Nordwest-IX: EWE und DE-CIX starten Internetknoten in Oldenburg

Der Nordwesten Deutschlands erhält einen neuen Datenaustauschpunkt, den Nordwest-IX. Das gab der Versorger EWE am 15. August 2024 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Nordwest-IX steht im EWE-Rechenzentrum in Oldenburg und ist in das Netzwerk des DE-CIX integriert.
Mit Nordwest-IX könnten Unternehmen aus der Region direkte und kontrollierbare Netzwerkverbindungen zu Cloudanbietern wie Amazon, Microsoft, Google oder SAP aufbauen, erklärte Norbert Westfal, Geschäftsführer von EWE TEL.
EWE habe mit seinem Glasfaserausbau eine Grundlage für die Digitalisierung des Nordwestens gelegt. Nun bereite man sich auf alle zukünftigen Anforderungen vor.
Thomas King, Chief Technical Officer bei DE-CIX, betonte: "Unternehmen implementieren verstärkt Multicloud-Strategien." Dafür sei der dezidierte Zugang zu Cloudanbietern "unerlässlich" .
DE-CIX ist ein Betreiber von Internetknoten und bietet seine Peering-, Cloud- und Interconnection Services in rund 50 Metroregionen in Europa, Afrika, Nordamerika, dem Nahen Osten und Asien an. Der größte Internetknoten Europas ist der DE-CIX Frankfurt.
Weltweit teile der DE-CIX seine Kapazitäten auf diverse redundante Kabeltrassen sowohl im Wasser als auch zu Land auf und überprüfe die genauen Trassenverläufe, um sicherzustellen, dass sich diese an keiner Stelle überschneiden. Man kaufe die Kapazitäten möglichst breit gefächert ein, so dass selbst bei Ausfällen die Konnektivität aufrechterhalten werden könne, hatte King im März 2024 im Gespräch mit Golem.de erklärt.
Das Versorgungsunternehmen Ewe baut im Nordwesten Deutschlands sein Glasfasernetz aus und hat ebenfalls viele DSL-Zugänge aus der Vergangenheit. Über das Joint Venture Glasfaser Nordwest arbeitet Ewe mit der Deutschen Telekom zusammen.



