Verfügbarkeit und Fazit

Das Nokia X ist offiziell nicht in Deutschland erhältlich, einige Online-Händler haben das Gerät aber in ihr Sortiment aufgenommen. Momentan kostet es 120 Euro.

  • Nokias erstes Android-Smartphone, das Nokia X (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Das Smartphone ist technisch gesehen ein Lumia 520 in einem neuen Gehäuse. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Zusätzlich bietet es eine Unterstützung für zwei SIM-Karten. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Auf dem Nokia X läuft eine stark angepasste Version von Android 4.1.2. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Statt der üblichen drei Tasten gibt es beim X nur eine. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Das modifizierte Android erinnert an Windows Phone 8. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die Benutzeroberfläche besteht aus Kacheln, die allerdings deutlich weniger Funktionen bieten als die von Windows Phone 8. (Screenshot: Tobias Költzsch/Golem.de)
Auf dem Nokia X läuft eine stark angepasste Version von Android 4.1.2. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)

Fazit

Mit dem X hat sich Nokia keinen Gefallen getan: Zu schlecht reagiert die Oberfläche, zu gering ist die App-Auswahl im Nokia Store - was eine Enttäuschung ist, da es für Android an sich die wichtigsten Apps gibt. Für viele dürfte außerdem die Installation von Android-APKs oder gar das Rooten zu umständlich sein.

Wir fragen uns, was Nokia mit dem X überhaupt erreichen will. Das Gerät ist bis auf die Dual-SIM-Option und ein Detail beim Prozessor fast baugleich mit dem Einsteigermodell Lumia 520, das mit knapp über 100 Euro aktuell weniger kostet und auch auf den gleichen Märkten angeboten wird. Statt eines ruckelfreien Windows Phone 8 läuft auf dem X aber ein verschlimmbessertes Android, das versucht, wie Windows Phone auszusehen. Die dabei imitierten Funktionen und Designelemente sind aber allesamt nur schlechte Kopien und erreichen den ursprünglichen Funktionsumfang bei Weitem nicht.

Eine weitere Frage ist: Wer soll das Nokia X kaufen? Laut Nokia selbst ist das Smartphone ein "günstiger Einstieg in die Service-Welt von Microsoft", beispielsweise für Onedrive oder Skype. Warum hierfür allerdings ein schlecht reagierendes Android-Gerät nötig sein soll, erschließt sich uns keinesfalls: Angesichts günstigerer und besserer Lumia-Modelle ist das X ein durch und durch überflüssiges Gerät. Und wer es noch preiswerter haben möchte, kann zu Nokias Asha-Modellen greifen.

Auch mit Custom-ROMs ist das Smartphone aufgrund der schwachen Hardware eher uninteressant. Wer ein günstiges Android-Gerät haben möchte, wird mit dem Pseudo-Windows-Phone von Nokia aufgrund der starken Änderungen nicht glücklich werden. Wer Windows Phone gut findet, wird sich aufgrund der deutlich schlechteren Leistung fragen, warum er nicht gleich zu einem vergleichbar teuren Gerät mit Microsofts Betriebssystem gegriffen hat. Und wer einfach nur ein preiswertes Smartphone haben möchte, findet mit den günstigen Lumias oder auch günstigen Android-Einsteigermodellen anderer Hersteller bessere Alternativen.

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ger_brian 21. Apr 2014

Und das hast du woher?

koflor 20. Apr 2014

Das ist auch nicht schwer - das 1520 ist das aktuelle Top-Modell. Kein Wunder, wenn auf...

grorg 19. Apr 2014

Für Android schon. Und zwar an Microsoft wegen Patenten und so.

Nerd_vom_Dienst 19. Apr 2014

Evil Sheep muss man hier recht geben, weil es einfach der Realität entspricht. Zudem...



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