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Node Split: Wie Vodafone seine Gigabit-hungrigen Segmente aufspaltet

Vodafone investiert in die Stabilität seines Koaxialnetzes: Mit rund 160 Segmentierungen pro Monat will der Kabelnetz-Betreiber die Überlastung reduzieren.
/ Achim Sawall
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Vodafone-Techniker bei Tiefbauarbeiten im Juni 2020 in Heidelberg (Bild: Vodafone Deutschland)
Vodafone-Techniker bei Tiefbauarbeiten im Juni 2020 in Heidelberg Bild: Vodafone Deutschland

Vodafone hat in seinem Kabelnetz im Juni 159 Segmentierungen und Fiber-Deep-Maßnahmen in 63 Städten und Gemeinden umgesetzt. Das gab der Kabelnetzbetreiber am 31. Juli 2026 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Besonders viel Ausbau war mit sechs Maßnahmen in Bad Urach und jeweils vier Maßnahmen in Hannover und Heidelberg nötig.

Durch die Segmentierung werden Netzbereiche verkleinert, so dass sich weniger Haushalte die verfügbare Bandbreite teilen müssen. Auf den letzten Metern muss Vodafone auf sein Kupferkoaxialkabel setzen und verwendet weiter den Standard Docsis 3.1. Die Glasfaserkabel enden meist an den Glasfaserknoten am Straßenrand und auf dem Bürgersteig, wo die optischen Signale aus der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt werden.

Wenn die Haushalte am Node zu viel Traffic erzeugen, wird nach Golem-Informationen das Segment zuerst elektronisch im Node aufgeteilt. Die Haushalte von Straße A und B werden intern auf Schnittstelle 1 geschaltet, die Haushalte von Straße C und D auf Schnittstelle 2. Es müssen lediglich Techniker in die Verteilerstationen oder in die Kopfstelle (Headend) fahren und Kabel umstecken oder Karten tauschen.

Wenn die elektronische Aufteilung nicht mehr ausreicht, muss ein neuer, zusätzlicher Fiber Node in die Straße gesetzt werden, um den Cluster geografisch zu verkleinern. Techniker öffnen den bestehenden Schacht oder den oberirdischen Verteilerkasten, greifen sich eine Darkfiber, schließen einen neuen Node an und trennen das Koaxialkabelnetz der betroffenen Straßen auf den neuen Kasten auf.

Vodafone: die GBit/s-Gesamtkapazität im Node

Rein rechnerisch hingen bei Vodafone laut Angaben vom Januar 2023 noch 500 Haushalte an einem Node und teilten sich die Gesamtkapazität. Neuere Informationen liegen nicht vor.

Michael Langer, Director Quality, Network Evolution bei Vodafone Deutschland, sagte im Juni 2023 auf der Connect Conference in Dresden: "Wir haben gesehen, was während Corona mit dem Netzwerk und den Nodes passiert ist. Wir schaffen mehr Segmente."

Man wolle mehr Kapazität und mehr Stabilität in das Netzwerk bringen. "Das Koaxialkabel ist ein Shared Medium, je mehr wir das machen, je leistungsfähiger wird es." Man glaube, ein Segment sei mit 115 bis 120 Menschen am besten proportioniert, betonte er.

Laut einer Goldmedia-Studie (PDF) vom März 2022(öffnet im neuen Fenster), die das Vodafone Institut selbst beauftragt hat, wird "Docsis 3.1 voraussichtlich ab Mitte 2022 schrittweise für eine Nutzung des Frequenzbereichs bis 1,2 GHz aufgerüstet. Damit steigt die Datenrate pro Cluster auf 7 GBit/s im Download und mit High-Split-Technik auf 1 GBit/s im Upload."

Bei Peak-Time-Anforderungen werden laut Studie bis zum Jahr 2030 pro Cluster bis zu 5,5 GBit/s im Download und 1 GBit/s im Upload erwartet. Die Studie ist stark werblich, bietet aber dennoch bestimmte Anhaltspunkte für die Kapazität pro Node.

Vodafone-Sprecher Thorsten Höpken sagte Golem: "Wir haben über 7,5 Millionen aktive Kabelinternetkunden. Über die Anzahl aktiver Glasfaserkunden geben wir keine Auskunft." Das Vodafone-Joint Venture OXG habe deutschlandweit bislang 840.000 Haushalte mit FTTH erschlossen. "Aktuell vermarkten wir 1,65 Millionen Glasfaser-Anschlüsse in der OXG-Infrastruktur, auch Anschlüsse, die sich derzeit noch im Bau befinden."


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