Njalla: Peter Sunde startet anonymen Domainhoster

Peter Sunde will einen neuen, anonymen Domainhoster aufbauen. Dabei geht er einen Schritt weiter als die bisherige Whois-Protection, verlangt seinen Kunden aber einiges an Vertrauen ab.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine traditionelle Njalla-Hütte.
Eine traditionelle Njalla-Hütte. (Bild: Njalla)

Der The Pirate Bay-Mitgründer Peter Sunde hat mit Njalla einen neuen Dienst angekündigt, der Kunden eine anonyme Registrierung von Domains ermöglichen soll. Er geht dabei weiter als bisherige Versuche, die Urheberschaft einer Domain zu verschleiern.

Stellenmarkt
  1. Sachbearbeiter Datenmanagement Netz (m/w/d)
    WEMAG Netz GmbH, Schwerin
  2. Sachbearbeiterinnen / Sachbearbeiter Verfahrensadministration (w/m/d)
    Polizei Berlin, Berlin
Detailsuche

Wer bislang anonym eine Domain betreiben will, kann dafür sogenannte Domain-Proxies nutzen. Viele kommerzielle Domainhoster bieten diese Dienstleistung gegen extra Bezahlung an und lassen sich dafür anstelle der Domainbesitzer ins WHOIS-Register eintragen. Diese Maßnahme schützt allerdings laut den Njalla-Machern vor allem gegen Spam und sei kein wirklicher Schutz der Privatsphäre.

Sunde will einen Schritt weitergehen. Sein Dienst Njalla kauft die Domains im Auftrag der Kunden und bleibt auch Eigentümer. Die volle Verfügung über die Verwendung der Domain wird den potentiellen Kunden über einen zusätzlichen Nutzungsvertrag zugesichert. Sunde schreibt: "Wir sind ein freundlicher, betrunkener (aber verantwortungsvoll betrunkener) Strohmann, der die Schuld für deine Äußerungen auf sich nimmt." Die angegebenen Preise für den Dienst variieren zwischen 15 und 75 Euro pro Jahr, .de-Domains werden offenbar nicht angeboten. Das Unternehmen ist unter dem Namen 1337 LLC auf der Karibikinsel Nevis registriert.

Domains können ohne Probleme umziehen

Es soll für Kunden jederzeit problemlos möglich sein, die Domain zu einem anderen Anbieter umzuziehen. Wenn dieser auch einen Whois-Schutz anbietet, bleibt der Name der Eigentümer auch beim Transfer anonym, weil als Vorbesitzer nur Njalla auftaucht. Bislang müssen Domaininhaber beim Transfer zumindest kurzfristig ihre Identität preisgeben, wie zuletzt beim Domaintransfer der rechtsextremen Webseite The Daily Stormer zu sehen war.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Immer wieder wurden Domains in der Vergangenheit beschlagnahmt, etwa bei Urheberrechtsverletzungen. Nach dem Terroranschlag in Charlottesville in den USA hatten aber auch mehrere Dienste in den USA Betreibern nationalistischer Webseiten und Dienste gekündigt und eine Diskussion um die Verantwortung entsprechender Anbieter ausgelöst.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
DSGVO
Amazon bekommt 746 Millionen Euro Datenschutz-Strafe

Die Strafe gegen Amazon ist die wohl größte jemals von einer europäischen Datenschutzbehörde verhängte Summe. Die Kläger freuen sich.

DSGVO: Amazon bekommt 746 Millionen Euro Datenschutz-Strafe
Artikel
  1. Blue Origin: Bezos-Beschwerde zu Mondlandefähre abgelehnt
    Blue Origin
    Bezos-Beschwerde zu Mondlandefähre abgelehnt

    Damit Blue Origin doch noch den Auftrag für eine Mondlandefähre bekommt, hat Jeff Bezos Geld geboten und sich offiziell beschwert. Es half nichts.

  2. Black Widow: Scarlett Johansson verklagt Disney
    Black Widow
    Scarlett Johansson verklagt Disney

    Scarlett Johansson hat wegen des Veröffentlichungsmodells von Black Widow Klage eingereicht. Disney nennt das Verhalten "herzlos".

  3. Luftsicherheit: Wenn plötzlich das Foto einer Waffe auf dem iPhone erscheint
    Luftsicherheit
    Wenn plötzlich das Foto einer Waffe auf dem iPhone erscheint

    Ein Jugendlicher hat ein Foto einer Waffe per Apples Airdrop an mehrere Flugpassagiere gesendet. Das Flugzeug wurde daraufhin evakuiert.

HowlingMadMurdock 17. Sep 2017

Ja, das war wirklich sehr aufschlussreich. Danke für die Info.

Trockenobst 16. Sep 2017

Ach, das gibts auch für Firmen, Projekte, Cryptogeld...dann sitzt die Oma in Nord-China...

news-fuer-profis 15. Sep 2017

Den Domain-Anbieter gibt es mindestens seit April schon. Die meisten großen IT News...

Dvija 15. Sep 2017

rofl Wo sich doch gefühlte 90% der Spammails genau hinter solchen Diensten verstecken...



Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Viewsonic XG270QG (WQHD, 165 Hz) 549,99€ • Mega-Marken-Sparen bei MediaMarkt (u. a. Razer) • Saturn: 1 Produkt zahlen, 2 erhalten • Gigabyte X570 AORUS Master 278,98€ + 30€ Cashback • Alternate (u. a. AKRacing Core EX-Wide SE 248,99€) • MMOGA (u. a. Fallout 4 GOTY 9,99€) [Werbung]
    •  /