Zum Hauptinhalt Zur Navigation

No Rest for the Wicked: Studiochef bringt Pleite wegen Review Bombing ins Gespräch

Der Chef von Moon Studios aus Österreich sorgt mit Beschwerden über Review Bombing bei No Rest for the Wicked weltweit für Aufmerksamkeit.
/ Peter Steinlechner
94 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Artwork von No Rest for the Wicked (Bild: Moon Studios)
Artwork von No Rest for the Wicked Bild: Moon Studios

Mit einem ungewöhnlichen Aufruf hat sich Thomas Mahler, der Chef des aus Österreich stammenden Entwicklers Moon Studios, auf Discord ( via Neogaf(öffnet im neuen Fenster) ) zu Wort gemeldet.

Mahler bittet in seinem Beitrag darum, seinem aktuellen Spielprojekt No Rest for the Wicked mehr positive Bewertungen auf Steam zu geben – andernfalls drohe dem Studio das Aus.(öffnet im neuen Fenster)

"Wenn ihr keine positiven Rezensionen hinterlasst, ist es durchaus möglich, dass wir in ein paar Monaten nicht mehr da sein werden" , schreibt Mahler. "Schlechte Kritik" führe dazu, dass "die Leute das Spiel nicht kaufen. Was bedeutet, dass wir kein Geld verdienen und aufgeben müssen."

Das seit April 2024 im Early Access verfügbare No Rest for the Wicked wird von Fans und teils von der Fachpresse sehr gelobt, hatte auf Steam aber trotzdem schon länger nur die Durchschnittsbewertung "Ausgeglichen" .

Moon Studios ist wohl kein perfekter Arbeitgeber

Das hatte vermutlich nicht nur mit dem Spiel zu tun, sondern auch mit Berichten über ein schwieriges Betriebsklima bei Moon Studios. Es gab glaubwürdige Berichte über Beleidigungen, massive Überstunden und weitere Schwierigkeiten. Die Community reagiert auf so etwas oft sehr kritisch, etwa durch massenhafte, koordinierte Negativbewertungen – das sogenannte Review Bombing.

Seit dem Aufruf von Mahler verbesserte sich die Bewertungen deutlich, sie liegt nun bei "Größtenteils positiv" . Der Studiochef schrieb in einem neuen Beitrag auf der Plattform X(öffnet im neuen Fenster) , dass keine "unmittelbare finanzielle Gefahr" für sein Studio bestehe.

Auch in diesem Beitrag sind Passagen enthalten, die man als aggressiv gegenüber Minderheiten verstehen kann.

No Rest for the Wicked hat bereits eine bewegte Geschichte hinter sich: Das Spiel wurde vom Indiegames-Publisher Private Division veröffentlicht. Als das Unternehmen von seinem Eigner Take Two aufgelöst wurde, blieb einzig No Rest for the Wicked bei Take Two. Im März 2025 folgte eine Kehrtwende, seitdem ist Moon Studios vollständig selbst für das Spiel verantwortlich.

No Rest for the Wicket erinnert wegen der isometrischen Perspektive und die Darstellung der Welt auf den ersten Blick an Diablo. Das Kampfsystem ist aber sehr anders: Meist hat man es mit ein oder zwei sehr kräftigen Gegnern zu tun.

Einfach nur permanent zuzuschlagen, führt nicht zum Erfolg. Stattdessen muss man wie in Dark Souls immer wieder geschickt ausweichen oder ein paar Schritte zurückgehen, um dann mit einfachen oder schweren Hieben anzugreifen.


Relevante Themen