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Nook: Barnes & Noble stellt neue Tablets vor

Sie kommen auch nach Europa: Barnes & Noble bringt zwei neue Tablets, eines mit einem 7-Zoll- und eines mit einem 9-Zoll-Bildschirm. Dazu passend startet die US-Buchhandelskette auch ein Videoangebot.
/ Werner Pluta
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Nook HD: 7-Zoll-Tablet mit der höchsten Auflösung (Bild: Barnes & Noble)
Nook HD: 7-Zoll-Tablet mit der höchsten Auflösung Bild: Barnes & Noble

Barnes & Noble macht Amazon wieder Konkurrenz: Nach dem Nook Tablet bringt die US-Buchhandelskette zwei weitere Tablets heraus: Nook HD und Nook HD+. Die Geräte sowie zwei E-Book-Reader werden außer in den USA auch in Großbritannien verfügbar sein.

Nook HD mit 7-Zoll-Bildschirm

Wie das 2011 vorgestellte Nook Tablet hat auch das neue Nook HD(öffnet im neuen Fenster) einen Bildschirm mit einer Diagonalen von 7 Zoll, knapp 18 Zentimetern. Allerdings hat sich die Form gegenüber dem Vorgänger verändert: Die Ecken sind runder geworden, die abgeschnittene Ecke ist verschwunden.

Nook HD und Nook HD Plus - Trailer
Nook HD und Nook HD Plus - Trailer (02:06)

Das Nook HD ist knapp 20 x 13 Zentimeter groß, etwa 1 Zentimeter dick und wiegt 315 Gramm. Der Bildschirm hat laut Hersteller die größte Auflösung in der 7-Zoll-Klasse: 1.440 x 900 Pixel. Das macht eine Dichte von 243 Punkten pro Zoll (dpi). Zum Vergleich: Amazons Kindle Fire HD und Googles Nexus 7 haben eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln, was einer Pixeldichte von 216 dpi entspricht.

Zwei Speichergrößen

Das Gerät hat einen Zwei-Kern-Prozessor von Texas Instruments mit einer Taktrate von 1,3 GHz. Als Arbeitsspeicher steht 1 GByte zur Verfügung. Der interne Speicher beträgt 8 oder 16 GByte, wobei jeweils 3 GByte für das System reserviert sind. Zusätzlich kann eine Micro-SD-Karte mit bis 32 GByte genutzt werden. Der Akku hält laut Barnes & Noble 10,5 Stunden, wenn das Tablet zum Lesen genutzt wird, und 9 Stunden, wenn 720p-Videos abgespielt werden.

Als Schnittstellen stehen neben dem SD-Karten-Slot ein Micro-USB-Anschluss, HDMI sowie ein 3,5-Millimeter-Kopfhöreranschluss zur Verfügung. Mit dem Internet wird das Gerät per WLAN nach 802.11b/g/n verbunden. Ein GSM-Modul hat das Gerät nicht. Das Nook HD gibt es mit einem dunklen ("Smoke") und einem hellen ("Snow") Gehäuse. Die 8-GByte-Variante gibt es für rund 200 US-Dollar, die mit 16 GByte ist 30 US-Dollar teurer.

Nook HD+ mit 9-Zoll-Bildschirm

Außer um das 7-Zoll-Tablet erweitert Barnes & Noble sein Angebot um ein Gerät mit einem 9 Zoll (knapp 23 Zentimeter) großen Bildschirm, das Nook HD+(öffnet im neuen Fenster) . Das Gerät konkurriert also mit Apples iPad und dem großen Kindle Fire HD von Amazon. Von der Bildschirmauflösung her ist es Letzterem mit einer Auflösung von 1.920 x 1.280 und 256 dpi ebenbürtig. An die Auflösung des iPad 3 mit 2.048 x 1.536 Pixeln und 264 dpi kommt es nicht heran. Damit zeigt das Tablet 1080p-Videos an.

Anders als das 7-Zoll-Tablet ähnelt das große Gerät dem ersten Barnes-&-Noble-Tablet: Es hat, wenn auch modifiziert, die charakteristische abgeschnittene Ecke. Das Nook HD+ misst rund 24 x 16, ist 1 Zentimeter dünn und 515 Gramm schwer. Der Prozessor ist ein OMAP 4470 von Texas Instruments. Der Zwei-Kern-Prozessor hat eine Taktrate von 1,5 GHz. Das Gerät hat 1 GByte Arbeitsspeicher. Barnes & Noble bietet auch das Nook HD+ in zwei Varianten an: mit 16 GByte und 32 GByte, wobei dem Nutzer 13 GByte respektive 28 GByte zur Verfügung stehen.

