Nokia: 1 GBit/s für Haushalte genügt nicht
Das Gigabit für Haushalte anzubieten genüge nicht, die Datenübertragungsrate müsse auch für jeden Haushalt verfügbar sein. Das sagte Federico Guillén, President für Fixed Networks bei Nokia am 24. Oktober 2018 auf dem BBWF(öffnet im neuen Fenster) (Broadband World Forum) in Berlin. "Sie müssen so viel MBit/s wie möglich zu so vielen Menschen wie möglich bringen", erklärte Guillén den anwesenden Netzwerkbetreibern.
Wer 5G-Netze im Millimeter-Wellenlängenbereich (mmWave) aufbauen wolle, brauche dabei vor allem zwei Dinge: "Energie und Glasfaser", sagte Guillén. "Sie werden Millionen von Basisstationen brauchen." 5G soll drei Bändergruppen nutzen: bis 1 GHz im unteren Bereich, zwischen 1 und 6 GHz im mittleren und über 24 GHz im hohen oder mmWave-Bereich. Alle drei laufen über die Luftschnittstelle 5G NR.
Nokia: Auch das Festnetz braucht Offenheit
Zwei Arten von Offenheit sind laut Guillén "wirklich nützlich im Festnetz": zum einen Network Slicing im Festnetz, was jetzt funktioniere. Slicing ermöglicht es, mehrere virtuelle Netze über eine gemeinsame physische Netzinfrastruktur zu verwalten zu betreiben. Es ermöglicht die virtuelle Partitionierung des Netzes bis hin zu den Rechenzentren, in denen die Inhalte und Anwendungen gehostet werden.
Zum anderen nannte Guillén GPON-Interoperabilität (Gigabit Passive Optical Network), also die Möglichkeit, dass FTTH-GPON-OLT-Systeme und Residential-Gateways, die von verschiedenen Dienstanbietern und Anbietern stammen, zusammenarbeiten oder interagieren. Bei der Interoperabilität gehe es darum, offen und virtualisiert zu sein. Nicht erwähnt wurde von Guillén Open Access bei Glasfaserausbau, bei dem sich mehrere Anbieter ein Kabel teilen.
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