Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Norwegische Linkspartei: Edward Snowden für Friedensnobelpreis nominiert

Die Sozialistische Linkspartei in Norwegen hat den Whistleblower Edward Snowden offiziell für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Zwei Abgeordnete, die für die Nominierung berechtigt sind, sprechen sich für die Auszeichnung Snowdens aus.
/ Nico Ernst
60 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Edward Snowden im ersten TV-Interview seit seiner Flucht (Bild: Das Erste/Screenshot: Golem.de)
Edward Snowden im ersten TV-Interview seit seiner Flucht Bild: Das Erste/Screenshot: Golem.de

Zwei Abgeordnete der Sozialistischen Linkspartei (SV) von Norwegen haben Edward Snowden für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Wie alle Abgeordneten eines nationalen Parlaments haben die beiden Politiker nach den Vorschlagsregeln(öffnet im neuen Fenster) für die Auszeichnung die Berechtigung dazu.

Auf ihrer Webseite begründet(öffnet im neuen Fenster) die SV den Schritt: "Wir sind davon überzeugt, dass die öffentliche Diskussion und die Veränderungen in der Politik, die den Enthüllungen von Snowden gefolgt sind, zu einer stabileren und friedlicheren Weltordnung beigetragen haben." Dabei habe Snowden aber zumindest "kurzfristig" die Sicherheitsinteressen mehrerer Staaten beeinträchtigt, erkennen die Abgeordneten an.

"Das berechtigte Interesse eines Landes an zuverlässiger Geheimdienstarbeit zur Wahrung seiner eigenen Sicherheit muss immer im Gleichgewicht mit individuellen Freiheiten und globalem Vertrauen stehen; das ist eine wesentliche Bedingung für Stabilität und Frieden. Edward Snowden hat einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, dieses Gleichgewicht wiederherzustellen", schreiben die Politiker weiter.

Am kommenden Samstag, dem 1. Februar 2014, läuft die Frist für Vorschläge zum Friedensnobelpreis aus, vergeben wird die Auszeichnung dann am 10. Dezember in Oslo. Ob Snowden im Fall einer Verleihung des Preises daran teilnehmen kann, ist ungewiss. Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter genießt noch bis Mitte des Jahres ein befristetes Asyl in Russland, dauerhaftes Asyl und Schutz vor Strafverfolgung hat ihm jedoch noch kein Land angeboten.


Relevante Themen