Abo
  • IT-Karriere:

Nokia X mit Android im Test: Windows Phone in Schlecht

Nokia hat also doch noch ein Android-Smartphone auf den Markt gebracht: Das Nokia X hat eine stark angepasste Oberfläche, die an Windows Phone 8 erinnert, aber deutlich weniger gut läuft. Was genau Nokia mit dem X erreichen will, ist schwer auszumachen.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Nokia X kommt mit einer stark bearbeiteten Android-Version.
Das Nokia X kommt mit einer stark bearbeiteten Android-Version. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)

Mit dem Nokia X hat der finnische Hersteller auf dem Mobile World Congress 2014 doch noch ein eigenes Android-Smartphone vorgestellt. Das X richtet sich wie die anderen beiden Geräte der Reihe, das X+ und das XL, an Einsteiger - sowohl von der Ausstattung als auch vom Preis her. Nokia installiert auf dem X kein normales Android, sondern ähnlich wie Amazon auf seinen Kindle-Tablets eine stark angepasste Version.

Inhalt:
  1. Nokia X mit Android im Test: Windows Phone in Schlecht
  2. Veraltete Android-Version als Grundlage
  3. Schwache Benchmark-Ergebnisse
  4. Verfügbarkeit und Fazit

Diese soll absichtlich ähnlich aussehen wie die Kacheloberfläche von Windows Phone: Anstelle der bei Android üblichen Startbildschirme werden beim X alle Apps als kleine Symbole auf einer Seite angezeigt. Diese können wie bei Windows Phone gruppiert werden. Auch die Größe und die Hintergrundfarben lassen sich ändern, die Größe allerdings nur in zwei Stufen. Um bei vielen installierten Apps den Überblick zu behalten, sollten sich Nutzer Ordner anlegen. Einzelne Apps sind auch über die Suche auffindbar, die sich am oberen Rand des Hauptbildschirms befindet und durch Ziehen nach unten aufgerufen wird.

  • Nokias erstes Android-Smartphone, das Nokia X (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Das Smartphone ist technisch gesehen ein Lumia 520 in einem neuen Gehäuse. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Zusätzlich bietet es eine Unterstützung für zwei SIM-Karten. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Auf dem Nokia X läuft eine stark angepasste Version von Android 4.1.2. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Statt der üblichen drei Tasten gibt es beim X nur eine. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Das modifizierte Android erinnert an Windows Phone 8. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die Benutzeroberfläche besteht aus Kacheln, die allerdings deutlich weniger Funktionen bieten als die von Windows Phone 8. (Screenshot: Tobias Költzsch/Golem.de)
Nokias erstes Android-Smartphone, das Nokia X (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)

Mit Windows Phone vergleichbare Live-Kacheln gibt es beim Nokia X nicht, dafür kann der Nutzer auch Android-Widgets einbinden. Diese wirken allerdings inmitten der Kacheln etwas deplatziert. Im Grunde ist die Kacheloberfläche des Nokia X nur eine billige Kopie des eigentlichen Kachel-Bildschirms von Windows Phone. Und dies ist nicht die einzige Stelle, an der Nokia versucht, Funktionen von Windows-Phone-Smartphones zu importieren - und dabei scheitert.

Schlecht umgesetzte Windows-Phone-Funktionen

Ein weiteres Beispiel ist Glance Screen. Bei den neueren Windows-Phone-Lumias kann der Nutzer, sofern das Gerät einen Helligkeitssensor hat, die Uhrzeit und Statusinformationen durch Darüberhalten der Hand abrufen. Hierfür muss das Smartphone also nicht aus dem Schlafzustand aufgeweckt werden. Beim Nokia X gibt es diese Funktion nur als zeitlich begrenzte Anzeige, nachdem das Gerät in den Standby-Modus versetzt wurde. Bewegt der Nutzer seine Hand über das Display, passiert gar nichts.

Stellenmarkt
  1. MVZ Labor Ludwigsburg GbR, Ludwigsburg
  2. operational services GmbH & Co. KG, Braunschweig

Auch das Aufwecken per Doppeltipp auf das Display hat Nokia beim X eingebaut, auch hier jedoch nur als schlecht gelungene Kopie der ursprünglich sehr gut arbeitenden Funktion. Um das X aufzuwecken, müssen wir fast schon brachial auf das Display-Glas klopfen. Offenbar funktioniert das Aufwecken beim X über den Bewegungssensor - wir können das Smartphone auch aufwecken, indem wir kräftig auf die Rückseite schlagen oder das Gerät auf einen Tisch klopfen. Selbst wenn das Nokia X auf dem Tisch liegt und wir eine Müslischüssel daneben abstellen, wird es aktiviert.

Veraltete Android-Version als Grundlage 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 39,99€ (Release am 3. Dezember)
  2. 69,99€ (Release am 21. Februar 2020, mit Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. 4,99€
  4. (-12%) 52,99€

ger_brian 21. Apr 2014

Und das hast du woher?

koflor 20. Apr 2014

Das ist auch nicht schwer - das 1520 ist das aktuelle Top-Modell. Kein Wunder, wenn auf...

grorg 19. Apr 2014

Für Android schon. Und zwar an Microsoft wegen Patenten und so.

Nerd_vom_Dienst 19. Apr 2014

Evil Sheep muss man hier recht geben, weil es einfach der Realität entspricht. Zudem...

Anonymer Nutzer 19. Apr 2014

Tango Update for Beginners: "A minor update released in 2012 known as "Tango", along with...


Folgen Sie uns
       


E-Trofit elektrifiziert Dieselbusse - Bericht

Die Ingolstädter Firma E-Trofit elektrifiziert Dieselbusse. Golem.de hat sich die Umrüstung vorführen lassen.

E-Trofit elektrifiziert Dieselbusse - Bericht Video aufrufen
Change-Management: Die Zeiten, sie, äh, ändern sich
Change-Management
Die Zeiten, sie, äh, ändern sich

Einen Change zu wollen, gehört heute zum guten Ton in der Unternehmensführung. Doch ein erzwungener Wandel in der Firmenkultur löst oft keine Probleme und schafft sogar neue.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. IT-Jobs Der Amtsschimmel wiehert jetzt agil
  2. MINT Werden Frauen überfördert?
  3. Recruiting Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird

Internetprovider: P(y)ures Chaos
Internetprovider
P(y)ures Chaos

95 Prozent der Kunden des Internetproviders Pyur bewerten die Leistung auf renommierten Bewertungsportalen mit der Schulnote 6. Ein Negativrekord in der Branche. Was steckt hinter der desaströsen Kunden(un)zufriedenheit bei der Marke von Tele Columbus? Ein Selbstversuch.
Ein Erfahrungsbericht von Tarik Ahmia

  1. Bundesnetzagentur Nur 13 Prozent bekommen im Festnetz die volle Datenrate

Rohstoffe: Lithium aus dem heißen Untergrund
Rohstoffe
Lithium aus dem heißen Untergrund

Liefern Geothermiekraftwerke in Südwestdeutschland bald nicht nur Strom und Wärme, sondern auch einen wichtigen Rohstoff für die Akkus von Smartphones, Tablets und Elektroautos? Das Thermalwasser hat einen so hohen Gehalt an Lithium, dass sich ein Abbau lohnen könnte. Doch es gibt auch Gegner.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Wasserkraft Strom aus dem Strom
  2. Energie Wie Mikroben Methan mit Windstrom produzieren
  3. Erneuerbare Energien Die Energiewende braucht Wasserstoff

    •  /