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Northvolt: VW investiert in europäische Gigafactory

Akkus aus Schweden für VWs Lkw-Tochter: Scania investiert in die Entwicklung und Fertigung von Akkus des schwedischen Unternehmens Northvolt. Auch die Europäische Union setzt sich für eine heimische Akkuproduktion ein.

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Elektro-Bus von Scania (Symbolbild): Akkus und Ladesysteme für Schwerfahrzeuge
Elektro-Bus von Scania (Symbolbild): Akkus und Ladesysteme für Schwerfahrzeuge (Bild: Scania)

Eine Gigafactory ohne Tesla, aber dafür mit Volkswagen (VW): Das schwedische Unternehmen Northvolt will in wenigen Jahren in Schweden im großen Stil Akkus für Elektroautos produzieren. Der zu VW gehörende schwedische Lkw-Hersteller Scania beteiligt sich an dem Projekt.

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Scania investiert zehn Millionen Euro in die Akkuentwicklung. Dabei geht es dem Lkw-Hersteller in erster Linie darum, Akkus für Schwerfahrzeuge sowie dazu passende Ladesysteme zu entwickeln. Damit soll sich ein gemeinsames Entwicklerteam von Northvolt und Scania beschäftigen. Es wird im Entwicklungszentrum, den Northvolt Labs in Västerås, etwa 100 Kilometer westlich der Hauptstadt Stockholm, arbeiten.

Die Northvolt-Gründer sind Ex-Tesla-Manager

Northvolt wurde im vergangenen Jahr von den beiden ehemaligen Tesla-Managern Peter Carlsson und Paolo Cerruti gegründet. Das Unternehmen will in Skellefteå in Nordschweden eine Akkufabrik bauen. Dafür wird ein Teil der Investitionen von VW eingesetzt. Scania hat mit Northvolt auch schon die Abnahme eines Teils der Akkus vereinbart.

Der Beginn der Bauarbeiten ist für dieses Jahr geplant. Der Probebetrieb in der Fabrik soll 2019, die reguläre Fertigung 2020 beginnen. Zu Anfang soll der Ausstoß acht Gigawattstunden im Jahr betragen, drei Jahre später soll er auf 32 Gigawattstunden ansteigen. Der Standort in Schweden wurde gewählt, weil die Akkuproduktion sehr energieintensiv ist und es in Schweden eine solide Versorgung mit kostengünstiger, sauberer Energie gibt.

Die EU-Kommission fordert europäische Akkuproduktion

Die Kommission der Europäischen Union (EU) setzt sich seit einiger Zeit dafür ein, Akkus für Elektroautos in Europa zu produzieren. Ziel ist, von den Herstellern in China, Japan, Südkorea und den USA unabhängig zu werden.

Maros Sefcovic fordert den Bau eines europäischen Pendants zu Teslas Gigafactory. Für das Projekt, an dem möglichst viele Unternehmen aus diversen Branchen beteiligt werden sollen, will der für Energie zuständige EU-Kommissar Subventionen in Millionenhöhe bereitstellen. Erste Gespräche, unter anderem mit Bosch und BASF, gab es bereits. Ende Februar will Sefcovic den aktuellen Stand des Projekts vorstellen, das er einmal als "Airbus für Batterien" bezeichnete.



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