Abo
  • Services:

Nokia 1 im Test: Android Go macht noch kein flinkes Smartphone

HMD Globals Nokia 1 ist ein sehr günstiges Android-Smartphone, das sich an Einsteiger richtet. Im Test zeigt sich, dass man mitunter etwas Wartezeit mitbringen muss - daran ändert auch die Auslieferung mit Android Go nichts.

Ein Test von veröffentlicht am
Das Nokia 1 von HMD Global
Das Nokia 1 von HMD Global (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

HMD Global hat sich mittlerweile den guten Ruf erarbeitet, seine Smartphones recht zuverlässig auf dem aktuellen Android-Stand zu halten. Entsprechend bringt der finnische Hersteller auch seine preiswerten Smartphones mit aktueller Software auf den Markt: Das auf dem Mobile World Congress (MWC) 2018 vorgestellte Nokia 1 macht da keinen Unterschied, obgleich es nur 100 Euro kostet.

Inhalt:
  1. Nokia 1 im Test: Android Go macht noch kein flinkes Smartphone
  2. Wartezeit beim App-Wechsel und der Kamera
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Das Nokia 1 gehört zu denjenigen Smartphones, die keine normale Android-Version haben, sondern mit Android Go erscheinen. Android Go ist eine spezielle Variante von Oreo, die explizit für die Nutzung auf technisch schwächer ausgerüsteten Smartphones zugeschnitten ist. Das Nokia 1 ist aufgrund seiner Hardware prädestiniert für Android Go. Im Test zeigt sich, dass Nutzer des Smartphones trotzdem häufig viel Geduld mitbringen müssen.

Das Nokia 1 hat ein 4,5 Zoll großes Display, das eine Auflösung von 854 x 480 Pixeln hat. Das ergibt eine Pixeldichte von nur 217 ppi, was man den Bildschirminhalten auch ansieht: Sie sind bei näherer Betrachtung nicht scharf. Die Blickwinkelstabilität hingegen ist in Ordnung: Die Helligkeit nimmt nur in geringem Maße ab, die Farben bleiben weitgehend stabil. Als störend empfinden wir allerdings das stark spiegelnde Displayglas, das in hellen Umgebungen zu einer Beeinträchtigung der Sicht führen kann.

Das Gehäuse des Nokia 1 ist aus Kunststoff, der sich weniger hochwertig anfühlt als bei anderen Geräten der Nokia-Marke. Die Rückseite ist abnehmbar und kann gegen andere Cover ausgetauscht werden. Die allgemeine Verarbeitung ist ok, trotz des geringen Preises ist das Smartphone verwindungssteif und knarzt nicht. Einen Vergleich mit teureren Geräten kann das Nokia 1 aber natürlich nicht gewinnen - auch nicht mit den nur geringfügig teureren Geräten von HMD Global selbst.

Stellenmarkt
  1. BTC Europe GmbH, Monheim am Rhein
  2. ttransact Elektronische Zahlungssysteme GmbH dba. epay, Martinsried bei München

Im Inneren des Smartphones arbeitet Mediateks MT6737M, ein Quad-Core-SoC mit einer maximalen Taktrate von 1,1 GHz. Der Arbeitsspeicher ist 1 GByte groß, der Flash-Speicher 8 GByte. Ein Steckplatz für Micro-SD-Karten ist eingebaut. Mit der Prozessorausstattung bewegt sich das Nokia 1 am unteren Rand des Leistungsspektrums, was sowohl ein Blick auf die Benchmark-Ergebnisse als auch die tägliche Nutzung zeigen.

  • Bereits mit dem Nokia 1 gemachte Tageslichtaufnahmen sind qualitativ nicht gut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bei Innenraumaufnahmen wirkt es mitunter so, als ob das Objektiv verschmiert sei - die Linse war bei dieser Aufnahme allerdings blitzsauber. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Nokia 1 von HMD Global kostet 100 Euro und gehört damit zu den preiswertesten Android-Smartphones am Markt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Nokia 1 hat ein Gehäuse aus Kunststoff, die rückseitige Schale ist auswechselbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kamera hat 5 Megapixel und macht schlechte Bilder. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Display hat mit 4,5 Zoll eine angenehme Größe - die Auflösung ist mit 854 x 480 Pixeln aber nicht mehr zeitgemäß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Nokia 1 hat einen Klinkenanschluss für Kopfhörer. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nehmen wir die Rückseite des Nokia 1 ab, können wir zwei SIM-Karten und eine Speicherkarte einsetzen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Akku ist leicht wechselbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Nokia 1 mit abgenommener Rückseite (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Nokia 1 von HMD Global kostet 100 Euro und gehört damit zu den preiswertesten Android-Smartphones am Markt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Benchmark-Werte am unteren Ende der Leistungsskala

