Northrop Grumman: B21 Raider als erster digitaler Bomber vorgestellt

Northrop Grumman und die US-Luftwaffe haben die B-21 Raider vorgestellt, einen Bomber, der sowohl konventionelle als auch nukleare Sprengladungen transportieren kann und für feindliches Radar unsichtbar sein soll. Die B-21 soll in der Air Force schrittweise die bisherigen B-1- und B-2-Bomber ablösen.
Die B-21 Raider bildet das Rückgrat der zukünftigen US-Luftstreitkräfte und bietet neben der Tarnkappenfähigkeit auch eine offene Architektur für Systemerweiterungen und Upgrades. Die B-21 soll zudem im gesamten Kampfgebiet mit mehreren Systemen und in allen Bereichen vernetzt werden können.
Die B-21 Raider wurde nach den Doolittle Raids(öffnet im neuen Fenster) im Zweiten Weltkrieg benannt, als 80 Männer unter der Führung von Oberstleutnant James Doolittle mit 16 mittelgroßen B-25-Mitchell-Bombern einen Überraschungsangriff auf Tokio flog, bei dem etwa 50 Einwohner starben und 400 verletzt wurden.
Northrop Grumman verwies auf die agile Softwareentwicklung für das Flugzeug und die digitalen Engineering-Tools, die bei der Produktion eingesetzt werden. Sechs B-21 Raider befinden sich im Northrop Grumman-Werk in Palmdale, Kalifornien, in verschiedenen Stadien der Endmontage und Prüfung.
Tests mit digitalem Zwilling
Das Unternehmen setzt für die Erprobung einen sogenannten digitalen Zwilling(öffnet im neuen Fenster) der Flugzeuge ein. Zudem wurde eine cloudbasierte Infrastruktur eingerichtet, die auch bei der Wartung eingesetzt werden soll.
Im Gegensatz zu früheren Flugzeuggenerationen wird die B-21 nicht in Blöcken aufgerüstet. Neue Techniken, Fähigkeiten und Waffen sollen durch flexible Softwareupgrades sowie Hardwareflexibilität nahtlos integriert werden können.
Der Preis pro Flugzeug soll bei knapp 700 Millionen US-Dollar liegen. Insgesamt will die US-Luftwaffe mindestens hundert Maschinen kaufen. Die ersten Exemplare des B-21 Raider sollen 2025 ausgeliefert werden.



