NLNet: Internetpioniere finanzieren Arbeit an freiem RISC-V-SoC

In dem Projekt Libre RISC-V soll ein komplett freies SoC mit CPU, VPU und GPU auf Basis des gleichnamigen freien Befehlssatzes entstehen. Das Projekt wird von den Internetpionieren NLNet sowie einer Initiative der EU-Kommission finanziell unterstützt.

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Chips auf einem Wafer (Symbolbild)
Chips auf einem Wafer (Symbolbild) (Bild: Santi, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Das Projekt Libre RISC-V von Luke Leighton wird durch die NLNet-Stiftung sowie die Initiative Next Generation Internet der EU-Kommission mit insgesamt 50.000 Euro finanziert, wie Leighton mitteilte. Ziel des Projektes ist es, ein kleines SoC aus CPU, VPU und auch GPU zu gestalten, das maßgeblich auf dem freien Befehlssatz RISC-V basiert. Hierbei soll das Hardwaredesign selbst komplett frei lizenziert werden. Die NLNet-Stiftung zählt zu den Wegbereitern des Internets in Europa und hat etwa den AMS-IX mitgegründet.

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Laut der Ankündigung durch Leighton ermöglicht das nun verfügbare Sponsoring die Finanzierung einer Vollzeitstelle für die Entwicklung für ein Jahr. Darüber hinaus kann damit auch eine Bezahlung für kleinere Aufgaben bereitgestellt werden, die über sogenannten Bountys abgewickelt werden sollen. Das Team bemüht sich zudem um weitere Finanzierungsmöglichkeiten.

Bisher sind Befehlssätze für CPUs proprietär und für die Herstellung von CPUs fallen üblicherweise Lizenzkosten für den verwendeten Befehlssatz an, sofern dieser überhaupt wiederverwendet darf. Das Geschäftsmodell von ARM etwa basiert auf dieser Idee. Im Gegensatz dazu ist der Befehlssatz von RISC-V frei verfügbar, so dass jeder mit den entsprechenden Möglichkeiten eigene CPU-Designs erstellen kann.

Freie Multimedia-Einheiten geplant

Diese Designs sind aber selbst wiederum oft proprietär. Mit Initiativen wie etwa den Shakti-CPUs aus Indien sollen aber auch die Designs der CPU offengelegt werden. Mit dem Libre-RISC-V-SoC will Leightons Projekt noch weiter gehen und auch SIMD- und Vector-Befehle in ihrem freien Design umsetzen, was einfache Multimedia-Aufgaben und 3D-Darstellungen ermöglichen soll. Für Letzteres entsteht der Kazan-Vulkan-Renderer.

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Das Gesamtprojekt verfolgt das Ziel, einen SoC zu erstellen, der bei Preis und Leistung eine Konkurrenz zu dem Allwinner A64 bieten soll und nicht mehr als 2,5 Watt benötigt. Das SoC könnte sich damit für Embedded-Geräte und auch sehr günstige Smartphones eignen.

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