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Nokia: Google will On-Board-Internet Ausrüster werden

Google will von Nokia den Ausrüsterbereich für Onboard-Internet kaufen. Es geht um LTE basierte Luft-Boden-Kommunikation und das Netz der Deutschen Telekom.

Artikel veröffentlicht am ,
Technik des European Aviation Networks
Technik des European Aviation Networks (Bild: Deutsche Telekom)

Google will das Flugzeug-Breitbandgeschäft von Nokia übernehmen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise. Alphabet will so neue Dienste erschließen und mehr Nutzer erreichen, indem es Technik für On-Bord-Internet anbietet.

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Die Gespräche seien bereits weit fortgeschritten und eine Einigung könnte bald erzielt werden, sagten die Quellen. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht getroffen worden und die Unternehmen könnten sich immer noch gegen eine Abmachung entscheiden. Vertreter von Alphabet und Nokia wollten sich auf Anfrage von Bloomberg nicht dazu äußern. Der Telekommunikationsausrüster Nokia steht unter Druck des Marktführers Huawei, braucht offenbar Geld und will sich deshalb von dem Bereich trennen.

Alcatel-Lucent und die Deutschen Telekom arbeiten bereits seit 2008 in dem Inflight-Connectivity-Projekt zusammen. Seit Januar 2016 gehört Alcatel-Lucent zum Nokia-Konzern, das EAN-Projekt (European Aviation Network) ist damit Teil der Unternehmensstrategie von Nokia geworden. "Nokias Beitrag zum EAN ist die Bereitstellung ergänzender Bodenkomponenten CGC (Complementary Ground Component), wir sind Partner von Inmarsat und Deutscher Telekom. Wir arbeiten bereits mehrere Jahre mit beiden Parteien unter anderem in der Forschung und Entwicklung zusammen, um die besonderen Anforderungen und Designansprüche an die Ausrüstung von Satelliten- und terrestrischen Komponenten zu realisieren", erklärte Nokia im Jahr 2016 der Bundesnetzagentur (PDF).

Was Nokia anbietet

Im Jahr 2012 wurden gemeinsam mit Deutscher Telekom und Airbus die ersten LTE Air to ground (A2G) Demoflüge ermöglicht.

Im Jahr 2014 konnte Nokia mit Inmarsat die Zusammenarbeit zur Entwicklung eines hybriden Luftverkehrsnetzes bekanntgeben. Die Aufgabe war die Anpassung der LTE-Technologie der Bodeninfrastruktur an das S-Band-Spektrum. Nokia wurde im Oktober 2015 Anbieter des LTE-Boden-Netzwerks. "Wir entwickeln und bauen die Bodenkomponente der A-CGC-Lösung, zur Übertragung wird das gleiche Frequenzband wie das Satelliten MSS-System verwendet. Wir möchten betonen, dass die geschätzten 300 LTE-Basisstationen für das EAN, nicht Teil des Mobilfunknetzes der Deutschen Telekom sind. Sie sind ein integraler Bestandteil des kombinierten Satelliten- und bodenbasierten Netzwerkes von Inmarsat", betonte Nokia.

Das CGC sei ein Nischensystem, das zusätzliche Kapazitäten für das Satelliten-Netzwerk zur Verfügung stellt. Die Antennen seien speziell zur Deckung des Luftraums entwickelt. Sowohl das Antennendiagramm als auch das Netzwerk-Design (Ausrichtung der Antennen) deckten ausschließlich die Verbindung zum Flugzeug ab. Es sei keine direkte Anbindung für die Endnutzer über das terrestrische Netz möglich, da sich nur spezielle Terminals im Flugzeug mit dem Netzwerk verbinden könnten. Für die Endnutzer im Flugzeug werde ausschließlich eine Konnektivität über WiFi-Konnektivität gewährleistet. Es gebe keine direkte Verbindung zwischen dem Bodennetzwerk und den mobilen Endgeräten der Passagiere.

Angaben zur Datenrate der Satellitenverbindung und wie stark sich der Wechsel im Flug auf das S-Band in der Praxis auf die Leistung auswirkt, liegen nicht vor.



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Bernhard Garrels 11. Apr 2018

Warum lassen sich die Europäer immer wieder die Zukunft vom Brot nehmen. Jedes Stück...


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