Nokia: Verkauf an Microsoft verzögert sich

Wettbewerbsbehörden in Asien haben der Übernahme des Nokia-Bereiches Devices & Services noch nicht zugestimmt. Bei dem Milliardengeschäft kann die Zeitplanung damit nicht gehalten werden. Steve Ballmer kündigt an, vielleicht auch den Aufsichtsrat zu verlassen.

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Nokia: Verkauf an Microsoft verzögert sich
(Bild: Markku Ulander/AFP/Getty Images)

Der Verkauf des Nokia-Bereiches Devices & Services wird nicht wie geplant im ersten Quartal 2014 abgeschlossen. Das gab der finnische Konzern am 24. März 2014 bekannt. Die Übernahme soll nun im April vollzogen werden. Microsoft erklärte am 3. September 2013, Nokias Geschäft mit Mobiltelefonen, Diensten und dazugehörige Patente zu kaufen und dafür rund 5,44 Milliarden Euro zu zahlen.

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Nokia und Microsoft bleiben in der Sache engagiert, teilten die Konzerne mit. "Doch die Transaktion benötigt die ausstehenden Genehmigungen von bestimmten Kartellbehörden in Asien", die ihre Bewertungen noch nicht abgeschlossen hätten.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, hätte Konkurrenten wie Samsung und Huawei Technologies Bedenken geäußert, dass die Übernahme Patentlizenzen verteuern werde. Das chinesische Handelsministerium führt eine wettbewerbliche Prüfung der Übernahme durch, werde nach bisherigen offiziellen Angaben dem Verkauf jedoch zustimmen. In 15 weiteren Märkten, darunter in den USA und in der Europäischen Union, haben die Behörden bereits die Übernahme genehmigt.

Der ehemalige Microsoft-Chef Steve Ballmer hatte erklärt, dass er sich nicht sicher sei, wie lange er im Aufsichtsrat von Microsoft bleiben werde. Dies hänge davon ab, was sich in seinen verbleibenden Lebensjahren entwickeln werde, sagte Ballmer in einem Interview. Er ist nach Mitbegründer Bill Gates mit vier Prozent der zweitgröte Einzelaktionär bei Microsoft. Die Anteile sind über 13 Milliarden US-Dollar wert. Egal ob Ballmer im Aufsichtsrat sitzt oder nicht, hat er damit eine gewichtige Stimme bei künftigen Entscheidungen zur Zukunft des Konzerns.

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