No Man's Sky: Das Universum der originellen Planetennamen

Zuerst eine offizielle Ankündigung in eigener Sache: In No Man's Sky wird es einen Planeten mit dem Namen "Golemforever" geben. Das haben nicht etwa die Entwickler bei der Präsentation des Indiegames zugesagt. Sondern der Autor dieser Zeilen hat es gerade beschlossen - weil es gehen wird. Erstens soll die Galaxie von No Man's Sky so groß sein, dass niemals alle Himmelskörper entdeckt oder betreten werden können, also wird sich bestimmt ein passendes Gestirn finden. Und zweitens soll derjenige, der einen Planeten entdeckt, ihm einen Namen geben können, der dann dauerhaft für alle anderen Spieler sichtbar bleibt und auch in den galaktischen Karten auftaucht.
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Die Entwickler von Hello Games(öffnet im neuen Fenster) wollen nur gegen allzu schlüpfrige oder anderweitig problematische Wörter einen Filter einsetzten.
Das Team hat auf der E3 eine recht weit fortgeschrittene Version seines Spiels gezeigt. Dabei war es ziemlich nervös, weil die Programmierer bis tief in die Nacht zuvor am letzten Build gearbeitet hatten. Bis auf ein paar Ladezeiten, die zwei oder drei Sekunden länger waren als eigentlich geplant, waren aber keine Fehler zu sehen.
Spieler fliegen in No Man's Sky mit einem Raumschiff durch die Galaxie. Das Ziel: Planeten entdecken, Ressourcen sammeln und damit Schiffe, Rüstung und Waffen verbessern. Eine Handlung gibt es nicht - das Weltraumspiel richtet sich an Spieler, die Spaß am Entdecken von Welten haben und denen ein relativ großer Anteil von Grinding recht ist.
So gibt es in der laufenden Beta nach Angaben der Entwickler ein paar Tester, die immer die gleichen drei Planeten ansteuern, dort Ressourcen abbauen, sie zu einem neuen Gegenstand zusammenbauen und diesen für viel Geld verkaufen.
Die Entwickler haben im Schnelldurchlauf gezeigt, wie das im Detail abläuft. Der Spieler saust aus dem All durch eine Wolken- und Atmosphärenschicht zum Planeten, landet dort und scannt per Knopfdruck die Umgebung. Diese Daten werden gemeinsam mit dem neu vergebenen Namen über eine Art stellares Signalfeuer auf den Zentralserver "Atlas" übertragen. Dafür gibt es Units - so heißt die Währung in dem Spiel.
Stellare Fahndungslevel
Dann kann der Spieler die Gegend erkunden und etwa durch Beschuss mit seiner Waffe auf einen Felsen die für das Herstellen besserer Ausrüstung nötigen Ressourcen abbauen. Wenn er auf einem Planeten mit Tieren landet, kann er diese jagen. Das führt aber dazu, dass sein fünfstufiger Fahndungslevel steigt. Übrigens sucht Hello Games derzeit noch einen Namen, der nicht so stark an GTA erinnert.
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Sobald der Fahndungslevel steigt, springt die Planetenverteidigung an, und Roboter aller Art versuchen den Eindringling zu töten. Erst kommen relativ harmlose Flugdrohnen, dann auch riesige Roboter in der Art eines AT-ST. Wer die ausschaltet und dann flüchtet, wird aber früher oder später wieder in Ruhe gelassen.
Es soll auch möglich sein, fast die gesamte Spielzeit im All zu verbringen und dort Transportschiffe zu überfallen und die Fracht dann auf Raumstationen zu bringen oder Gegenstände an einem Ort günstig zu kaufen und sie woanders teurer zu verkaufen.
Obwohl Spieler von No Man's Sky eigentlich ähnlich wie in einem MMO im gleichen Universum unterwegs sind, soll das Spielgefühl eher wie in einem Soloplayer-Programm sein; die Galaxie ist so riesig, dass es nur ganz selten mal zu einem Treffen zwischen zwei menschlichen Spielern kommen soll.
Da muss man sich dann auch fragen, wie es um die Langzeitmotivation bestellt ist: Ohne Handlung und ohne Wettbewerb könnte das Herumsausen im All langweilig werden, wenn es außer den durchaus interessant aussehenden Planeten mit ihrer Flora und Fauna nichts Neues mehr zu entdecken gibt.
Immerhin macht das Spiel einen grafisch sehr ansprechenden Eindruck. Die Welten sehen detail- und abwechslungsreich aus, der Wechsel vom All auf die Planeten wirkt fast nahtlos. Und einige Elemente wurden öffentlich noch gar nicht gezeigt, etwa die dynamischen Tag- und Nachtwechsel auf den Planeten, die sich tatsächlich um ihre Sonnen drehen.
No Man's Sky ist bislang für die Playstation 4 und für Windows-PC angekündigt, einen Erscheinungstermin gibt es noch nicht.