Im Geekbench-Gerätetest erreicht das Smartphone einen Single-Wert von nur 492 Punkten - das entspricht dem Niveau des Jelly-Smartphones, das ebenfalls von der Leistung her nur schwach ausgestattet ist. Zum Vergleich: Ein aktuelles Top-Smartphone wie das Xperia XZ2 Compact mit seinem Snapdragon-845-SoC schafft im gleichen Test fast 2.500 Zähler. Im Icestorm-Unlimited-Test des 3DMark erreicht das Nokia 1 magere 3.320 Punkte - das Xperia XZ2 Compact erreicht im Vergleich fast 64.000 Zähler. Die Vergleichswerte dienen lediglich der Einordnung; eine Konkurrenz zu den aktuellen Topgeräten soll das Nokia 1 natürlich nicht sein.

Wartezeit beim App-Wechsel und der Kamera 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 29,00€ inkl. Versand
  2. (-60%) 7,99€
  3. 369,00€ (Vergleichspreis ab 450,99€)

BRB 09. Mai 2018

Ich kanns ehrlich gesagt auch nicht verstehen, vor Allem da - wie im Artikel erwähnt...

storm009 24. Apr 2018

Euch ist aber klar, dass 99¤ die UVP ist und ihr auch nicht die Zielgruppe seit. Das...

mwo (Golem.de) 24. Apr 2018

Bei mir immer! ;-)

tk (Golem.de) 24. Apr 2018

Hoppla! Das sollte natürlich GHz heißen. :o)

EsSieErDuIch 24. Apr 2018

wäre die Perfomance sicher besser ;- ) Bin etwas überrascht über die Bemerkung zu dem...


Folgen Sie uns
       


OLKB Planck - Test

Die Planck von OLKB ist eine ortholineare Tastatur mit nur 47 Tasten. Im Test stellen wir aber fest, dass wir trotzdem problemlos mit dem Gerät arbeiten können - nachdem wir uns in die Programmierung eingearbeitet haben.

OLKB Planck - Test Video aufrufen
Disenchantment angeschaut: Fantasy-Kurzweil vom Simpsons-Schöpfer
Disenchantment angeschaut
Fantasy-Kurzweil vom Simpsons-Schöpfer

Mit den Simpsons ist er selbst Kult geworden, und Nachfolger Futurama hat nicht nur Sci-Fi-Nerds mit einem Auge für verschlüsselte Gags im Bildhintergrund begeistert. Bei Netflix folgt nun Matt Groenings Cartoonserie Disenchantment, die uns trotz liebenswerter Hauptfiguren in Märchenkulissen allerdings nicht ganz zu verzaubern weiß.
Eine Rezension von Daniel Pook

  1. Streaming Wachstum beim Pay-TV dank Netflix und Amazon
  2. Videostreaming Netflix soll am Fernseher übersichtlicher werden
  3. Quartalsbericht Netflix verfehlt eigene Prognosen um 1 Million Neukunden

IMHO: Heilloses Durcheinander bei Netflix und Amazon Prime
IMHO
Heilloses Durcheinander bei Netflix und Amazon Prime

Es könnte alles so schön sein abseits vom klassischen Fernsehen. Netflix und Amazon Prime bieten modernes Encoding, 4K-Auflösung, HDR-Farben und -Lichter, flüssige Kamerafahrten wie im Kino - leider nur in der Theorie, denn sie bringen es nicht zum Kunden.
Ein IMHO von Michael Wieczorek

  1. IMHO Ein Lob für Twitter und Github
  2. Linux Mit Ignoranz gegen die GPL
  3. Sicherheit Tag der unsinnigen Passwort-Ratschläge

Matebook X Pro im Test: Huaweis zweites Notebook ist klasse
Matebook X Pro im Test
Huaweis zweites Notebook ist klasse

Mit dem Matebook X Pro veröffentlicht Huawei sein zweites Ultrabook. Das schlanke Gerät überzeugt durch ein gutes Display, flotte Hardware samt dedizierter Grafikeinheit, clevere Kühlung und sinnvolle Anschlüsse. Nur die eigenwillig positionierte Webcam halten wir für fragwürdig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Android Huawei stellt zwei neue Tablets mit 10-Zoll-Displays vor
  2. Smartphones Huawei will Ende 2019 Nummer 1 werden
  3. Handelskrieg Huawei-Chef kritisiert Rückständigkeit in den USA

    •  /