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Nordischnet und Teranet: GVG Glasfaser geht in neue Gebiete

GVG Glasfaser macht sein Versprechen wahr und baut nach langer Pause wieder in neuen Gebieten Glasfaser aus. UGG und Deutsche Glasfaser schaffen das nicht mehr.
/ Achim Sawall
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Ausbau von GVG Glasfaser geht weiter. (Bild: GVG Glasfaser)
Ausbau von GVG Glasfaser geht weiter. Bild: GVG Glasfaser

GVG Glasfaser plant, sein FTTH-Netz in neuen Gebieten auszubauen. Das gab der Kieler Netzbetreiber am 10. Juli 2026 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Im Landkreis Oldenburg dehnt der Anbieter seine bisherigen Ausbaugebiete in Niedersachsen auf einen dritten Landkreis aus.

Damit der Ausbau tatsächlich stattfindet, muss GVG Glasfaser anders als die Deutsche Telekom bei der Vorvermarktung eine Quote von mindestens 40 Prozent erreichen.

Dies soll in den Kommunen Dünsen, Harpstedt und Kirchseelte im Landkreis Oldenburg realisiert werden. Diese drei Gemeinden will GVG eigenwirtschaftlich, also ohne Inanspruchnahme öffentlicher Fördermittel, flächendeckend erschließen.

Datenübertragungsrate reicht bis zu 1 GBit/s symmetrisch

Der norddeutsche Netzbetreiber vollzog Ende Januar 2024 mit betriebsbedingten Kündigungen den Abbau von rund einem Viertel der 450 Arbeitsplätze im Unternehmen. Die Kosten für den Bau von Glasfasernetzen seien drastisch gestiegen und die Finanzierungsbedingungen hätten sich erheblich verschlechtert, hieß es zur Begründung. Die Vermarktung neuer Glasfaserprojekte wurde vorerst ausgesetzt.

GVG Glasfaser wurde im Jahr 2014 in Kiel gegründet und baut speziell in ländlichen Regionen mit den Marken Nordischnet und Teranet und den Tochtergesellschaften 2locate und 2provide aus. Geboten werden Internet, Telefonie sowie IP-TV. Die Datenübertragungsrate reicht bis zu 1 GBit/s symmetrisch.

Mehrere größere alternative Netzbetreiber wie UGG (Unsere Grüne Glasfaser) von Telefónica Group und Allianz sowie Deutsche Glasfaser kündigten zuletzt an, fast keine neuen Ausbaugebiete mehr anzugehen. Der Druck durch den Überbau der Telekom, geringe Kaufbereitschaft, Rückzug vieler Investoren und steigende Baukosten ist erheblich.


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