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Gemächliches Tempo mit Android Go

Die Prozessor- und Speicherausstattung führt trotz Android 10 in der Go-Version zu einem eher gemächlichen Nutzungserlebnis. Wir müssen uns gedulden, wenn wir Apps aufrufen, die Tastatur benötigt ebenfalls ein wenig, bis sie auftaucht, Scrollen in Chrome ruckelt. Insgesamt fühlt sich das System träge an und das bereits bei alltäglicher Nutzung wie Browsing oder E-Mails lesen. Verwenden wir Youtube, verlängern sich die Wartezeiten nochmals. Wirklich Spaß macht es nicht, das Nokia 1.3 zu verwenden.

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Android Go bietet jedoch eine gute Auswahl an Google-Anwendungen, die zwar nicht besonders schnell, aber immerhin doch zuverlässig auf dem Smartphone laufen. Wir können Gmail, die Google-App, Maps, den Google Assistent und eine Galerie in ihren jeweiligen Go-Varianten verwenden. Maps ermöglicht über eine Zusatzanwendung auch eine echte Navigation fürs Auto. Über die Auswahl an grundlegenden Apps können wir uns beim Nokia 1.3 nicht beschweren - sobald die Anwendungen anspruchsvoller werden, laufen sie allerdings nicht mehr zuverlässig oder gar nicht.

Verglichen mit anderen Android-Oberflächen verzichtet Android Go auf individuelle Einstellungsmöglichkeiten oder spezielle Komfortfunktionen. Entsprechend wirkt das System altbacken und wenig komfortabel - die Oberflächen von Huawei, Samsung, Xiaomi und anderen Herstellern gefallen uns besser. Auch Googles Pixel-Launcher bietet mehr. Da das Nokia 1.3 trotz Android Go nicht flüssig läuft, sehen wir ehrlich gesagt keinen Grund, uns die reduzierte Version von Android anzutun.

Kamera taugt für Schnappschüsse

Die Kamera auf der Rückseite nutzt einen 8-Megapixel-Sensor und hat nur ein Objektiv. Die Bildqualität reicht für Schnappschüsse aus, angesichts des Preises kann die Kamera allerdings nicht mit denen teurerer Smartphones mithalten. HMD Global zufolge eignet sich die Kamera dank einer KI-Optimierung auch für Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen, was wir nicht bestätigen können. Die Frontkamera hat 5 Megapixel, die Qualität der Selbstporträts ist mittelmäßig. Eine Möglichkeit, den Hintergrund unscharf zu maskieren, gibt es nicht, allerdings einen Beauty-Modus.

  • Das Nokia 1.3 hat einen 5,71 Zoll großen, relativ stark spiegelnden BIldschirm. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Rückseite des Smartphones ist aus Kunststoff. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Kamera hat ein Objektiv, verwendet einen 8-Megapixel-Sensor und macht mittelmäßige Fotos. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Verarbeitung des Nokia 1.3 ist gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Nokia 1.3 hat eine Klinkenbuchse für Kopfhörer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Geladen wird das Smartphone per Micro-USB-Kabel. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Rückseite ist abnehmbar, der Akku kann entsprechend getauscht werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Die Kamera hat ein Objektiv, verwendet einen 8-Megapixel-Sensor und macht mittelmäßige Fotos. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Der Akku hat eine Nennladung von 3.000 mAh, schnellladen lässt er sich nicht. Drahtloses Laden ist mit dem Nokia 1.3 nicht möglich, was angesichts des Preises aber auch absolut in Ordnung ist. Einen Full-HD-Film können wir auf dem 720p-Display gut sechs Stunden lang anschauen - das ist kein besonders guter Wert. Über den Tag kommen Nutzer mit dem Nokia 1.3 aber ohne große Probleme.

Es gibt bessere Alternativen

Das Nokia 1.3 mag sehr günstig sein, es gibt für vergleichbares Geld aber bessere Alternativen auf dem Markt - selbst bei Nokia selbst. So ist das Nokia 3.2 mit Snapdragon 429, 2 GByte Arbeitsspeicher, 13-Megapixel-Kamera und Android One momentan für um die 115 Euro erhältlich - angesichts der besseren Hardware ein mehr als akzeptabler Aufpreis. Das Nokia 2.2 kommt mit einer 13-Megapixel-Kamera, 2 GByte RAM und einem auf dem Papier leistungsfähigeren Mediatek-SoC sowie Android One und kostet zwischen 90 und 110 Euro.

Von Huawei bietet sich das Y6 aus dem Jahr 2019 als Alternative an. Das Smartphone hat eine 13-Megapixel-Kamera, 2 GByte RAM, ein Helio-A22-SoC mit einer Taktrate von bis zu 2 GHz und vollwertiges Android - allerdings bislang nur in der Version 9. Das Gerät kostet knapp 100 Euro, das vergleichbare Honor 8A mit Helio-P35-SoC ungefähr genauso viel.

Xiaomi bietet mit dem Redmi 8A ebenfalls eine besser ausgestattete Alternative an: Das Smartphone hat eine 12-Megapixel-Kamera, 2 GByte RAM und Qualcomms Snapdragon 439. Ausgeliefert wird es mit Android 9 in der Standardversion, es kostet momentan um die 115 Euro.

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 Nokia 1.3 im Test: Nokias preiswertes Android-Smartphone erfordert GeduldNokia 1.3: Verfügbarkeit und Fazit 
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Talhawkins 04. Mai 2020

Der Autor ist ein Phänomen... 2012 brauchte er noch eine Lupe um auf einem iPad 3 mit 264...

loktron 04. Mai 2020

ordentlichen Kameras, SD 765 und etwas schickerem Screen für 300-400¤ mehr dann kaufe ich...

TrollNo1 29. Apr 2020

Einige Redmis haben ja Android One, da sollten die Updates sehr schnell kommen...


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