Nokia Deepfield: Auch Webnutzung in Coronakrise stark angestiegen
Das Datenvolumen stabilisiert sich in der Corona-Pandemie auf sehr hohem Niveau. Das erklärte Craig Labovitz, Chief Technology Officer des Netzwerkanalyse- und Security-Bereichs Nokia Deepfield, in einem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) in Bezug auf Westeuropa und die USA. Unmittelbar nach dem Lockdown wurde ein deutlicher Anstieg des Datenverkehrs beobachtet – an Wochentagen um mehr als 45 Prozent und in einigen Fällen sogar um mehr als 50 Prozent. Sowohl an Wochentagen als auch am Wochenende liegt das Webbrowsing hinter Videostreaming auf Platz 2 der datenintensiven Anwendungen, mit einem viel höheren Volumen als Gaming oder soziale Netzwerke.
Abgesehen von ein paar Ausnahmen haben sich die Netze in Europa an den Wochenenden weitgehend stabilisiert, die Auslastung liegt aber weiterhin deutlich über dem Niveau der Vor-Pandemiezeit. "Vor allem abends an den Wochenenden muss sich immer wieder zeigen, ob die Netze die zusätzliche Nachfrage bewältigen können" , erklärte Labovitz. Der Datenverkehr an den Abenden der Wochenenden nahm demnach um 20 bis 40 Prozent zu.
Nach wie vor kommt der der größte Teil des Datenverkehrs zu den Spitzenzeiten des Wochenendes von 21 bis 23 Uhr durch Videostreaming zustande. Ein Höchstwert wurde am 4. April in Spanien erreicht. Einen Tag zuvor hatte Netflix die mit Spannung erwartete vierte Staffel der spanischen Serie La Casa de Papel veröffentlicht.
Beim Upstream war im März ein 30-prozentiger Anstieg des Datenverkehrs am Beispiel ausgewählter Netze in den USA festzustellen. Dieser Anstieg ist wahrscheinlich eine Folge des enormen Wachstums bei Videokonferenzen und Ähnlichem. Auch bei der Office-Suite von Microsoft ist wegen verstärkter Arbeit im Homeoffice eine Zunahme des Upstream-Datenverkehrs zu sehen.
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