Nokia: Die ersten 5G-Netze werden nicht mobil sein

Die ersten 5G-Netze werden Fixed Wireless Access (FWA) sein. Das sagte Jane Rygaard, Head of Marketing, Advanced Mobile Networks Solutions bei Nokia, am 25. Februar 2019 auf dem MWC in Barcelona. Grund sei die Verfügbarkeit der Chipsätze. "Das ist einfacher, die CPE (Customer Premises Equipment) bewegt sich nicht" , erklärte Rygaard.
Fixed Wireless Access, um die letzte Meile mit 5G zu überwinden, sei auch mit Small Cells möglich, sagte Michael Clever, Head of CloudRAN für Mobile Networks bei Nokia.
Laut Berechnungen der Bell Labs von Nokia würde jeder Nutzer im Jahr 2025 ein Datenvolumen von 90 GByte pro Monat benötigen. Dies sei nur mit 5G zu bewältigen, erklärte Clever. Dazu komme die Kapazität, viel mehr Geräte in einer Funkzelle zu versorgen als LTE.
Neue Netzwerke könnten komplett Cloud-basiert aufgebaut werden, sagte Clever: "Auch der Bereich Radio wandert in die Cloud." Das Rendering werde ebenfalls beim Gaming am Smartphome in die Cloud verlegt, ins Edge Rechenzentrum.
So könnten neue Netzwerke komplett Cloud-basiert entworfen werden, ohne Altlasten aus früheren Standards mit sich herumzuschleppen - ein komplett neuer Weg, Netzwerke zu entwerfen. Doch nicht alle Services aus älteren Netzen ließen sich damit anbieten. In Japan tritt der Provider Rakuten als neuer LTE-Netzbetreiber auf und mache sich das zunutze. Dabei ist Nokia einer der Ausrüster.
Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Huawei am MWC 2019 in Barcelona teilgenommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.



