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5G und China: Die Lage ist deutlich komplexer

Unbestritten ist, dass die politischen Machthaber in China lieber einen größeren Anteil an der 5G-Ausrüstung der drei großen staatlichen Netzbetreiber China Mobile, China Telecom und China Unicom bei einheimischen Konzernen wie Huawei und ZTE sehen wollen. Doch ausgeschlossen sind Ericsson und Nokia dort nicht.

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Der größte Telekommunikationsbetreiber der Welt, China Mobile, hat laut einem Bericht der South China Morning Post aus Hongkong vom 17. Juni 2019 die Hälfte seiner 5G-Core-Aufträge an Huawei Technologies aus China vergeben. Damit gingen 49 Prozent des MME/SGSN-Bereiches und 54 Prozent der SAE-GW/GGSN im Kern an Huawei. Ericsson und Nokia aus Europa erhielten 34 Prozent beziehungsweise 12 Prozent der Bestellungen für MME/SGSN und 34 Prozent und 9 Prozent der Aufträge für SAE-GW/GGSN. ZTE aus China bekam 5 Prozent der MME- und 3 Prozent der SAE 5G-Aufträge.

Damit haben die Europäer insgesamt jeweils über 40 Prozent der Kernnetzaufträge von China Mobile erhalten. Zum Vergleich: Der Anteil der chinesischen Anbieter im deutschen 5G-Kernnetz wird voraussichtlich bei 0 Prozent liegen. Beim Kernnetz, das vom Investitionsvolumen geringer ist als das Radio-Zugangsnetz, aber sicherheitstechnisch als das sensiblere gilt, wird es also wohl genau andersherum sein, als Röttgen suggeriert.

In den chinesischen 5G-Radio-Zugangsnetzen kommt im Gegensatz zum Kernnetz nur noch Ericsson zum Zuge, dies aber bei allen drei chinesischen Netzbetreibern. Bei China Mobile etwa wird von RCR Wireless News ein Ericsson-Anteil von 11,5 Prozent berichtet.

China als Innovationstreiber

Der chinesische Markt ist technologisch anspruchsvoll und gleichzeitig für die Ausrüster verhältnismäßig margenschwach, denn er gilt als einer der wettbewerbsintensivsten Welt. Gerade weil es starke einheimische 5G-Anbieter wie Huawei und ZTE gibt und die europäischen 5G-Ausrüster Nokia und Ericsson auch bei den Ausschreibungen zugelassen sind, ergibt sich eine günstige Situation für die einkaufenden Netzbetreiber.

Die Prioritäten der europäischen Netzbetreiber liegen deshalb stärker auf dem US-Markt, der aufgrund des Ausschlusses der chinesischen Anbieter als wettbewerbsarm und deshalb margenstark gilt. Hier ist aber auch Samsung aus Südkorea als Ausrüster aktiv, beherrscht jedoch kein Single-RAN. Fast alle alternativen Ausrüster aus dem Bereich Open RAN stammen aus den USA, doch mit der Technik wird eher 4G realisiert werden und nicht 5G mit seinen Massive-Mimo-Antennen. Auch eine Indoor-Versorgung bei 5G erscheint mit Open-RAN künftig möglich.

Ericsson teilte am 17. Juli 2020 zum zweiten Geschäftsquartal mit, dass die Bruttomarge in China trotz steigender Aufträge zurückgegangen sei und eine Bestandsabschreibung habe vorgenommen werden müssen.

"Die gestärkte Marktposition auf dem chinesischen Festland ist von strategischer Bedeutung, da dieser Markt voraussichtlich ein Treiber für zukünftige kritische Anforderungen sein und uns wichtige Größenordnungen bieten wird. Die chinesischen 5G-Verträge werden voraussichtlich über den gesamten Lebenszyklus profitabel sein, trugen jedoch im zweiten Quartal negativ zur Bruttomarge bei", hieß es zum Thema 5G-Mobilfunkstationen.

Anders ausgedrückt: Ericsson engagiert sich als Anbieter auf dem chinesischen 5G-Markt vor allem, weil der Markt ein globaler Innovationstreiber ist und diese Innovationen für Geschäfte in anderen Teilen der Welt wichtig sind, aber eben nicht, weil hier große Gewinne erwirtschaftet werden.

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 Norbert Röttgen: Kandidat für CDU-Vorsitz streut alternative Fakten zu 5GUS-Analyse: Ericsson gewann große 5G-Aufträge in China 
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swegmann... 12. Aug 2020 / Themenstart

windows und android, apple verschlingt wegen der aufwendigen programmierweise unmengen...

derLaie 09. Aug 2020 / Themenstart

" dass der europäische Mobilfunkausrüster Ericsson sehr wohl in den chinesischen 5G...

countzero 09. Aug 2020 / Themenstart

Warum nicht? Vielleicht war er dort ja schon Mitglied, bevor er Bundestagsabgeordneter...

X-Press 08. Aug 2020 / Themenstart

Dazu fehlt noch von ihm: Und alle hoffen im letzten Wagon zu sitzen der knapp auf der...

X-Press 08. Aug 2020 / Themenstart

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