Node.js-Gründer: Oracle soll Javascript-Marke aufgeben

In einem offenen Brief fordert Ryan Dahl die Freigabe der Markenrechte an dem Namen Javascript. Oracle nutze die Marke ohnehin nicht.

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Oracle hält weiter das Markenrecht an dem Namen Javascript.
Oracle hält weiter das Markenrecht an dem Namen Javascript. (Bild: Jakub Porzycki via Reuters Connect)

Der vor allem als Gründer der serverseitigen Javascript-Umgebungen Node.js und Deno bekannte Entwickler Ryan Dahl hat in seinem Blog einen offenen Brief an Oracle veröffentlicht. Darin fordert Dahl das Unternehmen dazu auf, das Markenrecht an dem Namen Javascript endlich aufzugeben und zur gemeinfreien Nutzung bereitzustellen.

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Dass Oracle überhaupt Rechte an dem Namen Javascript hält, liegt an der Übernahme des Java-Erfinders Sun, die im Jahr 2009 überraschend angekündigt wurde. Bereits im Dezember des Jahres 1995 hatten Sun sowie der Browser-Hersteller Netscape die Entwicklung von Javascript vorgestellt, um die Erstellung interaktiver Webseiten zu ermöglichen. Aus Netscape ging später Mozilla hervor. Außer einer anfangs leichten syntaktischen Nähe und dem ähnlichen Namen haben die beiden Sprachen Java und Javascript aber nichts weiter gemein als die ursprünglichen Arbeiten von Sun an ihnen.

Dahl weist außerdem darauf hin, dass die Javascript-Marke keinen kommerziellen Wert habe, da Oracle so gut wie keine Produkte anbiete, die Javascript verwendeten, und dies vermutlich auch nicht plane. Darüber hinaus beteilige sich Oracle auch nicht an der Entwicklung der großen Javascript-Engines V8 aus Chromium, Javascriptcore aus Webkit oder Spidermonkey aus dem Firefox-Browser. Wegen der Nichtnutzung der Markenrechte hält Dahl diese seitens Oracles auch nicht mehr für juristisch durchsetzbar.

Dennoch schwebe das Markenrecht wie eine dunkle Wolke über der "beliebtesten Programmiersprache der Welt", so Dahl. Weiter heißt es: "Sorgfältige, gesetzestreue Ingenieure verbiegen sich, um die Verwendung dieses Begriffs zu vermeiden, was zu verwirrenden Begriffen wie Ecmascript führt." Zwar sei es verständlich, dass insbesondere Oracle nicht auf die Rechte verzichten wolle, "dennoch ist es offensichtlich der richtige Schritt, eine wertlose Marke gegen Markenmarketing und Kulanz einzutauschen."

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