Nokia Here: Daimler will eigene Karten aus Angst vor Hackerattacken

Mit der zunehmenden Vernetzung von Autos steigt auch die Gefahr von Hackerangriffen. Dies ist laut Daimler-Chef Zetsche ein Grund dafür, dass die deutschen Autobauer den Kartendienst Nokia Here wollen.

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Daimler-Chef Zetsche sorgt sich um die IT-Sicherheit vernetzter Autos.
Daimler-Chef Zetsche sorgt sich um die IT-Sicherheit vernetzter Autos. (Bild: Hannibal Hanschke/Reuters)

Daimler-Chef Dieter Zetsche hat den geplanten Kauf des Kartendienstes Nokia Here mit der Gefahr von Hackerangriffen begründet. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag berichtete, sagte Zetsche in einer Telefonkonferenz auf die Frage, ob er sich Gedanken um die IT-Sicherheit der Mercedes-Benz-Modelle mache: "Aus Exakt diesen Gründen wollen wir eine Plattform zusammen mit unseren deutschen Wettbewerbern kaufen, um die Plattform kontrollieren zu können, die autonomes Fahren ermöglichen wird." Das Ziel von Daimler bestehe darin, die Software sicher zu konzipieren.

In dieser Woche hatte das Magazin Wired berichtet, dass zwei Sicherheitsexperten über das Internet die Kontrolle über einen Cherokee Jeep erlangt hätten. Offenbar gab es eine Sicherheitslücke im Unterhaltungssystem Uconnect des Autokonzerns Fiat-Chrysler in Verbindung mit dem erforderlichen GSM-Modul eines Mobilfunkanbieters. Den beiden Hackern war es gelungen, aus der Ferne sogar die Bremsen zu betätigen und die Lenkung zu übernehmen.

Kauf hängt angeblich an Patentfragen

Verschiedene Medien hatten Anfang der Woche berichtet, dass die deutschen Autohersteller für 2,5 Milliarden Euro den Zuschlag für den Kartendienst Nokia Here erhalten hätten. Alle anderen Bieter hätten sich aus dem Verkaufsprozess zurückgezogen. Laut Reuters hängt der Vertragsabschluss allerdings noch an der Frage, wer bestimmte Patente besitze, die die Kommunikation automatisierter Autos mit Mobilfunknetzen ermöglichten. Zetsche sagte laut Reuters, dass Konsortium aus Daimler, BMW und Audi wolle die Software auch anderen Herstellern anbieten.

Für die Autohersteller werden Kartendienste zunehmend wichtiger, um automatisierte Funktionen oder Fahrassistenzsysteme anzubieten. Allerdings reichen die aktuellen Karten von Nokia Here bei Weitem nicht für automatisiertes Fahren aus. Wichtig ist für die Navigation zudem, die Karten ständig auf einem möglichst aktuellen Stand zu halten.

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