Von den Schnittstellen her unterscheidet sich das Nook HD+ nicht vom Nook HD: Es hat ebenfalls WLAN (802.11b/g/n), einen Micro-SD-Karten-Slot (bis 32 GByte), Micro-USB, HDMI und einen 3,5-Millimeter-Ausgang für den Kopfhörer. Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit 9 Stunden Videoschauen und 10 Stunden Lesen an. Das Nook HD+ gibt es nur mit einem dunklen Gehäuse. Der Preis liegt bei knapp 270 US-Dollar für das 16-GByte-Tablet und bei knapp 300 US-Dollar für das 32-GByte-Tablet.

Keine Kamera

Auf Kameras hat Barnes & Noble bei beiden Geräten verzichtet. Nach Gesprächen mit Nutzern sei das Unternehmen zu dem Schluss gekommen, dass eine Kamera, sei sie auf der Vorder- oder der Rückseite, derzeit keine notwendige Ausstattung für ein Tablet sei, sagte Deepak Mulchandani, der die Geräteentwicklung bei Barnes & Noble leitet, dem US-Technologiemagazin Wired(öffnet im neuen Fenster) . Er wollte aber nicht ausschließen, dass künftige Tablets eine Kamera bekommen.

Wie der Konkurrent Amazon stattet auch Barnes & Noble seine Tablets mit Googles mobilem Betriebssystem Android aus. Zum Einsatz kommt Version 4.0 alias Ice Cream Sandwich. Davon wird der Nutzer allerdings nicht viel merken, da auch Barnes & Noble Android eine eigene Oberfläche verpasst. Die Tablets können ab sofort vorbestellt werden, ausgeliefert werden sie ab dem 1. November 2012.

Barnes & Noble verleiht Filme

Zudem hat Barnes & Noble den Start eines Videoangebots angekündigt. Im Angebot Nook Video(öffnet im neuen Fenster) sollen Nutzer Spielfilme und Fernsehsendungen finden, die als Stream zur Verfügung stehen. Das Angebot umfasst Produktionen von Unternehmen wie Disney HBO, Sony, Viacom oder Warner. Darunter sollen Serien wie Breaking Bad, Spartacus oder Game of Thrones und Spielfilme wie Brave, The Artist oder die Harry-Potter-Serie sein. Das Angebot soll weiter ausgebaut werden.

Um das Angebot nutzen zu können, müssen die Nutzer auf dem jeweiligen Gerät eine App installieren. Diese wird es für die Nook Tablets geben, aber auch für andere Tablets und Smartphones, wobei Barnes & Noble nicht sagt, welche Plattformen das sein werden. Nook-Lese-Apps(öffnet im neuen Fenster) gibt es für Android- und iOS-Geräte sowie für Mac OS und Windows.

Hinzu kommt das Angebot Ultra Violet, das es Nutzern ermöglicht, Filme, die sie als DVD oder Blu-ray gekauft haben, über die Nook-App auf ihrem mobilen Gerät anzuschauen. Auf dem Datenträger befindet sich ein Code, den der Nutzer in die Nook-App eingibt. So bekommt es eine digitale Kopie des Films auf das Tablet.

Transatlantisch

Barnes & Noble bietet seine Lesegeräte auch erstmals in Europa an: Im Oktober sollen die beiden E-Book-Reader Nook Simple Touch und Nook Simple Touch with Glowlight in Großbritannien auf den Markt kommen. Die beiden Tablets sollen Ende November folgen. Die Geräte gibt es bei verschiedenen Einzelhandelsketten sowie über eine britische Barnes-&-Noble-Website(öffnet im neuen Fenster) . Auch Nook Video soll noch dieses Jahr in Großbritannien verfügbar sein.

Ob die Tablets und E-Book-Reader auch in anderen europäischen Ländern erhältlich sein werden, ist unklar - Barnes & Noble hat keine Angaben dazu gemacht. Allerdings hat das Unternehmen einen Bereichsleiter für das internationale Geschäft eingestellt. Patrick Rouvillois solle "die Marke Nook außerhalb der USA auf der ganzen Welt" bekanntmachen, heißt es in einer Mitteilung des US-Buchhandelskette(öffnet im neuen Fenster) . Gut möglich also, dass die Nooks - wie im Frühjahr angekündigt - auch hierzulande verfügbar sein werden.


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