Noch aus den 2000ern: Windows 11 schaltet ältere cross-signierte Treiber ab
Microsoft hat eine möglicherweise tiefgreifende Änderung für Windows 11 angekündigt. Das Betriebssystem wird mit dem kommenden April-Patch kein Cross-Signing von Zertifikaten bei Kerneltreibern mehr akzeptieren. Dies sei "ein bedeutender Schritt nach vorn in unserem kontinuierlichen Engagement für Windows-Sicherheit und Systemzuverlässigkeit" , schreibt Microsoft in einem Blogpost(öffnet im neuen Fenster) . Betroffen sein werden vor allem solche Systeme, die ältere Kernel-Treiber verwenden und die etwa von Unternehmen mit Legacy-Hardware genutzt werden.
Kerneltreiber sollen nur noch dann geladen werden können, wenn sie mittels Windows Hardware Compatibility Program (WHCP) signiert wurden. Sie werden diversen Tests aus dem Windows Hardware Lab Kit(öffnet im neuen Fenster) unterzogen, um ihre Kompatibilität mit Windows 11 und Windows 10 sicherzustellen.
Ältere Treiber obsolet machen
Einige wenige cross-signierte Treiber sollen weiterhin funktionieren. Die trägt Microsoft in einer Whitelist ein. Dabei handelt es sich um Treiber, die einen guten Ruf genießen und nachweislich von wichtigen Microsoft-Partnern stammen. Die Liste wird laut Microsoft mit Treibern gefüllt, die in den letzten zwei Jahren in Windows 11 und Windows Server 2025 genutzt wurden.
Um sicherzustellen, dass Kundensysteme nach der Umstellung noch funktionieren, wird Microsoft zudem eine Übergangsphase einführen. Windows wird dabei in den ersten 100 Stunden oder bis zu drei Reboots prüfen, ob ältere zertifikatübergreifende signierte Treiber für den Betrieb des Systems notwendig sind und ob die neue Policy den Betrieb verhindern würde. Ist dies der Fall, dann bleibt das System im Prüfmodus und wendet die neue Sicherheitsfunktion nicht an.
Kunden sollen so Zeit haben, ihre Systeme umzustellen. In vielen Fällen könnte das aber einen signifikanten Mehraufwand bedeuten. Zudem nutzen einige Hersteller zertifikatübergreifende signierte Treiber auch, weil sie keine neuen Treiber für ältere Hard- und Software mehr entwickeln. Solche Produkte dürften künftig nicht mehr genutzt werden können.
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