

  • Wir sind durch! Die Testbohrung mit dem Prototyp war erfolgreich. (Bild: TUM Boring)
  • Der Prototyp der Tunnelbohrmaschine - der Wettbewerbsbohrer wird größer. (Bild: TUM Boring)
  • Bei der Probebohrung: Ziel ist, bei Tunnelbohren schneller zu sein als eine Schnecke. (Bild: TUM Boring)
  • Das Team TUM Boring (Bild: TUM Boring)
Bei der Probebohrung: Ziel ist, bei Tunnelbohren schneller zu sein als eine Schnecke. (Bild: TUM Boring)

Ein solcher Test, "sozusagen im Garten hinter dem Haus", wie Schmid sagt, wird es mit der Wettbewerbsmaschine nicht geben. Sie ist dafür zu unhandlich.

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 Not A Boring Competition: Münchner Team baut Tunnelbohrmaschine für Musks WettbewerbTeslas fahren autonom im Tunnel 
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WonderGoal 28. Jan 2021

Neben der technischen/ingenieurwissenschaftlichen Fehleinschäztung, war defintiv aber...

Invertiert 26. Jan 2021

ymmd!

TomTomTomTom 26. Jan 2021

Du erkennst aber schon, dass du hier zwei sehr unterschiedliche Tunnel vergleichst? Auch...

Dwalinn 26. Jan 2021

In dem Fall wundert es mich das scheinbar eher Fokus auf Geschwindigkeit gesetzt wird...



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