Abo
  • Services:

Nmap: Sourceforge übernimmt weiter Accounts

Trotz der Diskussionen um den Projekthoster übernimmt Sourceforge weiterhin die Accounts von Open-Source-Projekten, wie der Nmap-Maintainer Gordon Lyon berichtet. Code werde nicht verändert, verspricht das Unternehmen.

Artikel veröffentlicht am ,
Account-Übernahme oder nur ein Mirror? Fyodor und Sourceforge sind da unterschiedlicher Meinung.
Account-Übernahme oder nur ein Mirror? Fyodor und Sourceforge sind da unterschiedlicher Meinung. (Bild: Sourceforge.net)

Zwar hat der vormals sehr beliebte Projekthoster Sourceforge zu Beginn dieser Woche verkündet, ohne Zustimmung der Entwickler keine Adware mehr in Downloads zu bündeln. An der Praxis, verwaiste Open-Source-Projekte auf der Plattform zu übernehmen, hält das Unternehmen aber offenbar fest, wie Gordon Lyon, alias Fyodor, Maintainer des Portscanners Nmap, schreibt.

Stellenmarkt
  1. DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH, Traunreut (Raum Rosenheim)
  2. Walter AG, Tübingen

Er habe die Kontrolle über den von ihm gepflegten Account verloren und das Projekt sei entfernt worden. Inzwischen ist sein Projekt zwar wieder erreichbar, es enthält aber keinerlei Dateien. Stattdessen pflegt Sourceforge nun selbst einen nur dezent in der URL als Mirror bezeichneten Nmap-Account. Eine Suche nach Nmap auf der Seite führt derzeit auch ausschließlich zu dem von dem Unternehmen gepflegten Account.

Nur ein Spiegelserver?

Zu Arstechnica sagte ein Vertreter des Unternehmens, dass dieser Mirror bereits seit 2011 gepflegt werde und Fyodors Nmap-Projekt nie durch Sourceforge verändert worden sei. Darüber hinaus gebe es keine Hinweise darauf, dass über den Account von Fyodor je Downloads verbreitet worden seien oder das Projekt je Dateien enthalten habe.

Fyodor hält dem entgegen, dass das Projekt so viele Dateien enthalten habe, dass gar das Datenlimit überschritten worden sei. Zu diesen gegensätzlichen Aussagen könnte es aber auch durch eine Verwirrung gekommen seien, vermutet der Entwickler. Nmap habe den Web-Speicher von Sourceforge genutzt, um Dateien direkt zu verlinken und zum Download anzubieten. Das System zum Download einzelner Dateien über eine Liste habe den Entwicklern jedoch nie zugesagt.

Weiter gibt Fyodor an, dass Sourceforge ihn nicht über den Schritt der vermeintlichen Account-Übernahme informiert habe. Und das, obwohl das Unternehmen in der Vergangenheit vielfach mit Fyodor kommuniziert habe. Meist, um für die Teilnahme an den Monetarisierungsstrategien zu werben. Das habe Fyodor aber stets abgelehnt.

Adware verteilt und dann Strategie geändert

In der vergangenen Woche berichteten die Gimp-Entwickler, dass Sourceforge den Account von Gimp für Windows übernommen habe. Außerdem sei in dem dann angebotenen Installer Adware verteilt worden. Das sei ohne Erlaubnis und Kenntnis der Entwickler der freien Bildbearbeitung geschehen.

Dies löste teils harte Kritik aus, bis hin zur Aufforderung zu einer kompletten Abkehr von dem Dienst durch den Maintainer des Qt-Ports von LXDE, Jerome Leclanche. Sourceforge reagierte mit einer Stellungnahme, in der das Unternehmen versprach, sein Verhalten zu ändern. Das Angebot der Werbung solle nur bei Projekten aufrechterhalten werden, deren Entwickler dieser Praxis explizit zugestimmt haben.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 16,99€
  2. (-35%) 38,99€

mnementh 06. Jun 2015

ich hatte vServer auf dem Plan, aber das ist ebenfalls ein Beispiel dass man den Kram...

Bitschnipser 05. Jun 2015

Na ja... geht so. Ich war um 2000 rum da mal unterwegs. Und musste feststellen, dass ich...

Ben Stan 04. Jun 2015

Sag mal dem Entwickler, er soll denen den Link schicken. Aber davor sichern und...


Folgen Sie uns
       


PC Building Simulator - Test

Der PC Building Simulator stellt sich im Test als langweiliges Spiel, aber gutes Product Placement heraus - inklusive falscher Informationen und Grafikfehlern.

PC Building Simulator - Test Video aufrufen
Xperia XZ2 Compact im Test: Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos
Xperia XZ2 Compact im Test
Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos

Sony konzentriert sich beim Xperia XZ2 Compact erneut auf die alte Stärke der Serie und steckt ein technisch hervorragendes Smartphone in ein kompaktes Gehäuse. Heraus kommt ein kleines Gerät, das kaum Wünsche offenlässt und in dieser Größenordnung im Grunde ohne Konkurrenz ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Xperia XZ2 Premium Sony stellt Smartphone mit lichtempfindlicher Dualkamera vor
  2. Sony Grundrauschen an Gerüchten über die Playstation 5 nimmt zu
  3. Playstation Sony-Chef Kaz Hirai verabschiedet sich mit starken Zahlen

HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf
HTC Vive Pro im Test
Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf

Höhere Auflösung, integrierter Kopfhörer und ein sehr bequemer Kopfbügel: Das HTC Vive Pro macht alles besser und gilt für uns als das beste VR-Headset, das wir bisher ausprobiert haben. Allerdings ist der Preis dafür so hoch, dass kaufen meist keine clevere Entscheidung ist.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. SteamVR Tracking 2.0 36 m² Spielfläche kosten 1.400 Euro
  2. VR-Headset HTCs Vive Pro kostet 880 Euro
  3. HTC Vive Pro ausprobiert VR-Headset hat mehr Pixel und Komfort

Digitalfotografie: Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher
Digitalfotografie
Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher

War der Anhänger wirklich so groß wie der Ring? Versucht da gerade einer, die Versicherung zu betuppen? Wenn Omas Erbstück geklaut wurde, muss die Versicherung wohl dem Digitalfoto des Geschädigten glauben. Oder sie engagiert einen Bildforensiker, der das Foto darauf untersucht, ob es bearbeitet wurde.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. iOS und Android Google lanciert drei experimentelle Foto-Apps
  2. Aufstecksucher für TL2 Entwarnung bei Leica

    •  /