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Norad-Tracker: Das ist die Route des Weihnachtsmanns

Ein versehentlicher Anruf vor 70 Jahren führte zu einer festen Tradition, an der heute über 1.000 Freiwillige arbeiten. Aus dem Weltall heraus wird die Route des Weihnachtsmanns verfolgt.
/ Patrick Klapetz
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Der Weihnachtsmann posiert am 13. Dezember 2024 für ein Foto mit einer F-16 Fighting Falcon. (Bild: Norad, Audra Flanagan, Minnesota Air National Guard)
Der Weihnachtsmann posiert am 13. Dezember 2024 für ein Foto mit einer F-16 Fighting Falcon. Bild: Norad, Audra Flanagan, Minnesota Air National Guard

Am Heiligabend des Jahres 1955 klingelte beim US-amerikanischen kontinentalen Luftverteidigungskommando (Conad, Continental Air Defense Command) das Telefon. Ein Kind war am Apparat und wollte mit dem Weihnachtsmann sprechen.

Die Einrichtung soll eigentlich nur für wenige hochrangige Offiziere und den Präsidenten der Vereinigten Staaten erreichbar sein. Der versehentliche Anruf führte schnell zu einer festen Tradition, die bis heute fortgeführt wird(öffnet im neuen Fenster) .

Seitdem wird der Weihnachtsmann auf seiner Route verfolgt. Das Norad (North American Aerospace Defense Command), der Nachfolger der Conad, übernahm ab 1958. Seit 1960 veröffentlicht Norad jedes Jahr zu Weihnachten aktuelle Informationen über den Aufenthaltsort des Weihnachtsmanns.

Den Weihnachtsmann vom Weltraum aus verfolgen

"In dieser Weihnachtszeit verfolgt das North American Aerospace Defense Command bereits seit sieben Jahrzehnten den Weihnachtsmann auf dem Radar, während er mit seinem von Rentieren gezogenen Schlitten um den Globus fliegt," teilte das US-Verteidigungsministerium in einer Erklärung(öffnet im neuen Fenster) mit.

"Jedes Jahr am 24. Dezember starten der Weihnachtsmann und seine Rentiere sehr früh am Morgen vom Nordpol zu ihrer berühmten Reise um die Welt" , hieß es weiter. Und sobald sie starten, beginnt Norad mit der Verfolgung. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Verteidigungskommando die Route zuvor kennt.

"Norad verfolgt den Weihnachtsmann, aber nur der Weihnachtsmann kennt seine Route, was bedeutet, dass wir nicht vorhersagen können, wo und wann er bei Ihnen zu Hause ankommen wird" , erklärte ein hochrangiger Norad-Beamter.

Die Hotline für den Weihnachtsmann

Wer nicht auf die mehrsprachige Webseite(öffnet im neuen Fenster) schauen möchte, kann auch die Hotline der Behörde anrufen. Unter der Nummer (+1) 877-446-6723 (877-HI-NORAD) können Kinder direkt mit einem Weihnachtsmann-Tracker sprechen. Dabei erfahren sie seinen aktuellen Standort. Die Betreiber stehen bis Mitternacht (Mountain Standard Time, UTC−7) zur Verfügung.

Mehr als 1.000 kanadische und US-amerikanische Militärangehörige, zivile Mitarbeiter und lokale Freiwillige auf der Peterson Space Force Base in Colorado Springs (Colorado, USA) widmen sich an Heiligabend freiwillig dem Projekt. Dabei nehmen sie Hunderttausende von Anrufen aus aller Welt entgegen.

In der Erklärung des US-Militärs heißt es, dass Kampfpiloten dem Schlitten des Weihnachtsmanns im Laufe der Jahre schon oft begenet seien, als er in den amerikanischen Luftraum eindrang. "Wenn sie das tun, wackeln die Piloten zur Begrüßung mit den Flügeln und machen oft Fotos" , erklärte Norad.

In einer früheren Mitteilung des Verteidigungsministeriums hieß es(öffnet im neuen Fenster) , dass Norad den Weihnachtsmann mit Infrarotsensoren auf Satelliten verfolgen könne.


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