Noflyzone: So wird man Drohnen vor der Haustür los
DIe Website Noflyzone.org(öffnet im neuen Fenster) von Ben Marcus erlaubt die Erstellung einer Flugverbotszone rund um das eigene Grundstück oder die eigene Wohnung. Nach der Eingabe der Adresse erzeugt die Website die erforderlichen Geokoordinaten. Die Einträge sind natürlich weder bindend noch ist bekannt, wie eine ständige Aktualisierung erreicht werden soll.

Nach Angaben des kalifornischen Betreibers der Datenbank haben drei Drohnenhersteller zugesagt, diese Angaben zu nutzen und in ihre Flugsteuerung zu integrieren. Dabei handelt es sich um die eher unbekannten Hersteller Ehang, Hexo+ und Yuneec.
Der nach eigenen Angaben führende Drohnenhersteller DJI hat bereits eine Flugverbotsfunktion in seine Drohnen eingebaut, die es verhindert, die Fluggeräte in der Nähe von Flughäfen und in anderen kritischen Regionen aufsteigen zu lassen. Der Abgleich erfolgt über das GPS der Drohnen. Ob DJI sich ebenfalls an die Restriktionen von Noflyzone halten will, ist derzeit noch unklar.

Die Eingaben in die Noflyzone-Datenbank werden nicht überprüft, so dass theoretisch auch Dritte entsprechende Einträge vornehmen könnten. Allerdings wird beim zweiten Mal, wenn mit der gleichen E-Mailadresse ein Eintrag vorgenommen wird, nach einer Meldebescheinigung oder einem ähnlichem Dokument gefragt.
Viele Drohnen besitzen kleine Kameras, weshalb es wenig Sinn ergeben würde, die Fluggeräte nur von ganz bestimmten Koordinaten abzuhalten. Ein Sicherheitsabstand von 500 Fuß (rund 150 Meter) darum sollte eingehalten werden, empfielt Marcus nach einem Bericht der PC World(öffnet im neuen Fenster). Das sollte ausreichen, um fein detaillierte Aufnahmen erst einmal zu verhindern, auch wenn es schon Drohnen mit 4K-Videokameras gibt.
Sollten sich irgendwann Lieferdrohnen tatsächlich durchsetzen, könnte eine großzügige Bemessung des Sicherheitsabstands aber einen Lieferstopp gleich für die ganze Nachbarschaft nach sich ziehen.
USA planen Drohnen-Regulierung
US-Präsident Barack Obama forderte nach dem Ansturz einer Drohne des Typs DJI Phantom auf dem Gartengelände des Weißen Hauses strengere Regeln. Dem Fernsehsender CNN sagte Obama, er habe Experten angewiesen, die Erstellung eines Regelwerks zu prüfen. Damit solle sichergestellt werden, dass die kleinen Drohnen nicht die Privatsphäre von Bürgern verletzten und für die Bevölkerung keine Risiken entstünden. Der kommerzielle Betrieb von Drohnen ist in den USA verboten, für private Flieger gibt es jedoch keine Regulierung.
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