Intel klappt, AMD nicht unbedingt

Der NH-P1 passt zwar in die meisten Midi- und Big-Tower, dennoch gilt es bei der Case-Auswahl zu beachten, dass der NH-P1 in kleinen oder gedämmten Gehäusen schlecht abschneidet. Noctua hat daher eine Liste mit Empfehlungen zusammengestellt, bei denen selbst Details wie eine Seitentür aus Aluminium oder Glas berücksichtigt wird. Hinzu kommt ein Video, das sich mit Komponenten wie dem Netzteil beschäftigt.

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Für unseren Test haben wir daher ein Jonsbo UMX4 von Caseking verwendet, das von Noctua mit drei von drei Sternen für die passive Kühlung bewertet wurde. Das Jonsbo UMX4 hat Platz für zwei Lüfter im Deckel, die luftdurchlässige Mesh-Abdeckung ist magnetisch gesichert und lässt sich wie der Staubfilter für eine bessere Konvektion abnehmen (was wir nicht gemacht haben).

Hinter der Front sitzt im oberen Teil das hochkant gestellte Netzteil, wir haben ein passiv gekühltes Seasonic Prime 600W Titanium Fanless verbaut. Als Pixelbeschleuniger kam eine lüfterlose Geforce GT 1030 zum Einsatz, bei Chips mit integrierter GPU wie den Ryzen-APUs von AMD oder vielen Intel-Modellen kann auf eine solche verzichtet werden. Die derzeit schnellste passiv gekühlte Karte ist die Geforce GTX 1650 KalmX von Palit.

Die Rakete ist tatsächlich kühlbar

Beginnen wir mit den Resultaten des Core i9-11900K (Test), einem monolithischen Prozessor mit etwa 270 mm² Die-Size. Für unsere Tests haben wir die Rocket-Lake-CPU mit 125/250 Watt und mit 65/224 Watt betrieben, der PL2-Boost durfte Spec-gerecht bis zu 56 Sekunden genutzt werden. Um Hitze zu produzieren, haben wir 30 Minuten lang den Cinebench R23 laufen lassen und dabei alle Parameter protokolliert.

  • Core i9-11900K, Asus Maximus XIII Hero, Asus GT 1030, Jonsbo UMX4, Seasonic 600W Fanless (Bild: Golem.de)
  • Core i9-11900K, Asus Maximus XIII Hero, Asus GT 1030, Jonsbo UMX4, Seasonic 600W Fanless (Bild: Golem.de)
  • Temperaturen, Package Power, Frequenzen mit einem PL1 von 125 Watt (Bild: Golem.de)
  • Temperaturen, Package Power, Frequenzen mit einem PL1 von 65 Watt (Bild: Golem.de)
Core i9-11900K, Asus Maximus XIII Hero, Asus GT 1030, Jonsbo UMX4, Seasonic 600W Fanless (Bild: Golem.de)
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Passiv gekühlt kratzt der 11900K bei konstant 125 Watt an der 100-Grad-Marke, weshalb der Takt auf rund 4,1 GHz absinkt und wir 12.835 Punkte erreichen (unser regulärer Testaufbau ergibt 15.322 Punkte). Mit dem absaugenden 120-mm-Lüfter von Noctua, dem NF-A12x25 LS-PWM oben auf dem NH-P1, sinkt die Temperatur bei nahezu lautlosen 900 rpm auf rund 81 Grad und der Cinebench-Score steigt auf 13.461 Punkte. Mit dezent hörbaren 1.200 rpm ändern sich die Werte nur minimal, weshalb wir diesen Betrieb nicht empfehlen.

Mit dauerhaft 65 Watt und einem PL2-Boost von 224 Watt hält der NH-P1 den 11900K nach einem kurzen Peak (84 Grad) auf niedrigen 71 Grad; durch den auf rund 3,1 GHz fallenden Takt sind aber auch nur noch 10.130 Punkte im Cinebench R23 möglich (was unter einem Core i5-11600K bei 125 Watt liegt). Mit Lüfter lässt sich die Temperatur zwar auf deutlich unter 50 Grad drücken, aufgrund des Power-Limits bleibt die Performance der Intel-CPU davon aber praktisch unbeeinflusst.

Noctua NH-P1, Passiv CPU-Kühler - Lüfterloser Kühlkörper für 100% Lautlose Kühlung

Chiplets eignen sich wenig für den NH-P1

Spannend sind die Werte des Ryzen 9 5950X (Test), da dieser seine Hitze primär auf zwei 81-mm²-Compute-Chiplets verteilt, was die Wärmeabfuhr deutlich erschwert. Bei 144 Watt PPT und real 122 Watt erreicht die CPU bereits nach sieben Minuten die 90-Grad-Grenze und taktet sukzessive von 3,8 GHz auf 2,6 GHz herunter. Statt eines Referenzwertes von 28.517 Punkten im Cinebench R23 ergibt das nur noch 20.409 Punkte, ein herber Performance-Rückgang. Mit Lüfter bleibt der Chip bei 85 Grad und 3,6 GHz für 24.085 Punkte; auch hier sind 1.200 rpm wenig hilfreich.

  • Ryzen 9 5950X, Asus Strix B550-E Gaming, Asus GT 1030, Jonsbo UMX4, Seasonic 600W Fanless (Bild: Golem.de)
  • Ryzen 9 5950X, Asus Strix B550-E Gaming, Asus GT 1030, Jonsbo UMX4, Seasonic 600W Fanless (Bild: Golem.de)
  • Temperaturen, Package Power, Frequenzen im Standard-Modus (Bild: Golem.de)
  • Temperaturen, Package Power, Frequenzen im Eco-Modus (Bild: Golem.de)
Ryzen 9 5950X, Asus Strix B550-E Gaming, Asus GT 1030, Jonsbo UMX4, Seasonic 600W Fanless (Bild: Golem.de)

Im 65-Watt-Eco-Mode mit 88 Watt PPT und real 82 Watt pendelt sich der 5950X bei unerwartet hohen 85 Grad ein; der Takt verringert sich über die 30-minütige Laufzeit von 2,7 GHz auf niedrige 2,1 GHz. Mit 14.893 Punkten im Cinebench R23 wird die CPU von einem Ryzen 7 5800X mit halb so vielen Kernen eingeholt, was den passiven Betrieb schwer rechtfertigt. Mit Lüfter sehen wir immerhin stabile 2,6 GHz bei 68 Grad und daraus resultierende 17.919 Punkte im Cinebench R23, was aber noch unter einem regulären Ryzen 9 5900X liegt.

Kommen wir zum Resümee.

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 Noctua NH-P1 im Test: Wir haben 16 CPU-Kerne passiv gekühltNoctua NH-P1: Verfügbarkeit und Fazit 
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derdiedas 08. Jul 2021

Na ja blöd wenn der Kühler im Gehäuse sitzt und die warme Luft dank eine staubdichten...

ms (Golem.de) 07. Jul 2021

Das war nicht die Absicht, ich editiere bei Intel auch noch eine kleinere CPU. Ein 11600K...

Fakula 07. Jul 2021

Das wird umso böser, je leiser das System ist... (Auch netzwerkkarten, Mäuse etc können...

Fakula 07. Jul 2021

Gibts ja schon geäuse, bei denen das Gehäuse der Kühlkörper ist -> Industrie-PCs...



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