Noctua NH-P1 im Test: Wir haben 16 CPU-Kerne passiv gekühlt

Einen Core i9-11900K oder Ryzen 9 5950X ohne Lüfter kühlen? Mit dem Noctua NH-P1 funktioniert das unter bestimmten Umständen.

Ein Test von veröffentlicht am
Noctua NH-P1 im Test
Noctua NH-P1 im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Bei manchen PC-Komponenten verbietet sich die Frage nach dem Warum, stattdessen muss die nach dem Ob gestellt werden. Ein solches Produkt ist der NH-P1 von Noctua, der erste passive CPU-Kühler der Österreicher. Wir haben den 1,2-kg-Klotz auf einen AMD- und einen Intel-Prozessor geschraubt, um herauszufinden, ob eine Kühlung ohne Lüfter klappt - die Antwort lautet jein.

Inhalt:
  1. Noctua NH-P1 im Test: Wir haben 16 CPU-Kerne passiv gekühlt
  2. Intel klappt, AMD nicht unbedingt
  3. Noctua NH-P1: Verfügbarkeit und Fazit

Der NH-P1 wird Noctua-typisch in einer großen Pappschachtel geliefert, das Zubehör ist umfassend: Neben einem Torx-Schraubenzieher liegen ein Reinigungstuch, eine Spritze mit NT-H2-Wärmeleitpaste, zwei Klammern für einen optionalen 120-mm-Lüfter und Montagematerial in Form eines doppelten Secufirm-2-Kits für AMD- sowie Intel-Systeme samt Anleitungen bei.

Älteren Semestern wird die Silhouette des NH-P1 bekannt vorkommen, sie erinnert stark an den Orochi von Scythe. Dieser passive CPU-Kühler galt vor über einem Jahrzehnt als der beste seiner Art, ist aber zu aktuellen Sockeln nicht kompatibel. Der NH-P1 hingegen lässt sich auf AMDs Sockel AM4/AM3/AM2 oder Intels Sockel LGA 1200/115x und sogar auf Intels LGA 2011/2066 schrauben.

Ein Monster aus Aluminium und Kupfer

Mit 158 x 154 x 152 mm bei 1,18 kg ist der Noctua-Kühler einer der größten überhaupt. Die Österreicher verwenden eine kupferne Coldplate mit sechs Kupfer-Heatpipes (alles vernickelt), hinzu kommen 13 verlötete Aluminium-Lamellen. Die Fins sind besonders dick und weisen einen sehr großen Abstand zueinander auf, was für die Gesamtmasse und den Strömungswiderstand wichtig ist.

  • Noctua NH-P1 im Gehäuse (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Noctua NH-P1 mit 120-mm-Lüfter (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Noctua NH-P1 auf dem Mainboard (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Noctua NH-P1 auf dem Mainboard (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Noctua NH-P1 auf dem Mainboard (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Noctua NH-P1 auf dem Mainboard (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Noctua NH-P1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Noctua NH-P1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Noctua NH-P1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Noctua NH-P1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Noctua NH-P1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Noctua NH-P1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Scythe Ninja anno 2007 auf einem Core 2 Duo E6300 (Bild: y33H@)
  • Ein Scythe Orochi anno 2009 auf einem Core iu7 (Bild: y33H@)
Noctua NH-P1 im Gehäuse (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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Bei der Montage des NH-P1 auf dem Mainboard gibt es wenig zu beachten: Bei AMD-Sockeln wird die vorhandene Backplate genutzt, es müssen nur Abstandshalter und Schienen angebracht werden, um den Noctua-Kühler zu verschrauben. Während der Orochi einst über dem RAM hing, ragt der Korpus des NH-P1 in Richtung der I/O-Blende und die Heatpipes stehen parallel zum Arbeitsspeicher, weshalb auch sehr hohe RAM-Module mit LED-Aufbauten kein Problem darstellen.

Ähnlich sieht es bei den Sockeln LGA 1200/115x aus, hier kommt die beigelegte Backplate zum Einsatz. Aufgrund der quadratischen Bohrungen lässt sich der Noctua-Kühler prinzipiell auch über Kopf montieren, so dass die Heatpipes zum Gehäuseboden hin ausgerichtet sind. So klappt zwar die natürliche Konvektion aufgrund der horizontal liegenden Lamellen schlechter und der Kamineffekt kommt weniger zum Tragen, dafür ist diese Position die bessere Option, wenn der NH-P1 mit einem Hecklüfter kombiniert wird. Beim Sockel LGA 2011/2066 darf der RAM auf der I/O-Seite maximal 45 mm hoch sein, da es sich hier um Quadchannel-Plattformen handelt.

Noctua NH-P1, Passiv CPU-Kühler - Lüfterloser Kühlkörper für 100% Lautlose Kühlung

Schauen wir uns an, wie sich der Noctua-Kühler auf einem Core i9-11900K und einem Ryzen 9 5950X schlägt, wenn das System in einem Gehäuse verbaut ist. Neben dem passiven Betrieb haben wir auch mit dem optionalen 120-mm-Lüfter getestet.

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Intel klappt, AMD nicht unbedingt 
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derdiedas 08. Jul 2021

Na ja blöd wenn der Kühler im Gehäuse sitzt und die warme Luft dank eine staubdichten...

ms (Golem.de) 07. Jul 2021

Das war nicht die Absicht, ich editiere bei Intel auch noch eine kleinere CPU. Ein 11600K...

Fakula 07. Jul 2021

Das wird umso böser, je leiser das System ist... (Auch netzwerkkarten, Mäuse etc können...

Fakula 07. Jul 2021

Gibts ja schon geäuse, bei denen das Gehäuse der Kühlkörper ist -> Industrie-PCs...

ms (Golem.de) 06. Jul 2021

Ich kann dir nicht folgen, sorry ... lautlos sind beide ^^



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