Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Nordamerika: Adobe erhöht die Preise

Adobe stellt sein Abosystem um und damit die Kunden vor ein klassisches Dilemma: mehr zahlen oder mit weniger auskommen.
/ Andreas Donath
64 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Anwender nutzt Adobe-Software (Bild: Pexels)
Anwender nutzt Adobe-Software Bild: Pexels

Adobe tauft das bisherige Creative-Cloud-All-Apps-Paket in Creative Cloud Pro um und erhöht gleichzeitig kräftig die Preise, wie The Register berichtet(öffnet im neuen Fenster) .

Ab dem 17. Juni werden Bestandskunden automatisch ins teurere Pro-Modell geschoben – es sei denn, sie beantragen aktiv eine Herabstufung. Ein bitterer Beigeschmack: Die letzte Preiserhöhung liegt keine zwei Jahre zurück.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Wer heute in den USA 60 US-Dollar monatlich (bei Jahresvertrag) für All Apps zahlt, muss künftig 70 US-Dollar für Creative Cloud Pro berappen. Ohne Jahresbindung klettert der Preis sogar von 89,99 Dollar auf satte 105 US-Dollar. Europreise liegen uns noch nicht vor.

Zwar führt Adobe auch eine günstigere Creative-Cloud-Standard-Variante für 55 US-Dollar (Jahresvertrag) ein, doch der Haken ist offensichtlich: deutlich abgespeckte Funktionen.

Besonders auffällig: Während heutige All-Apps-Nutzer 1.000 KI-Credits monatlich erhalten und Pro-Kunden künftig sogar 4.000 bekommen, müssen Standard-Abonnenten mit mickrigen 25 Credits auskommen – genauso viele wie Nutzer der kostenlosen Variante im Jahr 2023.

Auch auf neuere KI-Funktionen wie 4K-Videogenerierung oder Text-zu-Video-Umwandlung müssen Standard-Kunden verzichten, ebenso auf wesentliche Mobile-Funktionen. Nur Acrobat bleibt auf mobilen Geräten voll nutzbar – alle anderen Apps bieten lediglich kostenlose Basisfunktionen.

Kalkül mit Kalkulation?

Die Strategie scheint klar. Nutzer sollen lieber die Preiserhöhung schlucken als Funktionsverluste hinnehmen. Vorerst betrifft die Änderung nur Nordamerika, während internationale Kunden und Firmenkunden noch verschont bleiben. Eine Begründung für die Preissprünge bleibt Adobe schuldig – abgesehen vom Verweis auf neue KI-Funktionen.


Relevante Themen