Nokia: Deutlich höhere Datenraten durch LTE 900 möglich

Durch Multi-Band-Carrier-Aggregation kann LTE 900 die Datenrate im Netz stark erhöhen. Nokia sieht den Ausbau der Telekom hier als richtungsweisend für Europa.

Artikel veröffentlicht am ,
Mobilfunkausbau
Mobilfunkausbau (Bild: Deutsche Telekom)

Nokia sieht große Möglichkeiten in der Nutzung des 900-MHz-Bands für LTE, das die Deutsche Telekom in der vergangenen Woche angekündigt hat. Nokia- Sprecherin Martina Grüger-Bühs sagte Golem.de auf Anfrage: "LTE im 900-MHz-Band bietet hervorragende Netzabdeckungseigenschaften. Das liegt an der relativ niedrigen Frequenz, die eine mehr als dreifache Zellgröße, das heißt Abdeckung pro Antennenstandort, im Vergleich zu LTE im 2.6-GHz-Band ermöglicht."

Damit komplementiere LTE 900 die anderen LTE-Frequenzbänder. Durch die Kombination von mehreren Frequenzbändern auf einem Antennenträger (Multi-Band-Carrier-Aggregation) würden deutlich höhere Datenraten erreicht. Besonders im ländlichen Raum könne LTE 900 das bestehende LTE-800-Netz durch zusätzliche Bandbreite entlasten.

Ein weiterer Vorteil liegt den Angaben zufolge darin, dass für LTE 900 bestehende GSM-900-Antennenstandorte genutzt werden können und keine neuen eingekauft werden müssen.

LTE 900 eignet sich sowohl für mobiles Internet mit einem starken Anteil an Videoverkehr als auch für VoLTE und für das Internet of Things (IoT) mit seinen sensorvernetzten Objekten. Grüger-Bühs: "Deshalb sehen wir die LTE-900-Einführung der Telekom als richtungsweisend für den europäischen Telekommunikationsmarkt. Wir begrüßen sie als wichtigen Schritt in der Netzevolution von 4G zu 5G."

Um ihre Frequenzpositionen zu verbessern, hatten Vodafone und die Telekom in den vergangenen Wochen eine umfangreiche und abgestimmte Umsortierung ihrer bisherigen GSM-Frequenzen vorgenommen. Walter Goldenits, Technik-Chef Telekom Deutschland, sagte in der vergangenen Woche: "Wir haben jetzt als einziger Netzbetreiber 15 MHz Bandbreite auf der 900-MHz-Frequenz." Nun sei es möglich, dieses Spektrum zusammenhängend und ungestückelt zu nutzen.

Nachtrag vom 24. März 2017, 11:28 Uhr

Vodafone-Sprecher Dirk Ellenbeck sagte Golem.de: "LTE 800 hat noch bessere Eigenschaften und wird darum von uns seit Ausbaustart genutzt. Wir sind der erste und einzige Netzbetreiber in Deutschland, der überhaupt schon 4.5G anbietet - mit Geschwindigkeiten von jetzt bis zu 500 MBit/s."

Genau genommen handelt es sich hier aber noch nicht um 4.5 G oder LTE Advanced Pro. Dabei geht es um Carrier Aggregation über Dreifach- bis Fünffach- und High-MIMO jenseits von 4x4 und eine höhere Modulationsrate für die Luftübertragung, höher als 64 QAM. Damit wären 1 GBit/s möglich.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


M.P. 24. Mär 2017

Naja, ich habe mich auch eher gefragt, was es den Telcos für Nutzen bringt, ihre Kunden...

Braineh 24. Mär 2017

Ach was wäre das schön, Glasfaser statt meiner 2MBit... Muss dem Seehofer dringend...

M.P. 23. Mär 2017

Es kommt ja nicht auf die abgedeckte Fläche an, sondern auf die Besiedelungsdichte. Es...

Moe479 23. Mär 2017

sagt es sei günstig auf in ihrem auftrag zu bewerbende lizenzträchtige produkte...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
OpenAI
Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store

Nur einen Tag, nachdem OpenAI ChatGPT für Entwickler geöffnet hat, lassen sich Angebote finden, die es nicht geben dürfte.

OpenAI: Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store
Artikel
  1. AVM: Huawei-Patent kommt in Fritzboxen nicht zum Einsatz
    AVM
    Huawei-Patent kommt in Fritzboxen nicht "zum Einsatz"

    Huawei hat einen großen Patentpool zu Wi-Fi 6. Fritzbox-Hersteller AVM hat die Patente nach eigenen Angaben in seinen Wi-Fi-6-Routern nicht genutzt, will sie aber dennoch für ungültig erklären lassen.

  2. LTE: Kaum weniger Funklöcher in Deutschland
    LTE
    Kaum weniger Funklöcher in Deutschland

    Während bei 5G viel ausgebaut wurde, haben die Netzbetreiber zu wenig LTE-Funklöcher geschlossen. Das ergab zumindest eine Auswertung von Verivox.

  3. E-Corner: Hyundai entwickelt Klappräder zum seitlichen Einparken
    E-Corner
    Hyundai entwickelt Klappräder zum seitlichen Einparken

    Die Hyundai-Tochter Mobis präsentiert eine Technik, mit der sich die Autoräder seitlich drehen lassen, um das parallele Einparken zu erleichtern.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Lenovo 34" 21:9 Curved WQHD 299€ • ASRock RX 7900 XTX 1.039,18€ • War Hospital 21,59€ • Amazon-Geräte -50% • Acer 34" OLED UWQHD 175Hz 999€ • PS5 + Spider-Man 2 569€ • AMD Ryzen 9 5950X 379€ • Switch-Controller 17,84€ • AOC 27" QHD 165Hz 229€ • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /