Nokia: Bei stabilem WLAN wäre kein 5G nötig

Für viele Anwendungen würde laut Nokia auch ein WLAN oder 4G ausreichen - allerdings nicht, wenn die Anforderungen größer sind.

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Wolfgang Hackenberg, Geschäftsführer von Nokia Deutschland
Wolfgang Hackenberg, Geschäftsführer von Nokia Deutschland (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Industrie 4.0 wäre auch mit WLAN möglich, "wenn das WLAN denn stabil bleiben würde". Das sagte Wolfgang Hackenberg, Geschäftsführer von Nokia Deutschland, am 26. November 2019 in Stuttgart. "Um Werkstücke mit Sensoren auszustatten, brauchen wir noch keine Echtzeit und keine große Bandbreite. Das geht auch mit WLAN und 4G. Aber wenn ich 500 Kameras habe, brauche ich Bandbreite und Ausfallsicherheit."

Den Angaben zufolge testet Nokia im Norden Finnlands, wo ein Teil der eigenen 5G-Produkte hergestellt wird, 5G-Netze in der Fertigung. "Wir haben hier jährlich 30 Prozent Produktivitätssteigerung durch das private Netz", erklärte der Nokia-Deutschlandchef.

Laut Hackenberg wird "5G nicht funktionieren, ohne eine gefühlt endlos zur Verfügung stehende Bandbreite." Wenn wir mit dem Netz umgehen, wollten wir nicht warten. 5G schaffe eine gefühlte Echtzeit, eine gefühlte endlose Bandbreite, eine gefühlte Echtzeit im Millisekundenbereich. "Das ist nicht spannend für die Verbraucher, das ist spannend für die Industrie 4.0"

Nokia habe "einen kleinen Anteil chinesische Fertigung. Die könnten wir auch woanders hin verlagern, sollte es notwendig werden. Wir unterliegen keinem Einfluss einer fremden Regierung", sagte Hackenberg mit Blick auf die politische Diskussion um einen Ausschluss von Huawei vom Netzausbau in Deutschland, den die US-Regierung fordert.

In der Forschungsabteilung Nokias, den Bell Labs, werde bereits an mehr gearbeitet. "Bei den Bell Labs da draußen gelingen 50 GBit/s", sagte Hackenberg. Für Volker Ziegler, B5G Leadership bei den Nokia Bell Labs, kommt das 6G-Zeitalter in zehn Jahren. 6G komme dann, um neue Welten zu vernetzen und zu verbinden.

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