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Northvolt: Volkswagen beteiligt sich an Akkuzellenhersteller

Volkswagen will mit Elektroautos groß durchstarten, was eine enorme Zahl von Akkus erforderlich macht. Dazu hat das Unternehmen nun eine Minderheitsbeteiligung.

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Elektroauto ID.3
Elektroauto ID.3 (Bild: Volkswagen)

Volkswagen hat im Rahmen seiner Elektrifizierungsstrategie allein in Europa einen jährlichen Bedarf von mehr als 150 Gigawattstunden ab 2025. Der gleiche Bedarf wird noch einmal für Asien vermutet. Grund genug für den Autohersteller, sich an einem Akkuzellenhersteller zu beteiligen.

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Schon Mitte Mai 2019 hatten Aufsichtsrat und Vorstand von Volkswagen den Aufbau einer Akkuzellfertigung im niedersächsischen Salzgitter zusammen mit Northvolt beschlossen. VW spricht von einem Investitionsvolumen von knapp einer Milliarde Euro.

Volkswagen-Beschaffungsvorstand Stefan Sommer sagte zu der Akquisition: "Volkswagen schafft auf allen Ebenen die Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung seiner Elektrifizierungsstrategie. Mit Northvolt haben wir jetzt auch einen europäischen Partner gefunden. Mit dem Know-how und nachhaltigen, CO2-optimierten Produktionsprozessen in der Batteriezellfertigung des Unternehmens wollen wir auch in Deutschland die Zell-Herstellung vorantreiben."

Northvolt baut in Schweden eine Pilotanlage für die Herstellung von Akkuzellen für ein Volumen von 16 Gigawattstunden. Zu den Partnern gehören neben Volkswagen auch die Volkswagen-Lkw-Tochter Scania, ABB, BMW, Siemens, Vattenfall und Vestas.

Im Januar 2018 investierte bereits Scania zehn Millionen Euro in die Akkuentwicklung bei Northvolt. Dabei geht es dem Lkw-Hersteller in erster Linie darum, Akkus für Schwerfahrzeuge sowie dazu passende Ladesysteme zu entwickeln.

Northvolt wurde 2017 von den beiden ehemaligen Tesla-Managern Peter Carlsson und Paolo Cerruti gegründet.

Die Kommission der Europäischen Union und Deutschland setzen sich seit einiger Zeit dafür ein, Akkus für Elektroautos in Europa zu produzieren. Ziel ist, von den Herstellern in China, Japan, Südkorea und den USA unabhängig zu werden.

Leseraufruf

Immer wieder versprechen Wissenschaftler und Hersteller bahnbrechende Neuerungen bei Akkus, Brennstoffzellen und anderen Energiespeichern. Akkus laden angeblich schneller, sie hätten mehr Kapazität bei gleichem Gewicht, sie seien nicht feuergefährlich. Manches davon ist Unsinn, andere Innovationen funktionieren im Labor, brauchen aber Jahre, bis sie serienreif sind.

An den Reaktionen sehen wir immer wieder, dass dieses Thema unsere Leser bewegt. Wir planen daher einen Artikel, der so viele offene Fragen beantwortet wie möglich. Schreibt uns dafür eure Fragen und Wünsche an redaktion@golem.de.

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