Neue Regeln erfordern saubere Antriebe

"Wir gehen davon aus, dass das Schiff einen Hauptantrieb hat, der für den Vortrieb sorgt, wenn es wenig Wind gibt, damit das Schiff einen Zeitplan einhalten kann", sagt Kuuskoski. Die meisten Schiffstypen könnten damit ausgestattet werden. Am besten geeignet sind Tanker, weil dort viel Platz an Deck ist. Aber auch auf Fähren, Kreuzfahrtschiffen oder Massengutfrachtern können Rotorsails aufgestellt werden. Bei Frachtern können die Rotorsails gelegt werden, damit sie beim Be- und Entladen nicht stören. Auf Containerschiffen hingegen, die nicht unerheblich zur Umweltverschmutzung beitragen, ist eine Installation sehr schwierig, da es kaum Platz an Deck gibt.

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Beim Ausprobieren neuer Technik sind - wie so oft - manche Unternehmen experimentierfreudiger als andere. Die finnische Viking Line beispielsweise gehört zu den Vorreitern. Sie stattet nicht nur Schiffe mit LNG-Antrieb oder Rotorsails aus. Die finnische Schifffahrtslinie beteiligt sich auch an einem Pilotprojekt, das den Einsatz von Brennstoffzellen auf Schiffen testet.

Auch hierzulande beschäftigen sich Eigner und Wissenschaftler mit dem Windantrieb: Der Auricher Windkraftanlagen-Hersteller Enercon etwa hat ein mit vier Flettner-Rotoren ausgestattetes Schiff bauen lassen, mit dem Windräder transportiert werden. Im deutsch-niederländischen Projekts Marigreen haben Wissenschaftler den Eco-Flettner-Antrieb entwickelt. Dieser ist auf dem Schiff Fehn Pollux installiert worden und seit Ende Juni im Einsatz.

Kuuskoski glaubt, dass sich Reeder heute schon mit den alternativen Antrieben auseinandersetzen sollten: "Das Design von Schiffen, die heute geplant werden, muss so sein, dass sie mit Schiffen, die 2030 entworfen werden, konkurrieren können." Außerdem gebe es auch ökonomische Gründe: Durch die Reduzierung der Emissionen sinke Treibstoffverbrauch. "Unsere Lösung ermöglicht bei gutem Wind einen ganz ordentlichen Ausgleich. Die Eigner gewinnen gleich doppelt: Sie sparen Geld und sind zugleich konform mit den kommenden Regeln."

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"Wir sehen, dass es Interesse gibt. Aber wie immer mit neuen Produkten: Es braucht Zeit, sie zu bewerten und die neue verfügbare Technik zu verdauen, speziell bei Kreuzfahrtschiffen, wo die Rotorsails das Aussehen der Schiffe verändern werden. Es ist also eine Frage, ob die Passagiere es mögen oder nicht." Bei denen scheint die neue Technik aber anzukommen. Auf der Viking Grace hat die Reederei Informationstafeln auf Deck aufgestellt, die erklären, was Rotorsails sind und wie sie funktionieren. "Ich bin mit dem Schiff gefahren und habe mir die Kommentare der Passagiere angehört. Sie schienen überrascht, aber auch sehr erfreut, so etwas zu sehen", erzählt Kuuskoski. Es sei "sehr positives Feedback" gewesen.

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 Erster Neubau mit Rotorsails
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Dave_Kalama 30. Okt 2018

Die 30 Grad Regel stimmt nicht mehr. Windsurfen geht naeher an den Wind. Viele schnelle...

Rainald62 19. Okt 2018

Bitte verfassen Sie einen Beitrag.

Rainald62 19. Okt 2018

Ein Flettner-Rotor-Schiff könnte höher gegen den Wind segeln als eine Segelyacht? Fast...

Bluejanis 19. Okt 2018

Vielleicht aber auch doch. Es geht auch nicht nur um die Effizienz, sondern auch um die...

norbertgriese 18. Okt 2018

Und - hast du irgendwas an Dokumenten gefunden, die belegen, dass nennenswert diese...



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