Wartezeit beim App-Wechsel und der Kamera

Ausgeliefert wird das Smartphone mit Android Go 8.1, Googles reduzierter Variante von Android 8.1. Das Betriebssystem soll dafür sorgen, dass schwächer ausgestattete Smartphones halbwegs flüssig laufen - "halbwegs" scheint uns eine notwendige Einschränkung zu sein, da das Nokia 1 trotz Android Go eben nicht wirklich flüssig arbeitet. Im Alltag zeigt sich das hauptsächlich in Wartezeiten, beispielsweise wenn wir nach längerer App-Nutzung auf den Startbildschirm wechseln.

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Auch bei App-Starts warten wir länger als bei Geräten mit besserer Ausstattung. Machen wir zudem mit der Kamera ein Foto, dauert es einen kleinen Augenblick, bis uns die Kamera-App wieder zur Verfügung steht - das Abspeichern des Bildes führt zu einem kleinen Aussetzer. Schlimmer noch ist die Wartedauer, wenn wir unser soeben geschossenes Bild direkt aus der Kamera-App heraus betrachten wollen: Dann warten wir stellenweise mehrere Sekunden.

  • Bereits mit dem Nokia 1 gemachte Tageslichtaufnahmen sind qualitativ nicht gut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bei Innenraumaufnahmen wirkt es mitunter so, als ob das Objektiv verschmiert sei - die Linse war bei dieser Aufnahme allerdings blitzsauber. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Nokia 1 von HMD Global kostet 100 Euro und gehört damit zu den preiswertesten Android-Smartphones am Markt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Nokia 1 hat ein Gehäuse aus Kunststoff, die rückseitige Schale ist auswechselbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kamera hat 5 Megapixel und macht schlechte Bilder. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Display hat mit 4,5 Zoll eine angenehme Größe - die Auflösung ist mit 854 x 480 Pixeln aber nicht mehr zeitgemäß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Nokia 1 hat einen Klinkenanschluss für Kopfhörer. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nehmen wir die Rückseite des Nokia 1 ab, können wir zwei SIM-Karten und eine Speicherkarte einsetzen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Akku ist leicht wechselbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Nokia 1 mit abgenommener Rückseite (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die Kamera hat 5 Megapixel und macht schlechte Bilder. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Android Go sorgt nicht für ein flüssig laufendes System

Dennoch beherrscht das Nokia 1 im Grunde alles, was wir von einem Smartphone erwarten: Wir können problemlos Videos auf Youtube anschauen, E-Mails abfragen, im Internet browsen oder Chatprogramme nutzen. Der Chrome-Browser reagiert nach einer mitunter längeren Startphase ohne allzu störende Ruckler, die allgemeine Bedienbarkeit des Systems leidet aber unter den Leistungsproblemen. Spiele sind generell für das Nokia-Smartphone kein Problem, so lange sie grafisch nicht allzu aufwendig sind. Für die gängigen Puzzle- oder Tower-Defense-Spiele ist das Gerät also problemlos geeignet.

Wechseln wir von einer App in eine zuvor ausgeführte, warten wir aufgrund des begrenzten Arbeitsspeichers teilweise ebenfalls ein wenig, bis das System die Anwendung neu geladen hat. Android Go behilft sich hier mit kleinen Tricks: So werden die Apps in der Übersicht der zuletzt genutzten Anwendungen als unscharfe Screenshots angezeigt, bei manchen Apps wird bei uns auch nur der Name angezeigt und kein App-Inhalt. Diese unscharfe Ansicht bekommen wir auch hin und wieder, wenn wir eine App wieder aufrufen.

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Im Großen und Ganzen sorgt Android Go auf dem Nokia 1 dafür, dass wir das Smartphone zwar benutzen können - Spaß macht das aber nicht. Die alltäglichen Standardanwendungen beherrscht das Smartphone, die Wartezeiten machen die Benutzung aber zu einem Geduldsspiel. Einen besonderen Vorteil bezüglich der Systemgeschwindigkeit dank Android Go verglichen mit anderen günstigen Smartphones, die mit einer normalen Android-Version erschienen sind, können wir ehrlich gesagt nicht erkennen.

