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NoSQL-Datenbank: Redis-Gründer tritt ab

Das Projekt soll künftig von einer Gruppe aus der Community geführt werden. Transparent ist das Verfahren des Redis-Teams aber nicht.

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Die Führung des Redis-Projekts wird umgebaut.
Die Führung des Redis-Projekts wird umgebaut. (Bild: othree/Flickr.com)

Der Gründer der In-Memory-Datenbank Redis, Salvatore Sanfilippo, gibt die Führung des Open-Source-Projekts auf, wie der Entwickler in seinem Blog schreibt. Als Grund für seinen Rücktritt gibt Sanfilippo an, in den vergangenen Jahren immer mehr Zeit und Ressourcen in die Pflege der Software gesteckt zu haben, statt wie zu Anfang noch viel Neues zu schaffen. Mit der Aufgabe der Projektführung will sich Sanfilippo um neue Projekte kümmern können.

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In seinem Blog schreibt der Entwickler: "Derzeit werde ich aufgrund der Umstände, die durch ein so wichtiges Projekt entstanden sind, immer mehr gebeten, (...) das Projekt stärker aufrechtzuerhalten. Und genau das braucht Redis gerade. Aber das ist nicht das, was ich tun möchte, und ich habe mich in den vergangenen Jahren genug gestreckt."

Bisher wurde das als Open-Source-Software erstellte Redis von Sanfilippo selbst als alleinigem Hauptbetreuer geleitet. Dieses Konzept ist durchaus üblich und wird in der Community auch als Benevolent dictator for life (BFDL) bezeichnet, was durch den Python-Gründer Guido van Rossum geprägt wurde. Die damit verbundene Belastung kann unter Umständen aber eben auch zu Problemen führen. So hat sich etwa der nun angekündigte Rücktritt von Sanfilippo bereits länger abgezeichnet.

Ungewöhnliches neues Führungsmodell

Als Ersatz für die Position des alleinigen Projektleiters hat der Hauptsponsor von Redis, Redis Labs, ein neues Führungsmodell für die Entwicklung vorgeschlagen. Das Unternehmen bezeichnet das in einem Blogposting als "leichtes Governance-Modell". Die Basis dafür soll eine kleine Gruppe von Kern-Teammitgliedern bilden. Die bisher drei bekannten Mitglieder dieses neuen Teams stammen dabei alle von Redis Labs. Weitere Mitglieder sollen durch diese erst angefragt und dann öffentlich ernannt werden.

Transparent ist das Auswahlverfahren, was auf Beiträgen der Community basieren soll, also nicht. Im Vergleich dazu wurde nach dem Rücktritt von Guido von Rossum eine Wahl in der Community für ein neues Leitungsgremium durchgeführt. Eher ungewöhnlich an dem neuen Modell von Redis ist außerdem, dass weder Wahlen vorgesehen sind noch eine zeitliche Begrenzung für die Mitgliedschaft in dem Gremium.

Andere, auch große Projekte ohne BFDL verfügen oft über eine aus der Community gewählte Leitung, die auch technische Entscheidungen trifft und regelmäßig neu gewählt wird. Ebenso ist bei Redis noch völlig unklar, wie groß das neue Führungsteam sein wird. Eine Beeinflussung des Redis-Projekts durch Beitragende aus der Community oder wichtige Nutzer, die den Zielen des Sponsor Redis Labs missfallen, erscheint damit wenn überhaupt nur schwer umsetzbar.

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