• IT-Karriere:
  • Services:

Nobelpreis: Chemie-Nobelpreis für Kryoelektronenmikroskopie

Einblick in die Chemie des Lebens: Mit dem Chemie-Nobelpreis 2017 werden drei Forscher ausgezeichnet, die mit der Kryoelektronenmikroskopie ein Verfahren entwickelt haben, mit dem sich Proteine und andere Biomoleküle betrachten lassen.

Artikel veröffentlicht am ,
Nobelpreisträger in Chemie 2017: "Ein Bild ist der Schlüssel zum Verständnis".
Nobelpreisträger in Chemie 2017: "Ein Bild ist der Schlüssel zum Verständnis". (Bild: Nobelpreis-Komitee/Screenshot: Golem.de)

Ein Nobelpreis für den Blick in die Welt der Biomoleküle: Der Nobelpreis für Chemie in diesem Jahr geht an Jacques Dubochet, Joachim Frank und Richard Henderson. Sie werden ausgezeichnet für die Entwicklung der Kryoelektronenmikroskopie, die die Abbildung von Biomolekülen vereinfacht und verbessert. "Diese Methode habe eine neue Ära in der Biochemie eingeleitet", begründete das Nobelpreis-Komitee seine Entscheidung.

Stellenmarkt
  1. Schaeffler Automotive Buehl GmbH & Co. KG, Bühl
  2. Hays AG, Dortmund,Düsseldorf

Mit diesem Verfahren sei es möglich, Biomoleküle in der Bewegung einzufrieren und dadurch bisher unbekannte Prozesse zu visualisieren. Das sei wichtig für das Verständnis der Chemie des Lebens, aber auch für die Entwicklung von Arzneimitteln.

Joachim Frank erzeugte 3D-Bilder

Frank, der aus Deutschland stammt und in den USA arbeitet, entwickelte zwischen 1975 und 1986 ein Verfahren, das aus unscharfen, zweidimensionalen Bildern eines Elektronenmikroskops ein scharfes dreidimensionales Bild macht.

Dem Schweizer Chemiker Dubochet gelang es Anfang der 1980er Jahre, Biomoleküle mit dem Elektronenmikroskop zu betrachten. Dazu entwickelte er eine Methode, um die Moleküle mit Hilfe von Wasser sehr schnell einzufrieren, damit sie im Vakuum ihre Form behalten.

Richard Henderson betrachtete ein Protein

Richard Henderson zeigte, dass sich auch biologisches Material mit dem Elektronenmikroskop anschauen lässt - zuvor war geltende Meinung, dass der Elektronenstrahl dieses zerstöre. 1990 erzeugte der Schotte aber das dreidimensionale Bild eines Proteins in atomarer Auflösung.

Nach vielen Verbesserungen wurde 2013 eine atomare Auflösung erreicht. Seither könne Forscher routinemäßig dreidimensionale Strukturen von Biomolekülen erzeugen. So wurden etwa Proteine, die Antibiotikaresistenzen verursachen, oder die Oberfläche des Zika-Virus untersucht.

Bilder ermöglichen wissenschaftliche Fortschritte

"Ein Bild ist der Schlüssel zum Verständnis. Wissenschaftliche Durchbrüche basieren oft auf der erfolgreichen Visualisierung von Objekten, die für das menschliche Auge unsichtbar sind", schreibt das Nobelpreis-Komitee. In der Biochemie jedoch hätten Bilder gefehlt, weil es praktisch nicht möglich war, Bilder von Biomolekülen zu erzeugen. "Die Kryoelektronenmikroskopie hat das geändert."

Der Nobelpreis gilt als höchste Auszeichnung für einen Wissenschaftler. Er ist dotiert mit einem Preisgeld von neun Millionen schwedischen Kronen, umgerechnet etwa 940.000 Euro. Die Nobelpreise werden in Dezember vom schwedischen König in einer Zeremonie im Rathaus von Stockholm überreicht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 759€ (Bestpreis)
  2. (u. a. be quiet! Straight Power 11 Platinum 850Watt PC-Netzteil für 154,90€, Heitronic...
  3. 172,90€
  4. (u. a. Razer Basilisk Ultimate Wireless Gaming-Maus und Mouse Dock für 129€, Asus ROG Strix G17...

tha_specializt 04. Okt 2017

Tja - schade nur dass finanzielle Mittel nur recht wenig mit dem Niveau der Forschung zu...


Folgen Sie uns
       


Razer Kyio Pro Webcam - Test

Webcams müssen keine miese Bildqualität haben, wie Razers Kyio Pro in unserem Test beweist.

Razer Kyio Pro Webcam - Test Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /