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No Man's Sky für PC: Läuft nicht, stottert, nervt

Die PC-Version von No Man's Sky legt keinen guten Start hin. Spieler sind enttäuscht, weil das Spiel entweder gar nicht startet oder schlecht läuft. Unsere Test-Ergebnisse einer Nacht mit No Man's Sky auf dem PC.
/ Michael Wieczorek
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Vergleich PS4 und PC (Bild: Screenshot Golem.de)
Vergleich PS4 und PC Bild: Screenshot Golem.de

Seit dem Test der Playstation-4-Version haben wir uns gefragt, in welchen Bereichen eine PC-Ausführung des Weltraum-Erkundungsspiels No Man's Sky die Konsolenfassung ausstechen müsste. Vor allem bei der Sichtweite haben wir ein stimmigeres Ergebnis erwartet.

GolemDE testet live – No Man's Sky auf dem PC
GolemDE testet live – No Man's Sky auf dem PC (40:42)

Nach einer durchspielten Nacht mit der PC-Version müssen wir konstatieren, dass sich die Verbesserungen stark in Grenzen halten. Während bei der Erkundung zu Fuß das Hereinrieseln der Details am Horizont tatsächlich deutlich verringert ist, sehen wir aus unserem Raumschiff nach wie vor eine sich langsam aufbauende Spielwelt.

Spiel startet nicht

Spieler mit Phenom-II-CPUs können No Man's Sky aktuell gar nicht starten. Wir konnten das mit einem Phenom II X4 940 testen und bestätigen. Auf einem Notebook mit Core-i7-4870HQ-CPU von Intel ohne dedizierte Grafikkarte verzeichnen wir dasselbe Ergebnis.

No Man's Sky – PC und PS4 im Splitscreen – Gameplay
No Man's Sky – PC und PS4 im Splitscreen – Gameplay (03:18)

Mäßige Performance

Die PS4-Version von No Man's Sky läuft zwar nur mit maximal 30 Bildern pro Sekunde. Die laufen aber abseits von schnellem Boost über die Planetenoberfläche wenigstens absolut flüssig. Am PC treten selbst auf unserem Highend-PC immer wieder kleine Hakler in der Bildrate auf. Das flüssigste Spielerlebnis erzielen wir, indem wir V-Sync deaktivieren und die Bildrate im Spiel nicht limitieren.

Maus und Tastatur – bitte nur zu Fuß

Die Steuerung über Maus und Tastatur lässt sich frei konfigurieren und erlaubt bei Erkundungsgängen zu Fuß deutlich präzisere Eingaben. Das Raumschiff lässt sich dagegen nur sehr sperrig fliegen, das macht keinen Spaß. Das Spiel schaltet aber problemlos zwischen gleichzeitigen Eingaben mit einem Gamepad hin und her. Ärgerlich ist auch, dass die linke Maustaste wie die Knöpfe auf der Konsole länger gedrückt gehalten werden muss. Beim Durchschalten der Menüs in den Optionen springt der Mauszeiger ständig automatisch wieder in die Bildmitte.

Die Entwickler haben die vielen Probleme mit der PC-Fassung bereits bestätigt und einen Patch angekündigt(öffnet im neuen Fenster) . Ein kleines Update mit dem Visual C++ Redist 2010 wurde bereits veröffentlicht.

Abschließend folgen unsere Testnotizen mit den wichtigsten Erkenntnissen in Listenform. Auch sie werden wir stetig aktualisieren.

PC-Version von No Man's Sky
Test-System: Intel Core i7 Haswell 4,2 GHz, 16 GByte Arbeitsspeicher, Nvidia Geforce GTX 1080

  • Start mit Phenom-II-CPUs nicht möglich
  • Start mit Intel-Grafikchips nicht möglich (getestet mit Core i7 4870HQ)
  • Verbesserte Sichtweite zu Fuß
  • Nur gering bessere Sichtweite im Raumschiff auf maximalen Details
  • Allgemein mäßige Performance, hohe CPU-Last
  • Gleichzeitiges Spielen und Streamen selbst auf Highend-PC nicht möglich
  • Eine höhere Detailstufe bei Schatten (Ultra)
  • Unterstützung für hohe Auflösungen wie UHD, 4K
  • 21:9-Auflösungen nur über Anpassung der .ini-Datei – das Interface wird dann gestreckt
  • Änderungen der meisten Grafikeinstellungen erfordern Neustart des Spiels
  • Alt-Tab nur im Fenstermodus möglich
  • Performanceverlust von Full-HD auf 4K: Full-HD: 100 fps / UHD: 50 fps im Durchschnitt
  • Field of View (FOV) im Spiel einstellbar auf höheren Wert als PS4-Version
  • Erweiterte Anpassung des FOV über .ini-Datei möglich – wir empfehlen einen Wert von minimal 140
  • Die Gog-Fassung von No Man's Sky ist DRM-frei und lässt sich vom Ordner aus ohne Internetverbindung starten
No Man's Sky – Fazit
No Man's Sky – Fazit (02:38)

Nachtrag vom 13. August 2016, 16:00 Uhr

Der Artikel wurde um ein Vergleichsvideo und eine Bildergalerie erweitert.

Nachtrag vom 14. August 2016, 14:00 Uhr

Hello Games hat einen ersten optionalen und experimentellen Patch(öffnet im neuen Fenster) für die Steam-Version veröffentlicht, der einige der im Artikel angesprochenen Probleme beheben soll.


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