Go-Apps mit verringertem Speicherbedarf

Bestandteil von Android Go sind auch spezielle Apps, die im Anwendungsnamen oder im Logo mit einem "Go" gekennzeichnet sind. Diese Anwendungen hat Google in der Speichrgröße reduziert, um den mit 8 GByte doch recht eingeschränkten internen Speicherplatz nicht allzu sehr zu belasten. Im Falle von Maps Go ist die App einfach eine Progressive Web App, die eine spezielle Maps-Webseite als App darstellt. Hier können wir den Kartenausschnitt ganz normal bewegen und vergrößern, was fehlt, sind die Erkundungsoptionen der normalen Maps-App. Gmail oder die Google-Suche hingegen unterscheiden sich von der Nutzung her nicht nennenswert von ihren vollwertigen Pendants.

Auf der Rückseite des Nokia 1 ist eine 5-Megapixel-Kamera installiert, die einen Fixfokus und ein LED-Fotolicht hat. Die Frontkamera hat 2 Megapixel und eignet sich entsprechend eher nur für Videotelefonie. Die Hauptkamera auf der Rückseite ist qualitativ maximal für Schnappschüsse bei Tageslicht geeignet. Die Schärfe ist schlecht, auch bei sehr gutem Licht gemachte Fotos haben bereits starke Artefakte. Bei einem Bild unseres durch Kunstlicht erhellten Büroflurs dachten wir zunächst, die Linse sei bei der Aufnahme schmutzig gewesen - nur um festzustellen, dass Details bei schlechterem Licht tatsächlich komplett ausgewaschen und regelrecht verschmiert sind. Einen Preis für die Kamera gewinnt das Nokia 1 mit Sicherheit nicht, im Gegenteil: Sie ist für Nutzer, die gerne mal ein Foto mit ihrem Smartphone machen wollen, ein Grund, das Gerät nicht zu kaufen.

Das Nokia 1 unterstützt Cat4-LTE, Nutzer können zwei SIM-Karten gleichzeitig verwenden. Anders als bei Herstellern wie Huawei verdrängt die zweite SIM-Karte nicht die Micro-SD-Karte, die einen eigenen Steckplatz besitzt. WLAN beherrscht das Smartphone nach 802.11b/g/n, Bluetooth läuft in der Version 4.2. Ein GPS-Modul ist eingebaut, auf einen NFC-Chip müssen Käufer verzichten.

Wechselbarer Akku und gute Akkulaufzeit

Der Akku des Nokia 1 hat eine Nennladung von 2.150 mAh. Anders als bei den meisten aktuellen Smartphones lässt er sich einfach austauschen, da die Rückseite des Smartphones ja abnehmbar ist. Entsprechend können Nutzer auch mehrere Akkus verwenden, etwa wenn sie längere Zeit unterwegs sind, ohne eine Möglichkeit zum Laden zu haben. Einen Full-HD-Film können wir bei maximaler Helligkeit über 7,5 Stunden lang anschauen, ein guter Wert. Im Alltag hält das Nokia 1 bei sparsamer Nutzung auch gerne zwei Tage lang durch.

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 Nokia 1 im Test: Android Go macht noch kein flinkes SmartphoneVerfügbarkeit und Fazit 
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BRB 09. Mai 2018

Ich kanns ehrlich gesagt auch nicht verstehen, vor Allem da - wie im Artikel erwähnt...

storm009 24. Apr 2018

Euch ist aber klar, dass 99¤ die UVP ist und ihr auch nicht die Zielgruppe seit. Das...

mwo (Golem.de) 24. Apr 2018

Bei mir immer! ;-)

tk (Golem.de) 24. Apr 2018

Hoppla! Das sollte natürlich GHz heißen. :o)

EsSieErDuIch 24. Apr 2018

wäre die Perfomance sicher besser ;- ) Bin etwas überrascht über die Bemerkung zu dem...



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